Otto-Dix-Haus (Gera)

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Otto-Dix-Haus am Mohrenplatz in Gera (2008)
Installation "für Otto" auf Schloss Osterstein von den Geraer Künstlern Sven Schmidt und Winfried Wunderlich

Das Otto-Dix-Haus in Gera ist das Geburtshaus des Malers Otto Dix, es steht am Mohrenplatz 4. Das denkmalgeschützte Haus wurde 1991, zum 100. Geburtstag von Otto Dix, ein Kunstmuseum, das auf zwei Etagen ausstellt.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Otto-Dix-Haus befindet sich in Gera-Untermhaus neben der Marienkirche am Mohrenplatz sowie in der Nähe des Hofwiesenparks (Gelände der Bundesgartenschau 2007) und des ehemaligen Schlosses Osterstein.

Baugeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der denkmalgeschützte Fachwerkbau wurde im 18. Jahrhundert errichtet. 1946 wurde das Hinterhaus für Wohnzwecke umgebaut. Im Vorfeld des 100. Geburtstages von Otto Dix, der am 2. Dezember 1891 im Haus geboren worden war, wurde das Gebäude von 1988 bis 1991 zum Museum umgebaut. Dazu wurde an der Westseite ein Anbau als Erschließungs- und Funktionstrakt neu errichtet.

Museale Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur ständigen Ausstellung des Museums gehören Zeichnungen, Ölgemälde sowie gedruckte Grafiken des Eigenbestandes. Neben Werken von Otto Dix, die ihren festen Platz haben, sind hier auch wechselnde Ausstellungen anderer Leihgaben zu sehen. Neben den Bildausstellungen befindet sich dort auch eine feste Ausstellungseinheit. Es sind die Räume, in denen damals Otto Dix gelebt hat. In Vitrinen kann man hauptsächlich Werke auf Papier betrachten.

Angebote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der eigentlichen Ausstellung stellte das Otto-Dix-Haus bis ins Jahr 2007 ausgebildete Museumspädagogen und Künstler, die Kinder und Jugendgruppen betreuten. In eingeteilten Altersgruppen wurden dort selber Werke erstellt. Die Gruppen nutzten die Ausstellungen als Motivhilfe oder Technikbeispiel.

Renovierung 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochwasser am Otto-Dix-Haus, 3. Juni 2013

Im Juni 2013 erreichte das Hochwasser der Weißen Elster das Erdgeschoss des Museums. Die Hochwasserschäden machten eine Sanierung des Gebäudes notwendig. Am 4. Januar 2016 wurde das Otto-Dix-Haus daher geschlossen, einige Exponate kamen in eine Interimsausstellung im Stadtmuseum. Die Renovierungsarbeiten sollen zum 125. Geburtstag Otto Dix' im Dezember 2016 abgeschlossen sein.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anja Löffler: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland – Kulturdenkmale in Thüringen (Band 3). Stadt Gera. Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Erfurt 2007, ISBN 978-3-937940-33-5.
  • Siegfried Mues/Klaus Brodale: Stadtführer Gera. Gondrom Verlag, Bindlach 1995, ISBN 3-8112-0821-7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Otto-Dix-Haus (Gera) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marcel Hilbert: Hochwasserschäden werden repariert: Otto-Dix-Haus in Gera seit 4. Januar geschlossen. Ostthüringer Zeitung, 5. Januar 2016, abgerufen am 5. Januar 2016.

Koordinaten: 50° 52′ 56″ N, 12° 3′ 51″ O