Ostheim (Malsfeld)

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Ostheim
Gemeinde Malsfeld
Koordinaten: 51° 4′ 45″ N, 9° 28′ 51″ O
Höhe: 277 (269–304) m
Einwohner: 409 (31. Dez. 2012)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 34323
Vorwahl: 05661
Karte
Ostheim von oben
Die evangelische Kirche. Im Vordergrund die von innen hohle Tanzlinde.

Ostheim ist ein Ortsteil der Gemeinde Malsfeld im Schwalm-Eder-Kreis in Nordhessen.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ostheim liegt etwa 4,5 km südwestlich des Malsfelder Kernorts am Schwalm-Zufluss Rhünda. Nördlich des Dorfes liegt die Ostheimer Senke, durch welche die Rhünda abfließt. Im Südosten der Gemarkung Ostheim befindet sich der 392 m hohe Hügelskopf. Südsüdwestlich liegt der Goldbergsee, ein ehemaliger Braunkohletagebau und heutiges Naturschutzgebiet. Durch das Dorf führt die Landesstraßen 3428, die westlich der Ortschaft auf die nördlich vorbeiführende L 3224 trifft. Östlich vorbei führt die Bundesautobahn 7.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname geht auf die östliche Lage bezüglich der Hohenburg (Homberg) zurück. Die Endung -heim lässt auf eine Gründung des Dorfes durch die Franken schließen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Dorf in einer Urkunde aus den Jahren zwischen 1145 und 1159. 1376 gehörte Ostheim zum Amt Homberg, 1542 wurde es dem Amt Melsungen zugeteilt. Der Name des Ortes hat sich im Laufe der Zeit nie geändert, er taucht jedoch gelegentlich in anderer Schreibweise auf ,z. B. "Osthem". Im Zweiten Weltkrieg stürzte in der Nähe des Geschellenberges ein Flugzeug der Alliierten ab. Der Pilot kam hierbei ums Leben.

Am 1. Januar 1974 wurde der bis dahin selbständige im Landkreis Melsungen gelegene Ort Ostheim in die Gemeinde Malsfeld eingegliedert.[2]

Im Jahre 2012 wurde das 850-jährige Bestehen des Dorfes gefeiert. Die Feierlichkeiten wurden um drei Jahre verschoben, da sich Ostheim im Jahre 2009 noch im Dorferneuerungsprogramm befand.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung von Ostheim

Die Ostheimer Einwohner wurden in der Vergangenheit als Kohlkippen bezeichnet. Der Ursprung dieser Bezeichnung ist unbekannt.

Bevölkerungsentwicklung[3]

  • 1510: 13 wehrh. Männer
  • 1585: 42 Haushaltungen
  • 1747: 47 Haushaltungen
  • 1834: 317 Einwohner
  • 1840: 374 Einwohner
  • 1846: 371 Einwohner
  • 1852: 354 Einwohner
  • 1858: 322 Einwohner
  • 1864: 329 Einwohner
  • 1871: 323 Einwohner
  • 1875: 329 Einwohner
  • 1885: 321 Einwohner
  • 1895: 302 Einwohner
  • 1905: 455 Einwohner
  • 1910: 443 Einwohner
  • 1925: 430 Einwohner
  • 1939: 451 Einwohner
  • 1946: 715 Einwohner
  • 1950: 643 Einwohner
  • 1956: 585 Einwohner
  • 1961: 528 Einwohner
  • 1967: 479 Einwohner
  • 1970: 462 Einwohner

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im nahegelegenen interkommunalen Gewerbegebiet wurden 350 Arbeitsplätze geschaffen. In früherer Zeit arbeiteten die Einwohner zum Teil in den nahegelegenen Basaltsteinbrüchen. Bis Anfang der 1990er Jahre wurde Braunkohle im Tagebau abgebaut.

Kirchengemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirchengemeinde Ostheim gehört seit 1585 zum Kirchspiel Sipperhausen.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ostheim (Malsfeld) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ostheim im Internetauftritt der Gemeinde Malsfeld
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 405.
  3. a b „Ostheim, Schwalm-Eder-Kreis“. Historisches Ortslexikon für Hessen (Stand: 29. Juli 2015). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 8. August 2015.