Ossietzky (Zeitschrift)

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Ossietzky

Fachgebiet Politik, Kultur, Wirtschaft
Sprache deutsch
Verlag Verlag Ossietzky (Deutschland)
Erstausgabe 1997
Erscheinungsweise 14-täglich
Herausgeber Matthias Biskupek, Daniela Dahn, Rolf Gössner, Ulla Jelpke, Otto Köhler, Eckart Spoo (†)
Weblink ossietzky.net
Artikelarchiv auf sopos.org
ISSN (Print) 1434-7474
ZDB 1412209-1

Ossietzky ist eine in Berlin erscheinende antimilitaristische, pazifistische Zweiwochenschrift für Politik, Kultur und Wirtschaft. Die Zeitschrift ist nach Carl von Ossietzky benannt.[1] Sie ist über spezialisierte Buchhandlungen oder im Abonnement erhältlich. Die Auflage pro Ausgabe beträgt ca. 2000 Exemplare.

Ossietzky wird von Matthias Biskupek, Daniela Dahn, Rolf Gössner, Ulla Jelpke, Otto Köhler und Eckart Spoo (†) herausgegeben, der bis 2013 auch als verantwortlicher Redakteur fungierte. Spoo war neben seiner Nachfolgerin Katrin Kusche weiter Mitglied der Redaktion.[2] Daniela Dahn, Ralph Hartmann, Dietrich Kittner, Monika Köhler, Lothar Kusche, Otto Meyer, Jürgen Rose, Peter Turrini, Gerhard Zwerenz und Ingrid Zwerenz sind bzw. waren ständige Mitarbeiter.

Sie lehnt sich inhaltlich und in ihrer Aufmachung eng an das Vorbild Die Weltbühne aus der Weimarer Republik an.[3] Als die Herausgeber im September 1997 das Erscheinen der Zeitschrift ankündigten, wurde sogar davon ausgegangen, dass das Blatt den Namen Weltbühne tragen würde. Nach Angaben Spoos hatte der frühere Herausgeber und Chefredakteur der bis 1993 in Ost-Berlin erschienenen Weltbühne, Helmut Reinhardt, den Ossietzky-Herausgebern zugesichert, dass er die Titelrechte an dem Namen besitze und sie dem neuen Projekt überlassen würde. Nachdem die Neugründung der Weltbühne angekündigt worden war, erhoben mehrere Seiten rechtliche Einwände gegen die Titelnutzung, u.a. Peter Jacobsohn, der in den USA lebende Sohn des Weltbühne-Begründers Siegfried Jacobsohn. Die Herausgeber verzichteten darauf, sich in juristische Auseinandersetzungen einzulassen, und änderten den Namen der Zeitschrift in Ossietzky.[4]

Zunächst erschien die Zeitschrift in Hannover, wo heute noch der Verlag Ossietzky seinen Sitz hat;[1] im Jahr 2000 wurde der Sitz der Redaktion nach Berlin verlegt.

Die Zeitschrift ist eine Kooperationspartnerin des Internetportals Linksnet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Jeder für sich - Wiederbelebungsversuche für die "Weltbühne" in Hannover und Berlin, Berliner Zeitung, 12. Dezember 1997
  2. Impressum der Zeitschrift, abgerufen am 14. August 2014.
  3. Medienfavoriten 2012 – Ossietzky „ziert jeden Coffeetable“, Franziska Augstein in Süddeutsche Zeitung vom 31. Dezember 2012, abgerufen 14. August 2014
  4. Der Streit um die Rechte am Namen Weltbühne