Osso Huna

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Suco Osso Huna
Der Suco Osso Huna liegt im Südwesten des Subdistrikts Baguia. Der Ort Osso Huna liegt im Süden des Sucos.
Blick vom Matebian herab
Daten
Fläche 8,05 km²[1]
Einwohnerzahl 536(2010)[2]
Chefe de Suco António Aparicio Guterres
(Wahl 2009)
Orte Position[3] Höhe
Osso Huna (Ost) 8° 39′ S, 126° 38′ O-8.6536111111111126.62583333333726 726 m
Osso Huna (West) 8° 39′ S, 126° 37′ O-8.6527777777778126.61333333333917 917 m
Osso Huna (Osttimor)
Osso Huna
Osso Huna

Osso Huna (Osso-Huna, Ossouna, Osshuna, Ossu-Huna) sind ein osttimoresischer Suco und zwei Orte im Subdistrikt Baguia (Distrikt Baucau).

Die Orte[Bearbeiten]

Die Orte Osso Huna liegen im Süden des Sucos. Der östliche Ort liegt an der Überlandstraße, die den Ort Baguia mit dem Suco Afaloicai verbindet und entlang der westlichen Grenze des Sucos verläuft. Er liegt auf einer Meereshöhe von 726 m. Hier befindet sich die Grundschule des Sucos, die Escola Primaria Osso Huna.[4][5] Der westliche Ort liegt nah dem Matebian (2316 m), dem höchsten Berg des Distrikts. Das Dorf liegt auf einer Meereshöhe von 917 m. Von dort braucht man eine halbe Stunde zu Fuß zum Dorf Oeiburu, von wo aus der Aufstieg beginnt.

Der Suco[Bearbeiten]

Der Berg Kaiwalita

In Osso Huna leben 536 Einwohner (2010,[2] 2004: 513[6]). Etwa 55 % der Einwohner geben Naueti als ihre Muttersprache an. Über 40 % sprechen Makasae, kleine Minderheiten Waimaha und Tetum Prasa.[7]

Der Suco liegt im Südwesten des Subdistrikts Baguia und hat eine Fläche von 8,05 km².[1] Nördlich liegt der Suco Hae Coni und südlich der Suco Afaloicai. Im Westen grenzt Osso Huna an den Subdistrikt Quelicai mit seinen Sucos Laisorolai de Cima und Uaitame und im Osten an den Subdistrikt Uatucarbau (Distrikt Viqueque) mit seinem Suco Afaloicai.[8]

Im Suco befinden sich die drei Aldeias Betulari, Uaicadae und Uaibuita'i.[9]

Geschichte[Bearbeiten]

Am Gipfel des Matebian

Der Matebian und seine Umgebung waren das letzte große Widerstandszentrum der FALINTIL (base de apoio). Ab 1977 wurden evakuierte Zivilisten in neuen Dörfern um den Matebian nach ihrer Herkunft angesiedelt. Sie kamen aus Tequinaumata, Samalari, Boleha, Guruça, Afaçá und Namanei (Distrikt Baucau) und Benamauc, Camea und Fatuahi. Der politische Kommissar Abel Larisina und sein Adjutant Xanana Gusmão konnten zunächst die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln organisieren. Mitte 1977 verschlechterte sich die Situation als Flüchtlinge vom Builo am Matebian eintrafen. Es gab Opfer durch Hunger und Krankheit. Nahrungsmittel wurden der Bevölkerung zugunsten der FALINTIL-Kämpfern vorbehalten. Im Oktober 1978 begannen die Angriffe auf die Basis. Die Widerstandskämpfer und Zivilisten wurden zwei Wochen lang aus der Luft bombardiert. Auch von See aus erfolgte der Beschuss, während die Armee langsam vorrückte. Täglich kamen 20 bis 30 Menschen ums Leben. Am 22. November wurden die FALINTIL von den indonesischen Invasoren überrannt. Die Gefangenen wurden in ein Transit camp interniert und nach FALINTIL-Kämpfern und Zivilisten getrennt. Viele verschwanden spurlos, die anderen wurden später auf größere Camps wie in Quelicai verlegt. Noch heute kann man am Berg Höhlen besichtigen, die den Widerstandskämpfern als Unterschlupf dienten.[10]

Nach dem Fall des Matebian kamen Tausende Menschen in den Ort Baguia. Ihnen wurde verboten sich weiter vom Ort zu entfernen und wurden streng bewacht. Cholera, Durchfall und Tuberkulose brachen aus. Allein von den Menschen, die aus Osso Huna stammten, starben 280 Personen.[10]

Politik[Bearbeiten]

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Jacinto Soares zum Chefe de Suco gewählt.[11] Bei den Wahlen 2009 gewann António Aparicio Guterres.[12]

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Osso Huna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Census 2010; PDF; 22,6 MB)
  2. a b Direcção Nacional de Estatística: Suco Report Volume 4 (englisch) (PDF; 9,8 MB)
  3. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  4. UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (PDF; 499 kB)
  5. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  6. Direcção Nacional de Estatística Census 2004
  7. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Osso Huna (Tetum; PDF; 8,6 MB)
  8. Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  9. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (portugiesisch; PDF; 323 kB)
  10. a b „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  11. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  12. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

-8.6536111111111126.62583333333Koordinaten: 8° 39′ S, 126° 38′ O