Ostrohe

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ostrohe
Ostrohe
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ostrohe hervorgehoben
Koordinaten: 54° 13′ N, 9° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Dithmarschen
Amt: Kirchspielslandgemeinde Heider Umland
Höhe: 6 m ü. NHN
Fläche: 6,67 km2
Einwohner: 949 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 142 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25746
Vorwahl: 0481
Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
Gemeindeschlüssel: 01 0 51 087
Adresse der Amtsverwaltung: Kirchspielsweg 6
25746 Heide
Webpräsenz: www.amt-heider-umland.de
Bürgermeister: Martin Nienhüser (NWB)
Lage der Gemeinde Ostrohe im Kreis Dithmarschen
Karte

Ostrohe ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eines der bestimmenden Landschaftselemente Ostrohes ist das degenerierte Niedermoor.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Ostrohe gehören die Ortsteile Grundhof und Kringelkrug.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn im Nordosten beginnend die Gemeinden Norderheistedt und Süderheistedt, die Stadt Heide und die Gemeinde Weddingstedt (alle im Kreis Dithmarschen).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Herkunft des Namens Ostrohe ist schwierig zu ermitteln. Die letzte Silbe „oh“ wird Wald bedeuten. Möglich ist auch, dass der letzte Teil von der germanischen Frühlingsgöttin Ostara herstammt. Urkundlich erstmals genannt wurde Ostrohe (damals „Ostro“) im Jahre 1447. Die Siedlung wird jedoch wesentlich älter sein. Zeugen aus vergangener Zeit sind der mächtige „Steenoben“ (Hünengrab) am Wege nach Weddingstedt sowie Funde zahlreicher steinerner Beile, Messer usw. am Voßberg, der am Alten Landweg nach Heide liegt.

Am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Weddingstedt aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch Ostrohe.[2]

Aus dem ehemaligen Bauerndorf Ostrohe ist im Laufe der Zeit eine Wohngemeinde geworden.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 12 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft U.D.O. seit der Kommunalwahl 2013 4 Sitze, die Wählergemeinschaft NWB hat 5, die CDU drei Sitze.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber ein rechts von einem grünen Eichenblatt, links von einer grünen Ähre begleiteter, unten einen beblätterten schwarzen Rohrkolben einschließender roter Sparren.“[3]

Der das Wappenbild von Ostrohe beherrschende rote Sparren repräsentiert die Gegenwart der Gemeinde. Durch die Stadtrandlage zu Heide ist Ostrohe zum bevorzugten Wohngebiet der in der nahen Kreisstadt arbeitenden Menschen geworden. Die Landwirtschaft, in der Vergangenheit Haupterwerbsquelle der Einwohner, ist demgegenüber in den Hintergrund getreten. Deshalb hat die Ähre, das Symbol des traditionellen Wirtschaftszweiges, im Wappen nur den Stellenwert eines Beizeichens neben dem, einem Hausdach ähnlichen und deshalb die Wohnfunktion vertretenden Sparren im Wappen erhalten. Das Eichenblatt vertritt das Naherholungsgebiet „Behnkeforst“. Außerdem bezeichnet die Schilfpflanze das nahe gelegene Ostroher/Süderholmer Moor.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1905 bis 1937 hatte der Ort einen Bahnanschluss mit der Kreisbahn Norderdithmarschen.

Im Ortsteil Kringelkrug wurde 1999 vom Kreis Dithmarschen eine neue kombinierte Rettungs- und Feuerwache gebaut, um die Eintreffzeiten des Rettungswagens im ländlichen Raum Norddithmarschens zu verringern.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ostrohe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2015 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867–1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 251.
  3. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein