Osnabrücker Bergrennen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Das Internationale Osnabrücker ADAC Bergrennen ist eine Bergrennveranstaltung, die alljährlich am Uphöfer Berg in Borgloh, einem Ortsteil von Hilter am Teutoburger Wald im südlichen Landkreis Osnabrück stattfindet.

Das Bergrennen wurde vom 4. und 6. August 2017 zum 50. Mal ausgetragen. Es ist zurzeit das einzige Bergrennen Niedersachsens, seine Bergrennstrecke ist die zurzeit am weitesten nördlich gelegene in Deutschland.

Die Strecke am Uphöfer Berg hat eine Länge von 2,03 Kilometern und eine durchschnittliche Steigung von etwa 3,6 bis 3,7 Prozent (die durchschnittliche Steigung zwischen dem niedrigsten Punkt und dem höchsten Punkt (Ziel) der Strecke beträgt etwa 3,8 Prozent). Das Rennen wird unter der Aufsicht des MSC Osnabrück ausgetragen und ist Teil der Deutschen Bergmeisterschaft für Renn- und Tourenwagen, des DMSB-Bergpokals für Renn- und Tourenwagen, des KW Berg Cups, des NSU-Bergpokals, des Sportwagen Bergcups, des Classic-Berg-Cups, der ADAC Bergmeisterschaft Nordrhein, sowie der ADAC Meisterschaften Weser-Ems und Niedersachsen. Gelegentlich wird es auch zur Luxemburger Bergmeisterschaft gewertet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das erste Osnabrücker Bergrennen wurde 1968 mit 144 Teilnehmern vor etwa 7.000 Zuschauern ausgetragen. 1970 verunglückte der Osnabrücker Heinz Brosch tödlich, als er gegen einen Baum prallte. In den folgenden Jahren wurden die Sicherheitsvorkehrungen rund um die Strecke verbessert. 1971 fuhren erstmals Formel-3-Fahrzeuge auf der knapp zwei Kilometer langen Strecke. Ende der 1970er-Jahre wurden schließlich doppelte Leitplanken als Streckenbegrenzung installiert. 1980 fuhren erstmals Formel-2-Boliden auf der Strecke. In den folgenden Jahren wurde das Teilnehmerfeld immer attraktiver. So starteten bekannte Rennfahrer wie Roland Asch und Timo Glock im Showprogramm der Veranstaltung, außerdem waren Formel 3000 und DTM-Fahrzeuge wie der Mercedes-Benz 190 vertreten.

2016 gewann der Italiener Christian Merli in seinem Osella FA 30 das Bergrennen vor Vorjahressieger Joel Volluz (Schweiz) und Václav Janik aus Tschechien. Merli stellte mit 51,232 Sekunden einen neuen Streckenrekord auf.[1] Mit 51,024 Sekunden gewann Merli auch das 50. Bergrennen und unterbat damit seinen eigenen Rekord aus dem Vorjahr.[2] Auch dieser Rekord wurde schon ein Jahr später gebrochen, als der Franzose Sébastien Petit in 50,145 Sekunden in einem Norma M20FC das Bergrennen gewann.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Carsten Kuhn: Italiener Merli feiert Sieg und Rekord beim Bergrennen. In: noz.de. 7. August 2016, abgerufen am 8. August 2016.
  2. Für den Rekord reichen zwei Läufe: Titelverteidiger Merli triumphiert beim 50. Bergrennen. In: noz.de. 6. August 2017, abgerufen am 7. August 2017.
  3. Malte Schlaack: Das schnellste Bergrennen aller Zeiten. In: noz.de. 5. August 2018, abgerufen am 6. August 2018.

Koordinaten: 52° 11′ 58,9″ N, 8° 12′ 16,2″ O