Othella Dallas

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Othella Dallas (* 26. September 1925 in Memphis (Tennessee) als Othella Strozier) ist eine amerikanische Jazzsängerin und Tänzerin, die vor allem in der Schweiz aktiv war.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dallas, deren Mutter als erste afroamerikanische Pianistin im Radio von St. Louis zu hören war, stammt aus einer musikalischen Familie; ihr Halbbruder ist Frank Strozier. W. C. Handy war ihr Babysitter. 1943 wurde sie bei einer Schulaufführung in St. Louis von Katherine Dunham entdeckt, die sie in ihre Tanzcompany nach New York holte. Als Solotänzerin der Dunham Company tourte Strozier bis nach Südamerika und Europa. Nach ihrer Eheschließung zog sie 1949 nach Frankreich. Dort begann sie ab 1952 als Sängerin aufzutreten, auch mit Grössen wie Sidney Bechet und Nat King Cole. Daneben gründete sie dort ebenso wie in den 1960er Jahren in Zürich eine Tanzschule, in der sie Margrit Läubli, Daniel Spoerri, Ruedi Walter und Margrit Rainer unterrichtete. Duke Ellington schrieb zwei Songs für sie; erste Aufnahmen der Sängerin entstanden 1967 mit dem Septett von Mac Strittmatter. Weitere Alben entstanden ab den 1980er Jahren. Zum siebzigsten Geburtstag trat sie drei Wochen lang im Basler Tabourettli auf, später tourte sie durch Russland. Ihre CD 2008 I Live the Life I Love (2008) verschaffte ihr Auftritte beim Festival da Jazz in St. Moritz ebenso wie im Zürcher Theater Rigiblick. Auch aktuell (2017) tritt sie noch auf.

Andres Brütsch drehte über sie den Dokumentarfilm Othella Dallas – What Is Luck?, der 2015 Premiere hatte.[1]

Diskographische Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eva Caflisch, Stefan Zurkinden: Die Othella Dallas Story: Eine Amerikanerin in Basel. Benteli Verlag, Bern 1981, ISBN 9783716503744.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. What Is Luck