Ostrach (Iller)

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Ostrach
Die Ostrach bei Hinterstein

Die Ostrach bei Hinterstein

Daten
Gewässerkennzahl DE: 1144
Lage Landkreis Oberallgäu
Flusssystem Donau
Abfluss über Iller → Donau → Schwarzes Meer
Ursprung Vereinigung von Obertalbach und Bärgündlebach beim Giebelhaus südlich Hinterstein
47° 25′ 15″ N, 10° 24′ 47″ O
Quellhöhe ca. 1060 m
Mündung nördlich von Sonthofen in die IllerKoordinaten: 47° 31′ 57″ N, 10° 15′ 43″ O
47° 31′ 57″ N, 10° 15′ 43″ O
Mündungshöhe ca. 730 m
Höhenunterschied ca. 330 m
Sohlgefälle ca. 15 ‰
Länge 21,8 km
Abfluss am Pegel Reckenberg[1]
AEo: 127 km²
Lage: 6 km oberhalb der Mündung
NNQ (24.10.1962)
MNQ 1933–2006
MQ 1933–2006
Mq 1933–2006
MHQ 1933–2006
HHQ (21.05.1999)
640 l/s
1,81 m³/s
7,95 m³/s
62,6 l/(s km²)
80,6 m³/s
238 m³/s
Linke Nebenflüsse Tosenbach, Eckbach, Schützenbach, Bsonderach, Nägelsbach, Wührbach, Löwenbach
Rechte Nebenflüsse Saübach, Erzbach, Taufersbach, Vogelbach, Willersbach, Illesbach, Gemsbach, Ellesbach, Hirschbach, Zillenbach, Reckenberger Bach, Schelmenbach, Mühlbach (2 mal), Berghofener Bach, Starzlach

Die Ostrach ist ein etwa 20 Kilometer langer Zufluss der Iller in Bayern in den Allgäuer Alpen.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie entsteht im Regierungsbezirk Schwaben im Landkreis Oberallgäu beim Giebelhaus, sieben Kilometer südlich von Hinterstein, aus der Vereinigung von Obertalbach und Bärgündlebach. Kurz hintereinander durchfließt sie zwei Klammen, die Eisenbreche und die Aueleswände, bevor sie Hinterstein erreicht. Oberhalb von Bruck mündet die Bsonderach, die das Retterschwanger Tal entwässert. Bei Bad Oberdorf treibt sie seit mehr als 500 Jahren die Wasserräder der alten Hammerschmieden an, in denen im Mittelalter Tausende von Spießen und Hellebarden unter anderem für die Heere Kaiser Maximilians geschmiedet wurden. Sie durchfließt das Gemeindegebiet von Bad Hindelang im nach ihr benannten Ostrachtal. Direkt nördlich von Sonthofen, kurz nach Einmündung der Starzlach, mündet sie in die Iller.

Bergrutsch Hinterstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. Mai 1966 rutschten Teile des Osthangs des Breitenbergs auf einer Länge von 400 m ins Ostrachtal. Die Geröllmassen rutschten bis in das Bachbett der Ostrach und drohten dieses zu verschütten bzw. den Fluss aufzustauen. Mit Hilfe der örtlichen Baufirmen und Planierraupen der Bundeswehr wurden ein Stadel und die Guferbrücke abgerissen und für die Ostrach am folgenden Tag ein Ausweichbett planiert, um einen unkontrollierten Aufstau und Überschwemmungen zu verhindern.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch Donaugebiet 2006 Bayerisches Landesamt für Umwelt, S. 102, abgerufen am 4. Oktober 2017, Auf: bestellen.bayern.de (PDF, deutsch, 24,2 MB).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ostrach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien