Otis Elevator Company

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Otis Elevator Company
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Rechtsform Corporation
Gründung 1853
Sitz Farmington, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Mitarbeiter 61.000[1]
Umsatz 12,4 Mrd. US-Dollar[1]
Branche Maschinenbau
Website www.otis.com
Stand: 2011 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2011
Otis-Aufzug von 1856 in Glasgow

Die Otis Elevator Company ist der weltweit größte Produzent für Aufzugsanlagen. Der weltweite Marktanteil wird mit etwa 28 Prozent beziffert, der weltweite Umsatz im Jahre 2005 mit rund 9,6 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen beschäftigte im Jahre 2003 weltweit etwa 60.000 Mitarbeiter, davon rund 2.650 in Deutschland, fast 600 in Österreich, circa 460 in der Schweiz und etwa 9.000 in den USA.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde im Jahre 1853 von Elisha Graves Otis in New York City gegründet, nachdem dieser eine sichernde Fangvorrichtung erfunden hatte.

Die deutsche Niederlassung Flohr-Otis entstand 1951 durch Übernahme der Firma Carl Flohr, Berlin-Borsigwalde.[2]

Seit dem Jahr 1975 gehört das Unternehmen dem Konzern United Technologies Corporation.

Otis hat unter anderem Aufzüge im Eiffelturm, CN Tower, Burj Khalifa und im Empire State Building installiert. Auch die Aufzüge im ehemaligen World Trade Center stammten von Otis.

Im Februar 2007 verhängte die EU-Wettbewerbskommission eine Rekordkartellstrafe von 224,93 Mio. Euro wegen der Mitwirkung im Aufzugs- und Fahrtreppenkartell, dem außer Otis auch Kone, Schindler und ThyssenKrupp angehörten. Geschädigte Firmen verklagen die Straftäter auch auf Schadenersatz.

Forschungs- und Entwicklungszentren befinden sich in den USA, Japan, China, Frankreich, Deutschland, Österreich und Spanien. Otis verfügt über Fertigungsstätten in Europa, Asien und Amerika und Niederlassungen in mehr als 200 Ländern.

2015 hat Otis das Unternehmen strategisch erweitert: Durch die Übernahme von zwei Unternehmen stieg Otis in den Brandschutzmarkt ein. Die Otis-Brandschutzsparte soll unter dem Namen Kidde aufgebaut werden und vertreibt unter anderem Feuerlöscher, Löschdecken, Löschwassertechnik und Fluchtwegbeleuchtungen; außerdem bietet sie Brandschutz-Schulungen an.[3]

Ehemals weltgrößter Aufzugstestturm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der OTIS Shibayama Test Tower war zum Zeitpunkt seiner Errichtung mit 154 Metern der höchste Testturm der Welt. Er hat 39 Stockwerke über und sechs Stockwerke unter dem Erdboden. Ein Anbau hat weitere drei überirdische Stockwerke. Die komplette Gebäudefläche beträgt 12.793 Quadratmeter. Im Turm befinden sich elf Aufzugsschächte für die Entwicklung zukünftiger Aufzüge, wie beispielsweise des doppelstöckigen Aufzugs und des seillosen linearen Aufzugs.[4]

Otis Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Unternehmenszentrale für Deutschland befindet sich in der Otisstraße in Berlin-Tegel. Insgesamt wurde 2008 mit 2650 Mitarbeitern ein Umsatz von 502 Millionen Euro erwirtschaftet.

Otis Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die österreichische Aufzugsfirma Anton Freissler bestand seit 1868, also rund hundert Jahre eigenständig, 1969 wurde Otis Mehrheitseigentümer. Als Otis-Tochter wurde in den 1970er-Jahren, der Konzernphilosophie folgend, Freissler in Freissler-Otis umbenannt. Im Jahr 1991 erfolgte die Umbenennung in „Otis Austria“ GmbH.

Die Zentrale von „Otis Österreich“ befindet sich in Wien und beschäftigte im Jahre 2009 550 Mitarbeiter, mit denen das Tochterunternehmen einen Umsatz von 120 Millionen Euro erwirtschaftete. In Österreich werden 30.000 Aufzugsanlagen betrieben.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Otis Elevator Company – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b About Otis
  2. AUSLANDSKREDIT. Rein geschäftliches Interesse. In: Der Spiegel. Nr. 25, 1951 (online).
  3. Sebastian Pfeiffer: Otis steigt in den Brandschutzmarkt ein.
  4. Informationen zum OTIS Shibayama Test Tower (Memento vom 7. Januar 2011 im Internet Archive)
  5. Otis Österreich