Osteoblast

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Aufnahme mehrerer Osteoblasten. In der TEM-Aufnahme ist das von den Osteoblasten synthetisierte Osteoid als helle, zur mineralisierten Knochenmatrix hin scharf abgegrenzten Zone (schwarze Grenzlinie) mit zwei eingelagerten Osteozyten gut zu erkennen.

Osteoblasten (Singular der Osteoblast) sind Zellen, die für die Bildung von Knochengewebe beim Knochenumbau verantwortlich sind. Sie entwickeln sich aus undifferenzierten Mesenchymzellen, embryonalen Bindegewebszellen. Sie bilden die Grundlage der Knochensubstanz, die Knochenmatrix (Osteoid), indem sie vor allem Typ-1-Kollagen und Calciumphosphat in Form von Hydroxylapatit in den interstitiellen Raum ausscheiden. Osteoblasten besitzen lange Zellausläufer, mit denen sie mit dem nichtmineralisierten Gewebe oder über gap junctions mit benachbarten Osteoblasten in Verbindung bleiben.[1] Beim Prozess der Knochenbildung verändern sich Osteoblasten zu einem Gerüst aus nicht mehr teilungsfähigen Osteozyten, das langsam mineralisiert und mit Calcium aufgefüllt wird.

Gegenspieler der Osteoblasten sind die Osteoklasten. Osteoblasten regulieren die Funktion von Osteoklasten direkt durch die Sekretion von Signalstoffen: einerseits durch den aktivierenden RANK-Ligand (RANKL), andererseits durch das inhibierende Osteoprotegerin (OPG), welches RANKL neutralisiert.

Entartete Osteoblasten können Osteoblastome, eine Art von Knochentumoren verursachen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thomas Heinzeller, Carl M. Büsing: Histologie, Histopathologie und Zytologie für den Einstieg. Georg Thieme, Stuttgart 2001, ISBN 978-3-13-126831-0, S. 83.