Ottenschlag (Niederösterreich)

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Marktgemeinde
Ottenschlag
Wappen Österreichkarte
Wappen von Ottenschlag
Ottenschlag (Niederösterreich) (Österreich)
Ottenschlag (Niederösterreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Zwettl
Kfz-Kennzeichen: ZT
Fläche: 26,13 km²
Koordinaten: 48° 25′ N, 15° 13′ OKoordinaten: 48° 25′ 0″ N, 15° 13′ 0″ O
Höhe: 849 m ü. A.
Einwohner: 992 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 38 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3631
Vorwahl: 02872
Gemeindekennziffer: 3 25 18
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Oberer Markt 22
3631 Ottenschlag
Website: www.ottenschlag.com
Politik
Bürgermeisterin: Christa Jager (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
13
1
1
13 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Ottenschlag im Bezirk Zwettl
AllentsteigAltmelonArbesbachBad TraunsteinBärnkopfEchsenbachGöpfritz an der WildGrafenschlagGroß GerungsGroßgöttfritzGutenbrunnKirchschlagKottes-PurkLangschlagMartinsbergOttenschlag (Niederösterreich)PöllaRappottensteinSallingbergSchönbach (Niederösterreich)SchwarzenauSchweiggersWaldhausenZwettl-NiederösterreichLage der Gemeinde Ottenschlag (Niederösterreich) im Bezirk Zwettl (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Ottenschlag ist eine Marktgemeinde mit 992 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Zwettl in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ottenschlag liegt im Waldviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 26,15 Quadratkilometer. 57,31 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sallingberg
Bad Traunstein Nachbargemeinden Kottes-Purk
Martinsberg Kirchschlag

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine heute als gefälscht erkannte Urkunde aus dem Jahr 1096 könnte jedoch ein Körnchen Wahrheit enthalten. Der landesfürstliche Ministeriale Otto von Lautisdorf hat um 1100 Ottenschlag gegründet. (Sein Bruder Berthold legte um die gleiche Zeit Kleinpertholz an, das aus Hof und östlich angrenzender Zeile von 8 Bauern bestand). Dieser spätere Linsenanger-Markt entpuppt sich nach der Siedlungsanalyse als Hofanlage im Norden und einer Zeile von 11 Bauern im Süden. Im Gerichtsfeld und dem Kalkofenfeld sind die Hofackerstreifen von je 10-11 Joch nachvollziehbar. Erst die Entwicklung des 14. Jh. schuf eine erhebliche Erweiterung zur Linsenangerform und dann zum Markt.[2]

1596 war Ottenschlag Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen während der Bauernaufstände. In der Reformationszeit im 16. Jahrhundert wurde Ottenschlag ein Zentrum des Protestantismus. Während des Dreißigjährigen Krieges belagerten die Schweden das Schloss und zerstörten Ort und Kirche.

Insgesamt sechsmal wurde der Ort von Brandkatastrophen heimgesucht, zuletzt im Jahr 1911. Am 20. April 1945 wurde Ottenschlag von russischen Bombern bombardiert. Dabei wurden 56 Häuser getroffen.[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im von Blau und Silber gevierten Schild mit grünem Dreiberg im Schildfuß schräg gekreuzt zwei Hellebarden in verwechselten Farben mit der Schneide nach dem oberen Schildrand zeigend.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1102 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 1130 Einwohner, 1981 1202 und im Jahr 1971 1220 Einwohner.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BW

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.

  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP und 3 SPÖ. (19 Mitglieder)
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP, 3 SPÖ und 1 FPÖ.[4]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP und 4 SPÖ.[5]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP und 3 SPÖ.[6]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 ÖVP und 2 SPÖ.[7] (19 Mitglieder)
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 1 SPÖ und 1 FPÖ.[8]
Bürgermeister
  •  ?–? Paul Lenauer (ÖVP)
  • bis 2005 Alfred Huber (ÖVP)
  • 2005–2010 Roman Tiefenbacher (ÖVP)
  • seit 2010 Christa Jager (ÖVP)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Ottenschlag, davor ein Rosskastanienbaum als Naturdenkmal
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ottenschlag (Niederösterreich)

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 84, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 57. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 469. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 44,37 Prozent.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde
  • Rudolf Haas (1849–1927), österreichisch-deutscher Schauspieler, Operettensänger und Regisseur
  • Robert Schwinner (1878–1953), Geologe und Geophysiker
Personen mit Bezug zur Gemeinde
  • Karl Fichtinger (1923–1996), Obmann der Bezirksbauernkammer und Landtagsabgeordneter
Ehrenbürger der Gemeinde

Ehrenbürger sind die ehemaligen Bürgermeister Paul Lenauer und Alfred Huber, den Ehrenring des Ortes erhielten die Pfarrer Josef Reisenbichler, Willi Renner sen. (1936–2014, Kommandant der Feuerwehr und des Feuerwehrabschnittes Ottenschlag) sowie Bürgermeister a. D. Roman Tiefenbacher.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ottenschlag, Lower Austria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Univ. Doz. Dr. Hans Krawarik
  3. Geschichte. Webpräsenz der Marktgemeinde Ottenschlag, abgerufen am 3. Mai 2012.
  4. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Ottenschlag (Niederösterreich). Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 31. Dezember 2019.
  5. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Ottenschlag (Niederösterreich). Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 31. Dezember 2019.
  6. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Ottenschlag (Niederösterreich). Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 31. Dezember 2019.
  7. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Ottenschlag (Niederösterreich). Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 31. Dezember 2019.
  8. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Ottenschlag (Niederösterreich). Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 31. Dezember 2019.
  9. http://www.ottenschlag.com/2011/Veranstaltungen/Gemeinde/Verabschiedung-Teifenbacher.htm@1@2Vorlage:Toter Link/www.ottenschlag.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.