Ostrockmuseum Kröpelin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ostrockmuseum Kröpelin
Logo des Ostrockmuseums Kröpelin
Kröpelin, Gebäude Hauptstraße 5
Daten
Ort Kröpelin,
Hauptstraße 5 Welt-IconKoordinaten: 54° 4′ 18″ N, 11° 47′ 36″ O
Art Museum für Geschichte des Ostrock
Eröffnung 3. Juli 2015
Betreiber Stadt Kröpelin
Leitung Elke Peters
Website www.ostrockmuseum.de
ISIL DE-MUS-886413

Das Ostrockmuseum Kröpelin wurde am 3. Juli 2015 eröffnet. Es ist das erste und bislang (Stand 2015) einzige Museum in Deutschland, das sich ausschließlich mit der Geschichte des Ostrock als Teil der Unterhaltungsmusik der DDR und der ehemaligen Bruderländer in Osteuropa auseinandersetzt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Grundlage für das Museum ist der Fundus des Berliner Vereins „Sechzig-Vierzig“, der seit Jahren versuchte, seine Sammlung an einem festen Ort zu präsentieren.[1] Nach mehrjährigen Bemühungen[2][3] wurde am 26. April 2013 die Sammlung des Vereins an das Ostrockmuseum übergeben.[4]

Die Eröffnung fand anlässlich des 20. Dorfrock am 3. Juli 2015 statt.[5] Das Ausstellungskonzept entstand unter Beteiligung der Studiengänge Innenarchitektur sowie Kommunikationsdesign und Medien der Hochschule Wismar.[6][7][8]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinsam mit Stadtbibliothek und Stadtmuseum wird das Ostrockmuseum durch die Stadt Kröpelin verwaltet. Die Gestaltung und Betreuung der Sammlung obliegt einem dreiköpfigen Kuratorium, bestehend aus Reinhard Dankert, Rüdiger Kropp und Thomas Lehner.

Der Eintritt in das Ostrockmuseum berechtigt gleichzeitig zum Besuch des im gleichen Haus befindlichen Stadtmuseums.

Konzeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ostrockmuseum ist ein interaktives Erlebnismuseum und ermöglicht dem Besucher einen Einblick in Geschichte und Hintergründe des Ostrock. So erschließt sich die Geschichte des Ostrock bei einem Rundgang durch das Museum als Mischung aus Information, Medien und Erlebnis. Dazu gehören auch Veranstaltungen und Sendungen wie etwa Franks Beatkiste am 25. Oktober 2015, die in Zusammenarbeit mit dem Ostrockmuseum durchgeführt werden.[9][10][11]

Bedingt durch die Vielzahl vorhandener Objekte sowie die räumliche Begrenzung auf eine Etage wurde sich nicht für eine chronologische Darstellung der Geschichte des Ostrock entschieden. Stattdessen wird in jedem Raum ein thematischer Bereich dargestellt, in den dazu vorhandene Objekte und Informationen integriert werden.

Thematische Bereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thematische Bereiche des Museums sind:

  • Plattenladen
Mobiliar und Angebot eines typischen Plattenladens in der DDR werden gezeigt. Neben multimedialer Information gibt es die Möglichkeit, Langspielplatten aufzulegen und zu hören. Diverse Geräte für das Abspielen von Tonbändern und Langspielplatten werden ausgestellt. Das Wandbild zeigt eine typische Szene aus dem Alltag der DDR. Wenn begehrte Langspielplatten im Verkauf waren, bildeten sich vor den Geschäften lange Schlangen. Das Bild zeigt eine solche vor dem Laden in der Kröpeliner Straße 13 in Rostock Mitte der 1980er Jahre.
  • Auftrittssituation und Tonstudio
Im Bereich einer aufgebauten Bühne werden für den Ostrock typisches Instrumentarium und Bühnentechnik vorgestellt sowie Informationen zu Auftrittsbedingungen für Musiker in der DDR gegeben. In einem nachempfundenen Tonstudio wird der Weg der Musik aus dem Studio in den Rundfunk der DDR oder zum Plattenlabel Amiga inklusive der dafür in der DDR verwendeten Aufnahmetechnik aufgezeigt.
  • Kulturfunktionärsbüro
Die politische Einflussnahme im Bereich der Unterhaltungsmusik durch die von der SED eingesetzten Kulturfunktionäre in der DDR wird thematisiert.
  • Chronik

Wichtige Ereignisse in Bezug auf die Unterhaltungsmusik von 1945 bis zum Ende der DDR 1990 werden im internationalen Kontext von Politik und Kultur dargestellt.

  • Dorfrock

Es wird die Geschichte des seit 1996 veranstalteten Dorfrock in Schmadebeck erzählt, einer kleinen zu Kröpelin gehörenden Gemeinde, die mit diesem jährlich stattfindenden Festival die Tradition des Ostrock pflegt. Neben Utensilien der diversen beim Dorfrock aufgetretenen Bands wird eine multimediale Präsentation aller seit 1996 stattgefundenen Veranstaltungen gezeigt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ostrockmuseum Kröpelin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bald auch im Museum: Der Ost-Rock von Puhdys bis Karat. Hamburger Morgenpost. 30. August 2005. Abgerufen am 7. August 2015.
  2. Thomas Wendt: Ein Ost-Rock-Museum in Kröpelin?. www.schusterstadt.de. 8. Juni 2010. Abgerufen am 2. Juli 2011.
  3. Thomas Hoppe: Geschichte des Ostrock bekommt Heimstatt. Ostsee-Zeitung. 23. Dezember 2010.
  4. Fast jedes Stück weckt Erinnerungen – Ostrockmuseum in Kröpelin erhielt Sammlung von Berliner Verein.. Ostsee-Zeitung. 27. April 2013. Abgerufen am 2013-20-06.
  5. Christian Reder: Ich und der (Ost)Rock: Zur Eröffnung des Ostrock Museums in Kröpelin.. deutsche-mugge.de. 5. Juli 2015. Abgerufen am 20. August 2015.
  6. Silke Holtmann: Eröffnung: Ostrockmuseum in Kröpelin. (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)
  7. Thomas Hoppe: Die jungen Ostrock-Helden von Kröpelin. Ostsee-Zeitung. 4. Juli 2015. Abgerufen am 8. Juli 2015.
  8. Eva Firzlaff: Feature - Jäh, jäh, jäh: Das neue Ost-Rock-Museum in Kröpelin. WDR 5. 9. November 2015. (Memento vom 16. Dezember 2015 im Internet Archive)
  9. Franks Beatkiste – Jubiläumssendung Nr. 25 live am 25.10.2015.. ZMK + DJ ton-art. 21. Oktober 2015. Abgerufen am 26. November 2015.
  10. Sabine Hügelland: Ostrockmuseum wurde zur Radioanstalt. Ostsee-Zeitung. 26. Oktober 2015. Abgerufen am 17. November 2015.
  11. Mitteldeutscher Rundfunk: Damals war’s: Das erste Ostrockmuseum in Kröpelin. Sendungsbeitrag vom 4. Oktober 2015.