Ostermarsch

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Der Ostermarsch ist eine von pazifistischen oder antimilitaristischen Motiven getragene, in Form von Demonstrationen und Kundgebungen regelmäßig jährlich durchgeführte politische Ausdrucksform der Friedensbewegung in Deutschland. Ihre Ursprünge gehen auf britische Atomwaffengegner der Kampagne für nukleare Abrüstung mit den „Aldermaston Marches“ in den 1950er Jahren zurück.[1]

Hintergrund

Die Anstöße für Marsch-Aktionen sind sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland von Friedensaktivisten der War Resisters’ International / Internationale der Kriegsdienstgegner (IdK e. V.) ausgegangen. Deren Selbstverpflichtung lautet bis heute: „Der Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Ich bin deshalb entschlossen, keine Art von Krieg weder direkt noch indirekt zu unterstützen und an der Beseitigung aller Kriegsursachen mitzuarbeiten.“

Das britische Direct Action Committee Against Nuclear War engagierte sich in gewaltfreien Aktionen, „um den totalen Verzicht auf den Atomkrieg und seine Waffen als einen ersten Schritt zur Abrüstung durch Großbritannien und alle anderen Länder zu erreichen“ („to assist the conducting of non-violent direct action to obtain the total renunciation of nuclear war and its weapons by Britain and all other countries as a first step in disarmament“), und war Gründungsmitglied der britischen Campaign for Nuclear Disarmament (CND). Diese organisierte Ostern 1958 einen Marsch von London zum Atomforschungszentrum Aldermaston und mobilisierte dabei rund 10.000 Menschen gegen die nukleare Aufrüstung. Hieraus entwickelten sich solche Demonstrationsmärsche zu Ostern auch in anderen westeuropäischen Ländern. Lediglich in Deutschland haben diese unter dem Namen Ostermärsche eine bis heute regelmäßig jährlich stattfindende tradierte Ausdrucksform der Friedensbewegung entwickelt.

Ostermärsche in der Bundesrepublik Deutschland

Anfänge

Ostermarsch 1960 von Hamburg nach Bergen-Hohne

Einen Vorläufer der Ostermärsche organisierte die hessische Naturfreundejugend 1959 aus Anlass ihres Landesjugendtreffens. Der Marsch, noch unter dem Motto Kampf dem Atomtod, führte von Hanau-Steinheim nach Offenbach am Main. Mitorganisator war der 1958 zum Landesjugendsekretär der hessischen Naturfreundejugend gewählte Klaus Vack, der von 1961 an acht Ostermärsche mitkonzipierte und organisierte.[2]

1960 wurden in der Bundesrepublik Deutschland die ersten Ostermärsche aus dem pazifistischen Aktionskreis für Gewaltlosigkeit heraus angeregt, nachdem Pressemeldungen den Beginn der Erprobung von Honest-John-Atomraketen in der Nähe des ehemaligen KZ Bergen-Belsen gemeldet hatten. Konrad Tempel, wie seine spätere Frau Helga Stolle Korrespondent von PEACE NEWS, befreundet mit Mitgliedern des Direct Action Committees und Quäker, konnte pazifistische Gruppen in Hamburg (siehe Foto), Bremen, Hannover und Braunschweig für einen norddeutschen mehrtägigen Sternmarsch gewinnen. Die Demonstration endete am Ostermontag 1960 mit rund 1.200 Teilnehmern beim Truppenübungsplatz Bergen-Hohne.[3]

In der Folge dieses ersten Ostermarsches kam es zu einem Treffen in Hannover, bei dem verabredet wurde, 1961 mehrere Ostermärsche in der Bundesrepublik zu organisieren.[2]

Ostermärsche von 1960 bis 1970

Erstes deutsches Ostermarsch-Flugblatt
Rückseite

Der damalige deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer erklärte am 5. April 1957 auf einer Pressekonferenz, die neue Generation von taktischen Nuklearwaffen sei „nichts weiter als die Weiterentwicklung der Artillerie. Selbstverständlich können wir nicht darauf verzichten, dass unsere Truppen auch in der normalen Bewaffnung die neueste Entwicklung mitmachen.“[4] Er bezog sich dabei auf eine neue militärische Doktrin des US-amerikanischen Verteidigungsministers Charles Erwin Wilson, der neben dem Einsatz strategischer Nuklearraketen („massive Vergeltung“) auch einen Einsatz taktischer Atombomben unterhalb der „Armageddon-Schwelle“ als eine strategische Option formuliert hatte („abgestufte Abschreckung“).

Bundeskanzler Konrad Adenauer hatte von den USA den alleinigen Zugriff von Atomsprengköpfen verlangt, die zum Abschuss durch Artillerie mit einer Reichweite von 15 bis 20 Kilometern geeignet waren. Diese Option versuchte die Adenauerregierung im Rahmen der Wiederbewaffnung der BRD durchzusetzen. Die Forderung wurde jedoch von den Alliierten, und vor allem den USA, abgewiesen. Bis heute liegen atomare Sprengköpfe, gemeinsam bewacht von Deutschen und Amerikanern, in Deutschland (Fliegerhorst Büchel), und deren Abzug ist bis heute eine Forderung der Friedensbewegung.

Gegen diese geplante Aufrüstung formierte sich, mit Unterstützung der SPD und der Gewerkschaften, die Kampagne Kampf dem Atomtod. Doch weder die breite Ablehnung innerhalb der Bevölkerung, noch die von den Kirchen, den Gewerkschaften und der SPD mitgetragenen Massenaktionen vermochten einen Aufrüstungsbeschluss des Bundestages am 25. März 1958 zu verhindern. Am 17. April 1958 fanden Demonstrationen in Bremen, Kiel, München, Mannheim, Dortmund Essen und Hamburg statt. In der Hansestadt standen die meisten städtischen Verkehrsmittel fast eine Stunde still, um ihren Mitarbeitern die Teilnahme zu ermöglichen. Im Anschluss an diese größte politische Demonstration der Nachkriegszeit mit weit über 120.000 Teilnehmenden fand die erste deutsche „Mahnwache“ statt, mit der der Hamburger Aktionskreis für Gewaltlosigkeit (Mitglieder der WRI) 14 Tage und Nächte gegen die geplante Atombewaffnung protestierten (hier entstand der Begriff „Mahnwache“).[5] Im Frühjahr 1958 erreichten die Massenkundgebungen insgesamt etwa 1,5 Millionen Teilnehmer.

Die SPD zog sich jedoch aus der Kampagne zurück, nachdem die CDU die Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen am 6. Juni 1958 mit absoluter Mehrheit gewonnen hatte und die SPD-Führung ihr Heil in einem verstärkten Anpassungskurs an die Politik der CDU suchte, der 1959 in die Verabschiedung des Godesberger Programms und 1960 in die Abspaltung des parteitreuen Sozialdemokratischen Hochschulbundes (SHB) vom Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) mündete, was ein Jahr später per Unvereinbasrkeitsbeschluss SDS-Mitglieder und -Sympathisanten aus der Partei ausschloss. Dieses politische Vakuum bildete den Nährboden für die sich entwickelnde Außerparlamentarische Opposition (APO), deren stärkste Kraft lange Zeit die Ostermarschbewegung war, die 1961 erstmals bundesweit in Erscheinung trat.

Die Ostermärsche wurden von Anfang an als kommunistisch unterwanderte Veranstaltungen diffamiert und konnten meist nur unter teils schikanösen behördlichen Auflagen stattfinden. Was das bedeutete, beschrieb Klaus Vack am Beispiel des ersten hessischen Ostermarsches, der 1961 von Miltenberg nach Frankfurt führte.

„Nicht nur die bayerische Polizei sorgte dafür, dass der Ostermarsch ein polizeiverordnungsgemäßer, eng gehegter Marsch wurde. Ein Regelfanatismus in bürokratisch abgestandener Gestalt. Unter vielen anderen polizeilichen haarsträubenden Auflagen: die auf der Demonstration mitgetragenen Transparente mussten vorab eingereicht und genehmigt werden; nur auf Landstraßen der 3. Ordnung durfte gegangen werden; selbstredend musste in Zweierreihen marschieit werden; [..] Kundgebungen durften nur an ausgesuchten Rändern stattfinden; war eine Bundesstraße zu überqueren, mussten die Transparente eingerollt, die Demonstration vorübergehend aufgelöst und einzeln die hehre, hoheitliche Straße überquert werden; Lautsprecher, zunächst nur Blechtüten, waren bis 1963 verboten; und so weiter und so fort. Wir hielten uns dran und auch nicht.“

Klaus Vack: Das andere Deutschland nach 1945, S. 67-68

Erster Sprecher der Kampagne war Konrad Tempel; ihm folgte 1964 Andreas Buro. Klaus Vack, der seit 1961 als Sekretär des Verbands der Kriegsdienstverweigerer von Offenbach aus die Organisation der Ostermärsche managte, wurde 1965 Sekretär des Zentralen Ausschusses der Ostermarsch-Bewegung.

Der Protest richtete sich anfänglich ausschließlich „gegen atomare Kampfmittel jeder Art und jeder Nation“ in Ost und West. Aufgrund der Erfahrungen mit der Kampf-dem-Atomtod-Bewegung, und um eine Vereinnahmung durch Aktivisten von linken Organisationen zu verhindern, wurde in einem gemeinsamen Flugblatt das nötige „Vertrauen in die Macht des Einzelnen“ betont, damit „aus einer entschiedenen Minderheit eine kraftvolle Mehrheit“ werden könne.

Joan Baez beim Ostermarsch 1966 (rechts hinter ihr: Wolfgang Neuss; bei dem Mann neben ihr handelt es sich um Ira Sandperl, * 11. März 1923 - † 13. April 2013, einen amerikanischen Friedensaktivisten und ihren ersten Ehemann)[6]

In den folgenden Jahren gingen an den Osterfeiertagen immer mehr Menschen an immer mehr Orten auf die Straße, um für ein Ende der atomaren Bewaffnung und des nuklearen Wettrüstens in beiden Lagern des Kalten Krieges zu demonstrieren. Bedeutende Persönlichkeiten wie Erich Kuby und Robert Jungk, der Bundestagsabgeordnete Arno Behrisch und der Theologe Martin Niemöller erklärten ihre Zustimmung, später kamen u. a. Ernst Rowohlt, Stefan Andres, Erich Kästner, Heinz Hilpert, Robert Scholl, Helmut Gollwitzer und Bertrand Russell dazu. Einen der Höhepunkte des Ostermarsches 1966 bildete die Teilnahme von Joan Baez

Bereits von den ersten Osteraktionen an beteiligten sich an den Märschen neben Pazifisten Rüstungsgegner aus der Arbeiterbewegung und religiös motivierte Einzelne. Auch durch die folgende Kooperation verschiedener Strömungen und die lebhaften internen Diskussionen gelangte man zu immer konkreteren, politischen Forderungen (z. B. die Forderung nach atomwaffenfreien Zonen, entsprechend dem Rapacki-Plan). Dadurch wurde sie zu einer außerparlamentarischen Sammlungsbewegung, deren jährliche Teilnehmerzahl bis 1968 auf 300.000 stieg. Die Kampagne änderte ihren Namen von „Kampagne für Abrüstung“ (1963) zu „Kampagne für Demokratie und Abrüstung“ (1968). Typisch waren die Friedenslieder von Gerd Semmer und Fasia Jansen.

Buro schätzte das später wie folgt ein:

„Die Grundstruktur der Ostermarsch-Bewegung vermied … eine entscheidende Blockade für Massenlernprozesse: Es gab keine avantgardistischen Kader, die wie Lehrer in der Schule das richtige Lernergebnis schon kannten und die Massenbewegungen im Sinne eines Vorfelds dieser 'Avantgarde' nur mehr oder weniger offen zu diesem Ergebnis steuerten. Beim Ostermarsch waren die Organisatoren selbst in den gemeinsamen Lernprozess eingebunden. Das Lernen aus eigenen Erfahrungen erzeugte überhaupt erst die Bereitschaft zu selbsttätigem Lernen auf breiter Basis.“[7]

Unter dem Eindruck der Notstandsgesetzgebung (1968), der Militärintervention des Warschauer Pakts in der CSSR (1968), der Bildung einer sozialliberalen Bundesregierung (1969) spaltete sich 1969 die Ostermarsch-Bewegung und beendete 1970 ihre Aktionen. In einer im Juli 1970 veröffentlichten Erklärung, unterzeichnet von Andreas Buro, Christel Beilmann[8], Heiner Halberstadt, Arno Klönne und Klaus Vack, erklären die fünf Gründungsmitglieder der Kampagne für Demokratie und Abrüstung ihren bereits 1969 erfolgten Austritt aus der Organisation. Sie erachten sie „in der heutigen Situation strukturell überholt“ und monieren die inzwischen nicht mehr gegebene Breite an politischen Richtungen. Vor allem aber unterstellen sie den der DKP nahestehenden Kreisen bei ihrem Festhalten an den gegebenen Strukturen eine „Anhänglichkeit an die Kampagne“, die mehr durch parteipolitische Disziplin als durch echte Erwartungen bestimmt‟ sei. Demgegenüber setzen sie auf „die Möglichkeit, in neuen Formen zu einer Kooperation der radikaldemokratischen und linken Gruppierungen zu kommen“.[9] Um diesen „neuen Formen der politischen Zusammenarbeit Raum zu schaffen“[9], hatte Klaus Vack zusammen mit Andreas Buro und anderen bereits 1969 in Offenbach das „Sozialistische Büro“ („SB“) gegründet, ein Informations- und Organisationszentrum für Gruppierungen linker und undogmatischer Sozialisten, das die monatlich erscheinende Zeitschrift „links“ herausgab.

Neuer Aufschwung ab 1979

Ihren zweiten Aufschwung und Höhepunkt erfuhren die Ostermärsche von 1979 bis 1990 in der Bewegung gegen die Neutronenbombe und die Aufrüstung mit neuen Mittelstreckenraketen (NATO-Doppelbeschluss).

Die Ostermärsche in den folgenden Jahren und bis zur Gegenwart waren fortan nur eine Demonstrationsform unter den vielfältigen Aktionen, die von der Friedensbewegung ausgingen. Einen neuen Höhepunkt erreichte die Friedensbewegung 1979–1983 im Kampf gegen die Neutronenbombe und den „NATO-Doppelbeschluss“ zur Stationierung von Kurz- und Mittelstrecken-Atomwaffen in der Bundesrepublik. 1983 nahmen etwa 700.000 Menschen an verschiedenen Aktionen zum Frieden teil. Auch die Ostermärsche dieser Zeit nahmen an diesem Aufschwung teil.

Ostermärsche in der DDR

Schwerter zu Pflugscharen Symbol der unabhängigen DDR-Friedensbewegung

Ähnlich wie in Westdeutschland auch war es vor allem die evangelische Kirche in der DDR, die sich frühzeitig gegen die Militarisierung wandte. Aber während die Proteste gegen die Wiederbewaffnung Deutschlands und gegen die Atompolitik der Adenauer-Regierung in der Bundesrepublik von Anfang an offen ausgetragen wurden (Kampagne "Kampf dem Atomtod" der Gewerkschaften und der SPD 1958, Ostermärsche ab 1960), sollte es in der DDR Jahrzehnte dauern, bis offener Protest möglich wurde.[10]

Ostermärsche im wiedervereinigten Deutschland

Erster gesamtdeutscher Ostermarsch am ehemaligen Grenzübergang Heinrich-Heine-Straße in Berlin, 1990
Klaus der Geiger auf dem Ostermarsch 2006 in Düsseldorf
Ostermarsch München 2006
Ostermarsch München 2006

Seit dem Ende des Kalten Krieges zwischen Ost und West veränderte sich die Arbeit der Friedensbewegung grundlegend. In dieser Zeit bis zur Gegenwart wurden auf den Ostermärschen die jeweiligen Themenschwerpunkte und Forderungen der Friedensbewegung vorgetragen und die geplanten Aktivitäten bekannt gemacht. Die Nuklearkatastrophe von Fukushima sorgte 2011 für neuen Zulauf bei den Ostermärschen. Im selben Jahr gedachte man auch des 25. Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl.

Die Ostermärsche werden von Friedensgruppen auf regionaler und lokaler Ebene organisiert und durchgeführt. Daher variieren die Themenschwerpunkte der Aufrufe und Reden von Stadt zu Stadt.

Langjähriger Sprecher des früheren bundesweiten Ostermarschbüros in Frankfurt am Main war Willi van Ooyen.[11] In den letzten Jahren fungiert das Netzwerk Friedenskooperative in Bonn als Koordinierungsstelle.[12]

Auch 2018, 60. Jahre nach dem ersten Ostermarsch 1958 in England, ist die Vision einer atomwaffenfreien Welt vielen Menschen ein sehr wichtiges Anliegen. Daher forderten so viele Aktivisten den Abzug der US-Atomwaffen aus Büchel und den Beitritt Deutschlands zum „UN-Atomwaffenverbotsvertrag“.[13]

Weitere Themenschwerpunkte 2018 waren die zunehmende Aufrüstung Deutschlands, die Bedrohung durch Atomwaffen, deutsche Rüstungsexporte, die Konflikte im Nahen Osten, insbesondere in Syrien, sowie eine neue Entspannungspolitik mit Russland.[14]

2019 fand in rund 100 Städten über Ostern Ostermärsche statt. Zentrale Forderungen waren Abrüstung, eine atomwaffenfreie Welt und der Stopp deutscher Rüstungsexporte. Auch dieses Jahr kamen neue Ostermärsche hinzu, und die Zahl der Teilnehmenden stieg erneut an.[15]

Eugen Drewermann auf dem Berliner Ostermarsch 2018, Turmstraße

Literatur

  • Holger Nehring: Die Friedensbewegung. Aschendorff, 2008, ISBN 978-3-402-00436-4
  • Klaus Vack: Das andere Deutschland nach 1945 – als Pazifist, Sozialist und radikaler Demokrat in der Bundesrepublik Deutschland. Politisch-biographische Skizzen und Beiträge, herausgegeben von Wolf-Dieter Narr, Roland Roth, Martin Singe und Dirk Vogelskamp, Komitee für Grundrechte und Demokratie, Köln 2005, ISBN 978-3-88906-116-4.
  • Andreas Buro: Die Entstehung der Ostermarschbewegung als Beispiel für die Entfaltung von Massenlernprozessen. In: Friedensanalysen für Theorie und Praxis. Band 4, Frankfurt am Main 1977
  • Claus Clausen: Ohne-mich, Atomtod, Ostermarsch. Kampf der Friedensbewegung für Frieden und Demokratie von 1945-70. Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegner, Köln 1977
  • Karl A. Otto: Vom Ostermarsch zur APO. Geschichte der außerparlamentarischen Opposition in der Bundesrepublik 1960–1970. Frankfurt am Main/New York 1979
  • Christoph Butterwegge, Joachim Dressel (Hrsg.): 30 Jahre Ostermarsch: Ein Beitrag zur politischen Kultur der Bundesrepublik Deutschland und ein Stück Bremer Stadtgeschichte. Steintor, Bremen 1990
  • Markus Gunkel: Unser Nein zur Bombe ist ein Ja zur Demokratie. Ostermarsch Nord 1960–1969. Köln 1995, ISBN 3-926922-29-X
  • Reinhard Aehnelt / Winfried Schwamborn: Wege zum Frieden. Die Ostermärsche. Weltkreis-Verlag, Dortmund 1982
  • Jan Wienecke / Fritz Krause: Unser Marsch ist eine gute Sache. Ostermärsche damals – heute. Verlag Marxististische Blätter, Frankfurt / M. 1982
  • Ostermärsche 1966.Deutsches Institut für Zeitgeschichte, Berlin 1966
  • Robert Jenke: Ostermarsch. Nachbetrachtungen.Reaktion auf eine Broschüre. Brückenbauer, Köln-Riehl 1964
  • Robert Jenke: Ostermarsch. Brückenbauer, Köln-Riehl 1964
  • Internationale Ostermärsche der Atomkriegsgegner. Deutsches Institut für Zeitgeschichte, Berlin 1963

Weblinks

Wiktionary: Ostermarsch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Ostermarsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. The Guardian: Aldermaston marches and the Cuban missile Crisis (englisch), abgerufen am 31. Juli 2019
  2. a b Klaus Vack: Das andere Deutschland nach 1945, S. 63–64
  3. NDR TV: Drei Tage unterwegs: Die ersten Ostermärsche, abgerufen am 31. Juli 2019
  4. Konrad Adenauer: Erinnerungen 1955-1959. Stuttgart 1967, S. 296.
  5. Axel Schildt: Bürgermacht gegen die Bombe. einestages.spiegel auf spiegel.de. 16. April 2008. Abgerufen am 7. April 2010.
  6. OBITUARIES FROM FRIENDS AND REPORTERS OF IRA SANDPERL
  7. Andreas Buro: Die Entstehung der Ostermarschbewegung als Beispiel für die Entfaltung von Massenlernprozessen. In: Friedensanalysen für Theorie und Praxis, Bd. 4, Frankfurt am Main 1977, S. 60 f.
  8. „Christel Beilmann (geb. 1921) kam aus der links-katholischen Bewegung, war SPD-Mitglied, Pazifistin und ethische Sozialistin.“ (Egon Becker: Das Sozialistische Büro – Ein unvollendetes Projekt? In: Barbara Klaus, Jürgen Feldhoff (Hrsg.): Politische Autonomie und wissenschaftliche Reflexion. Beiträge zum Lebenswerk von Arno Klönne. PapyRossa Verlag, Köln, 2017, ISBN 978-3-89438-644-3, S. 165). Spuren der von 1921–2005 lebenden Beilmann lassen sich im Internet einige finden, aber eine zusammenhängende biografische Würdigung scheint nicht zu existieren. Als autobiografisches Buch von ihr ist erschienen: Christel Beilmann: Eine katholische Jugend in Gottes und dem Dritten Reich. Briefe, Berichte, Gedrucktes 1930–1945, Kommentare 1988/89, Hammer, Wuppertal, 1989, ISBN 3-87294-398-7. Christel Beilmanns Nachlass befindet sich im Archiv der sozialen Demokratie. Dort heißt es über sie: „1933–1945 katholische Jugendarbeit in Bochum; 1946–1951 erste Diözesanführerin der katholischen Frauenjugend im Erzbistum Paderborn; Mitherausgeberin und Redakteurin der ‚Werkhefte für Probleme der Gesellschaft und des Katholizismus‘; Mitbegründerin des ‚Bundes der katholischen Jugend‘ (1947). In der Friedensbewegung engagiert; Auseinandersetzung mit der Rolle der Frauen in Kirche und Theologie.“
  9. a b apo press. Informationsdienst für die Außerparlamentarische Opposition in Köln. 2. Jg., Nr. 7, 1. August 1970.
  10. mdr: Friedensbewegung in der DDR, abgerufen am 31. Juli 2019
  11. Frankfurter Neue Presse Linken-Politiker van Ooyen legt sein Abgeordnetenmandat nieder, abgerufen am 31. März 2018
  12. Themen der Ostermärsche, abgerufen am 31. Juli 2019
  13. Philipp Ingenleuf: Bilanz Ostermärsche 2018, abgerufen am 31. Juli 2019
  14. Hintergrund zu den Ostermärchen 2018 vom Netzwerk Friedenskooperative, abgerufen am 31. Juli 2019
  15. mdr tv: Ostermärsche vermelden höhere Teilnehmerzahlen, abgerufen am 31. Juli 2019