Ostmitteldeutsche Dialekte

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Mitteldeutsche Mundarten
    Ehemaliges mitteldeutsches Sprachgebiet -
seit 1945/50 praktisch nicht mehr existent
27 = Lausitzisch-Schlesisch
28 = Hochpreußisch

Die ostmitteldeutschen Dialekte werden ganz überwiegend im Süden der östlichen Bundesländer gesprochen, die auch häufig unter dem Begriff Mitteldeutschland zusammengefasst werden, also in erster Linie in Thüringen, Sachsen sowie dem südlichen Sachsen-Anhalt. Hinzu kommen Grenzlandschaften in Bayern, Hessen, Niedersachsen und Brandenburg.

Insbesondere durch die Nachkriegsvertreibungen gelangten viele Sprecher ostmitteldeutscher Dialekte aus Schlesien, Ostpreußen, Böhmen und Mähren in andere Gebiete und wurden dort assimiliert. Besonders um Oppeln existiert aber weiterhin eine Schlesisch sprechende deutsche Minderheit in Polen.

Das Ostfränkische bildet einen Übergang zu den oberdeutschen Dialekten und wird meistens auch dort eingeordnet.

Dialektgruppen des Ostmitteldeutschen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

thüringisch-obersächsische Dialektgruppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lausitzisch-Südmärkisch in Berlin und südlich davon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlesisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Folge des Zweiten Weltkriegs und der Vertreibung des größten Teils der jeweiligen Dialekt-Sprecher sind die nachfolgenden ostmitteldeutschen Dialekte beginnend ab 1945 fast untergegangen. In Polen und Tschechien werden sie heute nur noch selten gesprochen. Laut polnischer Volkszählung 2002 gebrauchen noch etwa 200.000 Personen in Polen deutsche Dialekte.

Wortschatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wortschatz der ostmitteldeutschen Dialekte wird erfasst und beschrieben im Brandenburg-Berlinischen Wörterbuch (berlin-brandenburgische und lausitzische Dialekte), im Thüringischen Wörterbuch (thüringische Dialekte), im Wörterbuch der obersächsischen Mundarten (obersächsische Dialekte), im Schlesischen Wörterbuch (schlesische Dialekte), im Sudetendeutschen Wörterbuch (ostmitteldeutsche Dialekte aus Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien) und im Preußischen Wörterbuch (hochpreußische Dialekte).

Beispiele für die Mundart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Feumel ist ein Holzkegel aus gespaltenem Brennholz.
  • Porstube ist ein Raum in einem Nebengebäude des Bauernhofes.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Ostmitteldeutsch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen