Ottenheim (Weilerswist)

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Ottenheim
Gemeinde Weilerswist
Koordinaten: 50° 42′ 18″ N, 6° 48′ 59″ O
Höhe: 150 m ü. NHN
Postleitzahl: 53919
Vorwahl: 02251

Ottenheim ist ein Ortsteil der Gemeinde Weilerswist im Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen und bildet gemeinsam mit Hausweiler, Derkum und Schneppenheim die statistische Ortschaft Hausweiler-Derkum mit 1.703 Einwohnern.[1]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt am südlichen Ende des Gemeindegebietes an der Landesstraße 194 (ehemals B 51) zwischen Weilerswist und Euskirchen. Im Süden grenzt das Euskirchener Industriegebiet IPAS an den Ort und im Westen fließt die Erft. Nördlich liegt der Ortsteil Derkum.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ottenheim wird 856 erstmals urkundlich erwähnt. Die ersten bekannten Dorfherren waren um 1128 die Grafen von Limburg. Im Jahre 1430 gehörte der Ort zum Herzogtum Burgund. Nach der spanischen Zeit (1525–1712) wurde auch Ottenheim 1794 von französischen Truppen besetzt. Bei der Schaffung einer neuen Verwaltung 1798/1800 unter französischer Herrschaft gehörte Ottenheim zur Mairie Lommersum im Kanton Lechenich. Nach einer Zugehörigkeit zur Provinz Jülich-Kleve-Berg ab 1816 kam der Ort 1822 zur Rheinprovinz. 1886 entstand dann das Amt Weilerswist-Lommersum mit Ottenheim. Seit der Entstehung des Landes 1946 gehört das Dorf zu Nordrhein-Westfalen. Am 1. Juli 1969 wurde Ottenheim in die Gemeinde Weilerswist eingegliedert.[2]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haltepunkt Weilerswist-Derkum

In Ottenheim befindet sich der Haltepunkt „Weilerswist-Derkum“ an der Eifelstrecke von Köln über Euskirchen nach Trier. Der Ort ist durch ein Anruf-Sammeltaxi an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Buir-Bliesheimer Agrargenossenschaft betreibt im Ort einen großen landwirtschaftlichen Lagerkomplex.
  • Der größte Ortsverein sind die Sportfreunde Derkum-Hausweiler-Ottenheim e. V.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistische Daten der Gemeinde Weilerswist (Memento vom 23. Juni 2013 im Internet Archive), Einwohner inkl. Nebenwohnsitzen, Stand 2006
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 88.