Ossingen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ossingen
Wappen von Ossingen
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Andelfingenw
BFS-Nr.: 0037i1f3f4
Postleitzahl: 8475
Koordinaten: 696882 / 274393Koordinaten: 47° 36′ 47″ N, 8° 43′ 38″ O; CH1903: 696882 / 274393
Höhe: 416 m ü. M.
Fläche: 13,07 km²
Einwohner: 1422 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 109 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
8,9 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.ossingen.ch
Ossingen von Westen

Ossingen von Westen

Karte
Husemersee Deutschland Deutschland Deutschland Deutschland Kanton Schaffhausen Kanton Schaffhausen Kanton Thurgau Kanton Schaffhausen Bezirk Bülach Bezirk Winterthur Adlikon bei Andelfingen Andelfingen ZH Benken ZH Berg am Irchel Buch am Irchel Dachsen Dorf ZH Feuerthalen Flaach Flurlingen Henggart Humlikon Kleinandelfingen Laufen-Uhwiesen Marthalen Oberstammheim Ossingen Rheinau ZH Thalheim an der Thur Trüllikon Truttikon Unterstammheim Volken WaltalingenKarte von Ossingen
Über dieses Bild
w

Ossingen ist eine politische Gemeinde im Bezirk Andelfingen des Kantons Zürich in der Schweiz.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung

In Silber ein hängendes rotes Weidenblatt

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burghof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Burghof ist ein teilweise unter Heimatschutz stehender kleiner Weiler, 3 km östlich von Ossingen, (zwischen Ossingen und Gütighausen) gelegen. Der Weiler besteht aus acht bewohnten Häusern.

Die erste Eintragung eines Jucker-Hauses stammt aus dem Jahre 1741: «Es waren da die beiden Brüder, Hans und Peter Jucker, die das Grenzland Burghof für 211.50 Geldeinheiten am 4. Mai 1741 erwarben.»

Heute wird hier Wein-/Obstbau (Burghofer) und Kälbermast betrieben. Einige Gebäude stehen unter Denkmalschutz.

Gisenhard[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Siedlung Gisenhard wurde als «Gisinhard» (Weidewald des Giso) erstmals im Jahre 831 urkundlich erwähnt. Ursprüngliche Geschlechter sind Graf (Lehnsbauer um 1380), Sigg und Kübler (Güterbesitzer um 1550).

Politisch gehört Gisenhard nunmehr – geschichtlich vermerkt sind die Zugehörigkeit zum Kloster St. Gallen (ab 831) und dem Kloster St. Peter in Konstanz (ab 1359) – zur Gemeinde Ossingen. Die geographische Lage des Weilers macht ihn zum Schnittpunkt der Strecken Frauenfeld–Schaffhausen und Winterthur–Stein am Rhein.

Langenmoos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Langenmoos ist ein Weiler nordwestlich von Ossingen mit rund 20 Einwohnern.

Husemersee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Husemersee gehört zur sogenannten Andelfinger Seenplatte. Die Naturseen, welche den Husemersee bilden, liegen zwischen Trüllikon und Ossingen. 1994 wurde er in die Liste der Flachmoore von nationaler Bedeutung aufgenommen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Ossingen

Neolithische Sumpfrandsiedlungen am Husemersee und hallstattzeitliche Grabhügel im Speck und im Hattlebuck weisen auf eine frühe Besiedlung hin. Aus der römischen Zeit gab es Funde im Goldbuck (Kalkbrennofen) und bei Burghof (Brandgrab). Im Goldbuck stiess man auf ein frühmittelalterliches Gräberfeld. Ossingen wurde urkundlich erstmals 1230 als de Ozzingin erwähnt. Im Hochmittelalter bildete ein Kelnhof das grund- und gerichtsherrliche Verwaltungszentrum des Klosters Reichenau. Es ging später als Reichenauer Lehen an die Kyburger und nach deren Aussterben 1264 an die Habsburger. 1377 wurde es als Teil des ehemaligen habsburgischen Amtes Andelfingen an die Hohenlandenberger verpfändet, bis es dann 1434 mit diesem zu Zürich kam.

Am Ausgang des Lattenbachtobels steht das Schloss Wyden.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1682 974
1850 1.198
1900 930
1950 805
1990 1.143
2007 1.314

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindepräsident ist Martin Günthardt (Stand 2010).

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, Band I: Die Bezirke Affoltern und Andelfingen. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 7). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1938. DNB 365803030.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ossingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  2. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.