Osteel

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Osteel
Osteel
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Osteel hervorgehoben
Koordinaten: 53° 32′ N, 7° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Aurich
Samtgemeinde: Brookmerland
Höhe: 1 m ü. NHN
Fläche: 19,89 km2
Einwohner: 2211 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 111 Einwohner je km2
Postleitzahl: 26529
Vorwahlen: 04934, 04920 und 04931 (Schoonorth)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: AUR, NOR
Gemeindeschlüssel: 03 4 52 021
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Markt 10
26529 Marienhafe
Bürgermeisterin: Ida-Anna Bienhoff-Topp (SPD)
Lage der Gemeinde Osteel im Landkreis Aurich
Baltrum Juist Landkreis Wittmund Landkreis Leer Memmert Norderney Nordsee Emden Landkreis Friesland Landkreis Leer Landkreis Wittmund Aurich Berumbur Berumbur Dornum Großefehn Großheide Hage Hagermarsch Halbemond Hinte Ihlow (Ostfriesland) Krummhörn Leezdorf Lütetsburg Marienhafe Norden (Ostfriesland) Osteel Rechtsupweg Südbrookmerland Upgant-Schott Upgant-Schott Wiesmoor WirdumKarte
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Osteel ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Brookmerland im Landkreis Aurich in Niedersachsen. Die Ortschaft liegt nördlich des Samtgemeindezentrums Marienhafe, mit dem es baulich verwachsen ist. Zu Osteel gehört außerdem der Ortsteil Schoonorth, rund drei Kilometer westlich des Alten Postwegs.

Das Dorf besteht überwiegend aus reinem Wohngebiet entlanggezogen auf einer Länge von etwa drei Kilometern am Alten Postweg mit mehreren Nebenstraßen. Gewerbe ist vertreten durch eine Bäckerei, Elektrowarengeschäfte, einen Schnellimbiss, ein Baugeschäft, ein Gebäudemanagement und einen Landmaschinenhandel. Ferner gibt es auch zwei Gebrauchtwagenhändler. Das Bildungsangebot innerhalb der Gemeinde umfasst eine Grundschule und einen Kindergarten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Typische Wohnsiedlung in Osteel

Die Ortschaft Osteel soll nach 1164, als das Küstenland durch die Julianenflut verwüstet wurde, gegründet worden sein. Die frühe Besiedlung lag am Rande eines Hochmoores.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Osteel besteht aus 13 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl von 2.001 bis zu 3.000 Einwohnern.[2] Die 13 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Die letzte Kommunalwahl vom 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[3]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze Veränderung Stimmen Veränderung Sitze
SPD 60,4 % 8 -3,1 % 0
Brookmer Wählergemeinschaft (BWG) 19,4 % 2 -1,8 % -1
CDU 12,5 % 2 -1,5 % 0
Bündnis 90/Die Grünen 4,9 % 1 +4,9 % +1

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 52,7 %[3] unter dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[4] Zum Vergleich – bei der vorherigen Kommunalwahl vom 11. September 2011 lag die Wahlbeteiligung bei 49,88 %.

Bürgermeisterin ist Ida Bienhoff-Topp (SPD).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Osteel
Wappenbeschreibung: „In Blau ein goldener Hammer, der von einer goldenen Laubkrone überhöht und am Stiel von je einem goldenen dreiblättrigen Kleeblatt beseitet wird.“
Wappenbegründung: Der Hammer und die Krone erinnern an David Fabricius, dessen Vater Schmied war. Die Kleeblätter weisen auf die Landwirtschaft hin.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Warnfriedkirche / Ortseingang im Südosten an der B 72
Warnfriedkirche (Frontansicht)

Eine Sehenswürdigkeit der Gemeinde ist die Warnfried-Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Die Kirche hat eine Länge von 63 Metern und ist dem heiligen Werenfried geweiht. Die Orgel der Kirche ist die zweitälteste in Ostfriesland. Sie wurde 1619 von Meister Edo Evers gebaut.

Vor der Kirche steht das Denkmal des Astronomen David Fabricius, der Anfang des 17. Jahrhunderts Pastor der Gemeinde war. Von ihm wurden nicht nur Sterne entdeckt, sondern auch eine der ersten Karten von Ostfriesland gezeichnet. Sein Sohn Johannes entdeckte die Sonnenflecken.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptort Osteel liegt an der Bundesstraße 72 circa sechs Kilometer südlich der alten Kreisstadt Norden. Durch die Gemeinde verläuft außerdem die Bahnstrecke zwischen Emden und Norddeich Mole. Nach Schließung des Bahnhofes im Jahre 1978 befindet sich die nächste Station nun im drei Kilometer südlich gelegenen Marienhafe. Im Westen der Gemeinde (Ortsteil Schoonorth) verläuft außerdem die Landesstraße 4 von Pewsum nach Norden.

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten in Osteel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Reformator Andreas Bodenstein (um 1486–1541) (nach seinem Herkunftsort auch Andreas Karlstadt genannt) verbrachte 1529/30 unter dem Decknamen Bauer Andrees einige Monate im Osteeler Ortsteil Schoonorth.[5]
  • David Fabricius (1564–1617), Astronom und Vater von Johannes Fabricius

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Osteel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 31. Dezember 2016.
  3. a b Samtgemeinde Brookmerland – Gemeinderatswahl Osteel 2016, abgerufen am 31. Dezember 2016.
  4. hna.de: Kommunalwahlen: Alle Infos, alle Ergebnisse, abgerufen am 31. Dezember 2016.
  5. Smid: Ostfriesische Kirchengeschichte. 1974, S. 139f.