Ostmitteldeutsche Dialekte

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Die ostmitteldeutschen Dialekte werden vorwiegend in den östlichen Bundesländern der heutigen Bundesrepublik Deutschland gesprochen. Mehr als 70 % der dortigen Einwohner leben in Gebieten, in denen Dialekte der ostmitteldeutschen Sprache beheimatet sind.

Dialektgruppen des Ostmitteldeutschen[Bearbeiten]

Als Folge des Zweiten Weltkriegs und der Vertreibung des größten Teils der jeweiligen Dialekt-Sprecher sind die nachfolgenden ostmitteldeutschen Dialekte beginnend ab 1945 fast untergegangen. In Polen und Tschechien werden sie heute nur noch selten gesprochen. Laut polnischer Volkszählung 2002 gebrauchen noch etwa 200.000 Personen in Polen deutsche Dialekte.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Als Folge der Vertreibung sind viele der ostmitteldeutschen Dialekte, die bis 1945 in Schlesien, Ostpreußen, Böhmen und Mähren existierten, im Stammgebiet untergegangen bzw. mit den Vertriebenen in der DDR und Bundesrepublik vom Aussterben bedroht.

Wortschatz[Bearbeiten]

Der Wortschatz der ostmitteldeutschen Dialekte wird erfasst und beschrieben im Brandenburg-Berlinischen Wörterbuch (berlin-brandenburgische und lausitzische Dialekte), im Thüringischen Wörterbuch (thüringische Dialekte), im Wörterbuch der obersächsischen Mundarten (obersächsische Dialekte), im Schlesischen Wörterbuch (schlesische Dialekte), im Sudetendeutschen Wörterbuch (ostmitteldeutsche Dialekte aus Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien) und im Preußischen Wörterbuch (hochpreußische Dialekte).

Beispiele für die Mundart[Bearbeiten]

  • Feumel ist ein Holzkegel aus gespaltenem Brennholz.
  • Porstube ist ein Raum in einem Nebengebäude des Bauernhofes.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]