Othegraven

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Othegraven ist der Name eines ursprünglich edelfreien Geschlechts aus dem heute deutsch-belgisch-niederländischen Grenzgebiet. Sieht man von den schon im 13. Jahrhundert auftretenden de Fossa und de Fossato ab, deren Zusammenhang mit den von Othegraven bislang nicht nachgewiesen ist, ist erster Namensträger Cloes von Ottegroeven, der 1375 urkundlich belegt ist.

Wappen derer von Othegraven-Streithagen

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In Weiß ein rotes Schlangenkreuz, auf dem Helm mit rot-weißen Decken ein Pfauenkopf.
  • In Weiß ein rotes Ankerkreuz, auf dem Helm sechs Pfauenfedern.
  • Allianzwappen von Othegraven-Streithagen: Quadriert, 1 und 4 das Stammwappen, 2 und 3 in Rot ein gelbes Kreuz, im rechten Obereck ein blauer Eisenhut. Zwei gekrönte Helme, 1 mit dem Pfauenhut, 2 mit Mannsrumpf, belegt mit dem Schildzeichen des 2. und 3. Feldes, auf dem Kopf ein blauer Eisenhut mit einer roten, gelben und blauen Feder.

Bekannte Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl Thomas von Othegraven
  • Karl Thomas von Othegraven (1769–1844), preußischer Generalleutnant, Ritter des Pour le Mérite mit Eichenlaub
  • Maria Barbara von Othegraven, letzte Äbtissin der gefürsteten Abtei Tirlemont
  • Friederich von Othegraven, Generalunternehmer des Festungsbaus des Fort Napoleon in Büderich, heute Fort Blücher, setzte dort 1808 Dampfmaschinen von Franz Dinnendahl zur Entwässerung ein[1]
  • Johann Karl Ludwig von Othegraven (1797–1860), Begründer und 1. Vorsitzender der Neusser Schützengilde von 1850 e. V.[2]
  • Albert von Othegraven (1798–1866), preußischer Generalmajor
  • Friedrich August von Othegraven (1802–1878), preußischer Generalleutnant
  • Heinrich von Othegraven (1821–1899), deutscher Theaterschauspieler, -regisseur und -intendant
  • Wilhelm von Othegraven (1842–1915), Großkaufmann zu Wesel, Präsident der Handelskammer ebdt. und Kreisdeputierter
  • August von Othegraven (1864–1946), Komponist, Musikpädagoge und Vorstand der Cäcilia Wolkenburg
  • Hugo Eugen Friedrich Maria von Othegraven (1873–1942), Maler und Afrikaforscher, erlangte Bekanntheit, als ein in seiner Wohnung in Berlin gehaltener Leopard 1932 das Portierskind zerfleischte und dessen Mutter schwer verletzte.[3] Sein Verteidiger war Max Alsberg.[4]
  • Maximilian von Othegraven (1888–1968), Eigentümer des nach ihm benannten Weingutes von Othegraven an der Saar bei Kanzem, das 2010 in den Besitz von Günther Jauch übergegangen ist, und Namensgeber des Weines „Maximilian von Othegraven“, jetzt „Maximus“
  • Elsa von Othegraven (1889–1948), Ehefrau von Hans Jauch und Großmutter von Günther Jauch
  • Gerda Johanna Heike von Othegraven (* 1945), Künstlerin [5]

Literarische Figuren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Macco: Aachener Wappen und Genealogien. Band 2, Aachen 1907.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beiträge zur Geschichte von Stadt und Stift Essen. Bände 30–32, 1909, S. 294f.
  2. Stadt-Kurier zum Sonntag vom 21. Juli 1990, S. 8
  3. Die Leopraden Affäre, BZ-Berlin 1. Januar 1932
  4. Curt Riess, Der Mann in der schwarzen Robe. Das Leben des Strafverteidigers Max Alsberg, 1965, schildert den Prozess, zu dem Alsberg das Fell des Leoparden mitbrachte und plädierte, nicht Othegraven sei der Täter, sondern der Leopard Nannosh.
  5. Heike von Othegraven@1@2Vorlage:Toter Link/www.brikada.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. www.brikada.de