Otherland (Hörspiel)

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Otherland ist ein Hörspiel, das von Walter Adler inszeniert und vom Hessischen Rundfunk (hr) in den Jahren 2004 und 2005 produziert wurde. Es wurde in vier Staffeln zu je sechs Stunden im Kulturprogramm hr2 und in You FM, dem jüngsten Radioprogramm des hr, gesendet. Der Hörverlag veröffentlichte das Werk in ebenfalls vier Teilen mit je sechs CDs mit insgesamt 1365 Minuten Laufzeit[1]. Als Vorlage diente der Romanzyklus Otherland von Tad Williams, wobei im Rahmen des Hörspiels einige der in der Romanvorlage sehr umfangreichen Handlungsstränge gekürzt oder teilweise sogar ganz fallen gelassen wurden[2].

Mit insgesamt 24 Stunden Länge und 220 Sprechern wurde Otherland als größte Hörspiel-Produktion der deutschen Radiogeschichte beworben.[3] Vom 19. Januar 2004 bis zum 9. September 2005 wurde das Hörspiel in den Studios des Hessischen Rundfunks in Frankfurt am Main produziert.

Die Handlung dreht sich hauptsächlich um ein gigantisches Computer-Netzwerk, in welchem verschiedene virtuelle Realitäten simuliert werden.

Das Hörspiel wurde mit zahlreichen Effekten realisiert. Für die verschiedenen Erzählstränge werden unterschiedliche Sprecher für die Rolle des Erzählers eingesetzt.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Otherland - das ist das virtuelle Universum, in dem Fantasy Realität wird. Felix Jongleur, der älteste Mann der Welt, und eine Gruppe von sehr reichen, sehr mächtigen Männern und Frauen hat das gigantische Netzwerk erschaffen. Ihr Ziel ist es, als digitalisierte Wesen in ihrer virtuellen Welt unsterblich zu werden. Zwei Generationen lang haben sie Milliardensummen in das Projekt investiert und verschiedene Simulationen gebaut, in denen sie ihre Fantasien ausleben können. Nun endlich, Ende des 21. Jahrhunderts, steht die Transformation in eine andere Seinsebene unmittelbar bevor.

Otherland ist die Erfüllung des größten Menschheitstraums überhaupt, aber es birgt zugleich ein gefährliches Geheimnis. Überall auf der Welt fallen Kinder in ein rätselhaftes Koma. Eine junge südafrikanische Computerspezialistin, ein Buschmann und eine kleine Gruppe Abenteurer dringen gemeinsam in das Netzwerk ein, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.

Sie irren durch Märchenwelten, die Eiszeit, erleben die Abenteuer von Odysseus und werden von Comicpiraten bedroht. Unfähig, wieder in ihre Körper in der realen Welt zurückzukehren, sind sie ständig bedroht von virtuellen Gefahren, die so real sind, dass sie töten können. Und die Zeit wird knapp.

Mitwirkende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie

Musik

Besetzung

  • Gudrun Eggert

Technik

  • André Bouchareb
  • Ursula Potyra
  • Helmuth Schick

Sprecher

Erzähler:

Hauptrollen:

Auszeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste zeichnete Otherland als Hörspiel des Monats Oktober 2004 aus. Ihre Begründung:

„Paul Jonas, der als Soldat im Ersten Weltkrieg flieht und eine Reise durch wundersame Welten beginnt; die südafrikanische Computerspezialistin Renie Sulaweyo, die mit Hilfe des Buschmanns !Xabbu ergründen will, warum ihr kleiner Bruder ins Koma fiel; der amerikanische Teenager Orlando Gardiner, der sich als Thargor der Barbar mit seinem Kumpan Pithlit durch virtuelle Spielwelten kämpft - das sind nur einige von unzähligen Figuren, Reisegruppen sozusagen durch das phantastische Universum, das Tad Williams’ Fantasy-Roman Otherland aufblättert. Weit über 3000 Seiten umfaßt die Tetralogie des Amerikaners, die Hörspielversion von Walter Adler hat 250 Sprecher, dauert 24 Stunden und gilt als größte Hörspielproduktion in der Geschichte der ARD. Allein diese Quantität ist schon bemerkenswert.“

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. der Hörverlag: Otherland, abgerufen am 19. Juli 2015
  2. Der Tagesspiegel [1], abgerufen am 19. Juli 2015
  3. hr2: Otherland 1-4, abgerufen am 29. Juni 2013