Otto Bamberger

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Otto Bamberger, 1928
Bamberger otto signature 24dec1913.png

Otto Bamberger (* 18. Mai 1885 in Mitwitz, Oberfranken;[1]20. September 1933 in Baden-Baden)[2][3][4] war ein deutscher Kaufmann und Unternehmer, Kunstsammler expressionistischer Werke, Förderer zeitgenössischer Künstler bzw. Kunstmäzen, Produktdesigner, „leidenschaftlicher Pazifist“[5] und Sozialdemokrat.[6][7] Er gilt als größter Auftraggeber und Förderer des Staatlichen Bauhauses in Weimar und Dessau.[8][9] Zeitgenossen galt er als unkonventionelle eigenwillige Persönlichkeit, die ihren individuellen Stil pflegte und innerhalb ihres Wirkungskreises gängige Konventionen gern außer Kraft setzte.[10] Er verstarb kurze Zeit nach der Entlassung aus nationalsozialistischerSchutzhaft“.[11][12]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Otto Bambergers Eltern: Sarah „Serry“ Bamberger (1862–1925), geborene Ullmann, und ihr Ehemann Philipp Bamberger (1858–1919), um 1916
Die Brüder Ludwig (1893–1964), Otto (1885–1933), Hugo (1887–1949) und Anton (1886–1950) Bamberger, um 1910

Seine Familie stammte aus dem oberfränkischen Mitwitz,[13] wo er im Haus Nr. 23 (heute: Kronacher Straße 10) geboren wurde.[14][11] Seine Familie war jüdischer Abstammung, jedoch säkular orientiert.

Otto Bamberger war der älteste Sohn des seit 1887 in Lichtenfels (Oberfranken) ansässigen Kaufmanns Philipp Bamberger (1858–1919) und dessen aus Feuchtwangen stammender Ehefrau Sarah „Serry“ Ullmann (1862–1925).[15] Er hatte vier jüngere Brüder, Anton (1886–1950),[16] Hugo (1887–1949),[17][18][19] Josef und Ludwig (1893–1964).[20] Nachdem sein Vater Philipp 61-jährig an einem Schlaganfall verstorben war, beging seine Mutter 62-jährig Suizid,[21] ein Umstand, der geheimgehalten wurde. In der Folge wurde das Unternehmen durch deren ältesten Sohn Otto und Philipps Bruder Fritz, Ottos Onkel, geführt.[22]

Otto Bamberger in Uniform mit Orden und seine Ehefrau Henriette „Jetta“ (1891–1978), geborene Wolff, um 1917

Am 24. Dezember 1913 heiratete der 28-jährige Otto Bamberger in Hall die Tochter des dort ansässigen Fabrikanten Beni Wolff (1857–1923), die 22-jährige Henriette „Jetta“ (* 14. Juli 1891 in Hall;[1] † 30. Oktober 1978 in Louisville, Kentucky, USA),[23] geborene Wolff.[24][25] Diese lernte er über ein Bekanntschaftsinserat kennen, das er in einem reichsweit verbreiteten Periodikum aufgegeben hatte. Die Kleinstadt Lichtenfels erschien ihm für die Suche nach einer Lebenspartnerin offenbar als zu überschaubar. Innerhalb seiner Familie stieß diese für die damalige Zeit unkonventionelle und als unseriös betrachtete Vorgehensweise teils auf Befremden;[10] Indiz dafür mag sein, dass beide Trauzeugen von der Familie Wolff gestellt wurden.[1][26][27]

Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor, Ruth (1914–1983) und Klaus Philipp Bamberger (1920–2008).[28] Letzterer charakterisierte seine Eltern retrospektiv als Agnostiker; Religion sei innerhalb der Familie nicht thematisiert worden.[29] Seine Schwester Ruth bestätigte dies in ihren eigenen Aufzeichnungen, erinnerte jedoch, dass sie von ihren Eltern stets auf jüdische Feiertage aufmerksam gemacht wurde und diese sich freuten, als sie während ihrer Internatszeit auf Juist anlässlich des Jom Kippur aus eigenem Antrieb eine Synagoge in Norden, auf dem benachbarten Festland, besuchte.[30]

Ruth, später verheiratete Löwenfeld, absolvierte nach ihrer Reifeprüfung eine Ausbildung als Erzieherin am Jüdischen Seminar für Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen (wie später Inge Deutschkron) in der Meinekestraße 22 in Berlin-Charlottenburg unter der Leitung der promovierten Lina Wolff (1897–1975).[31][32][33][34] Diese war eine jüngere Schwester von Ruths Mutter Henriette, ergo Ruths Tante. Während ihrer Ausbildung absolvierte Ruth ein Praktikum im Jüdischen Landschulheim des Hugo Rosenthal in Herrlingen.[35] Ruth schloss ihre Ausbildung 1936 ab und ging anschließend, damals noch ungewöhnlich, als Au-pair zu einer Familie der DuPont-Dynastie nach England. In Paris, wo ihr Onkel Leopold Wolff (* 1889) residierte, erhielt sie am 5. November 1938 ein US-Visum und emigrierte über Le Havre am 17. November 1938 mit der S.S. Manhattan in die Vereinigten Staaten, zunächst zu ihrem Onkel Anton Bamberger nach New York City. In Louisville im US-Bundesstaat Kentucky wurde ihr die Leitung des neu gegründeten Kindergartens der jüdischen Gemeinde übertragen. Später spezialisierte sich Ruth auf die erzieherische Betreuung geistig behinderter Kinder und geriet zu einer angesehenen Beraterin in diesem Fachgebiet.[28][36]

Ihr jüngerer Bruder Klaus änderte nach seiner Emigration über Frankreich in die USA seinen Vornamen zu „Claude“. Im US-Bundesstaat New Jersey gründete er nach dem Zweiten Weltkrieg ein Unternehmen, das international agiert und noch heute besteht.[37][38]

Familienunternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansicht des Unternehmens D. Bamberger in Lichtenfels (Oberfranken)
Versandfertige Fracht der Firma D. Bamberger auf dem Weg zum Bahnhof von Lichtenfels (Oberfranken), 1935

Das Familienunternehmen war von Otto Bambergers Großvater David Bamberger (1811–1890), einem Zuckerbäcker,[39][11] gegründet worden, der in erster Ehe mit der früh verstorbenen Regina (1817–1854), geborene Bärlein, und in zweiter Ehe mit Adelheid (1829–1892), geborene Grabfelder, verheiratet war.[40] Zu jener Zeit galt das Bayerische Judenedikt von 1813, das die Mobilität, die Berufswahl und die familiäre Entwicklung jüdischer Bürger stark einschränkte.

Nachdem am 22. April 1871 das bis dato preußische Gesetz betreffend die Gleichberechtigung der Konfessionen in bürgerlicher und staatsbürgerlicher Beziehung vom 3. Juli 1869 auf das gesamte Gebiet des am 18. Januar 1871 neu gegründeten Deutschen Reiches ausgedehnt und damit auch im Königreich Bayern eingeführt worden war, ergab sich aus der nun geltenden Gleichberechtigung eine deutlich größere Freizügigkeit jüdischer Bürger. Daher sandte der bereits über 60-jährige David Bamberger seine beiden noch minderjährigen Söhne Philipp (1858–1919) und Fritz (1862–1942) um 1875 nach Lichtenfels, um in der größeren und verkehrstechnisch besser erschlossenen Kleinstadt eine Niederlassung für die Herstellung und den Handel mit Körben aus Palmwedeln zu betreiben, die das Unternehmen eigens aus Kuba importierte.[41][42][43]

Als die Lichtenfelser Niederlassung aufgrund des örtlich gegebenen Anschlusses an die Eisenbahnstrecke florierte, schloss der mittlerweile 73-jährige David Bamberger seine Geschäftsräume in Mitwitz und übergab seinen beiden Söhnen Philipp und Fritz per 1. August 1884 die Geschäftsführung seines Unternehmens.[41] Er verließ Mitwitz als letzter dort lebender Bürger jüdischer Herkunft,[44][45][46] zog per 1. Juli 1887 nach Lichtenfels, verstarb drei Jahre später und wurde dort beigesetzt.[41][47][48]

In Lichtenfels wuchs die Firma zum größten Unternehmen der Kleinstadt und zu einem der größten europäischen Lieferanten von Rohmaterial für die Korb- und Rattanmöbel-Industrie heran.[10][13][42] Ein Historiker macht den Weltruf der Firma D. Bamberger geltend.[11][49] Gleichzeitig war sie ein Handelshaus, das um 1888 („Dreikaiserjahr“) mehr als 200 Mitarbeiter beschäftigte, davon etwa die Hälfte Heimarbeiter,[50] insbesondere aus der oberfränkischen Region. Einkäufer des Unternehmens, darunter Otto Bamberger selbst, waren auf allen Kontinenten auf der Suche nach Rohmaterialien und Produktideen.[51][52][13]

Das Unternehmen D. Bamberger war zur Zeit der Weimarer Republik ein bedeutender Zulieferer des Bauhauses. Darauf verweisen bis heute produzierte Bauhaus-Sitzmöbel nach Entwürfen von Marcel Breuer, Erich Dieckmann, Ludwig Mies van der Rohe oder nach Bauhaus-Entwürfen entstandene Thonet-Sitzmöbel mit geflochtenen Sitzflächen und Rückenlehnen. Auch für Bauhaus-Sitzmöbel und -Tische aus Rattan lieferte D. Bamberger das Rohmaterial und fertigte dafür in eigener Schreinerei die Tischplatten an.[53]

U. a. aus dem Jahr 1927 ist dokumentiert, dass die Firma D. Bamberger Lichtenfels für die Staatliche Hochschule für Handwerk und Baukunst zu Weimar Expertisen erstellt hat, in denen es beispielsweise um die Analyse geflochtener Sitzmöbel aus Italien und deren Vergleich mit thüringischen Flechtsitzmöbeln ging.[54] Das Unternehmen führte Otto Bamberger zu dieser Zeit mit seinen Geschäftspartnern, seinem jüngsten Bruder Ludwig und Alfred (1890–1956), dem Sohn seines Onkels Fritz.[10]

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1910 wurde der zu dieser Zeit etwa 25-jährige Otto Bamberger Geschäftsführer des Familienunternehmens D. Bamberger Palmkorb- und Möbelklopfer-Fabrik,[55] dessen Inhaber zu dieser Zeit sein Vater Philipp und dessen Bruder Fritz, Ottos Onkel, waren.[56][57] Zuvor hatte er im Unternehmen gelernt und bei verschiedenen Kundenfirmen in England, Frankreich und Italien gearbeitet, wo er auch die jeweiligen Landessprachen erlernen musste.[14][10]

Villa „Sonnenhaus“ in Lichtenfels, Kronacher Straße 19, um 1915
Exlibris des Otto Bamberger
Otto Bambergers Leserbrief vom 24. Juni 1919, seine SPD-Mitgliedschaft betreffend

Im Jahr 1914, als sein erstes Kind Ruth geboren wurde, ließ sich Otto Bamberger durch den von Hildburghausen aus wirkenden Architekten August Berger eine Villa inklusive Raumausstattung errichten,[58][11][59] die seit 1994 unter Denkmalschutz steht.[13] In dieser, zeitgenössisch als „Sonnenhaus“ bezeichnet,[60][61][62][63][64][65] verkehrten anlässlich regelmäßig stattfindender literarischer Abende Schriftsteller und Grafiker wie Alfred Kubin, Bildhauer wie Maria Lerch, Kunstmaler wie Reinhold Nägele, das Ehepaar Meisenbach vom gleichnamigen Verlagshaus aus Bamberg und Kunsthistoriker wie Justus und Senta Bier (1900–1978), geborene Dietzel.[25][13][10][66][67]

Otto Bamberger, der sich für moderne Kunst, Literatur, Philosophie, Politik, Architektur und Innenarchitektur sowie Auslandsreisen interessierte,[68] unterstützte teils unbekannte und mittellose Künstler, indem er von diesen Werke erwarb, die zur damaligen Zeit noch keinen nennenswerten Marktwert hatten.[69] Mit den gefälligsten dieser Werke dekorierte er die zahlreichen Räume des „Sonnenhauses“. Der weitaus größte Teil der Kunstsammlung wurde ab September 1927 in seiner Bibliothek hinter zu diesem Zweck eigens gefertigten breiten Holzschiebetüren aufbewahrt.[70] Heute sind die Kunstwerke der Sammlung des Otto Bamberger sehr begehrt, die Künstler zumeist international bekannt.

Als Sammler und Mäzen zeitgenössischer expressionistischer Kunst am Blauen Reiter beteiligter Künstler erwarb Otto Bamberger während der 1910er und 1920er Jahre eine umfangreiche Sammlung hunderter Grafiken, Gemälde, Zeichnungen, Lithografien, Holzschnitte, Skulpturen und anderer Kunstgegenstände, beispielsweise von Ernst Barlach, Max Beckmann, Marc Chagall, Lovis Corinth, Otto Dix, Max Feldbauer, George Grosz, Otto Herbig, Wassily Kandinsky, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Oskar Kokoschka, Käthe Kollwitz, Alfred Kubin, Wilhelm Lehmbruck, Max Liebermann, Franz Marc, Paula Modersohn-Becker, Emil Nolde, Pablo Picasso und Leo Putz.[71][25][13][72][11][73] Von Max Obermayer (1866–1948) ließ er 1918 ein Ölgemälde anfertigen, das seine vierjährige Tochter Ruth porträtiert.[74] Außerdem erwarb er Skulpturen von Maria Lerch, darunter auch christliche wie Maria mit dem Jesuskind.

Ebenso wie seine drei jüngeren Brüder nahm er am Ersten Weltkrieg teil, wurde am 14. Februar 1915 zunächst dem Ersatzbataillon des Königlich Bayerischen 5. Infanterie-Regiments „Großherzog Ernst Ludwig von Hessen“ zugeteilt, im Dezember 1916 zum Obergefreiten befördert, als Offizier der Reserve unterrichtet, zum Königlich Bayerischen 18. Infanterie-Regiment „Prinz Ludwig Ferdinand“ in Landau beordert, kam nach Russland an die Front und war dort von Juli bis Oktober 1918 dem Königlich Bayerischen 1. Infanterie-Regiment „König“ zugeteilt, mit dem er in Kämpfe zur Unterstützung der Ukraine verwickelt war.[75][76][77]

Im Jahr 1919 sah sich Otto Bamberger dazu genötigt, seine SPD-Mitgliedschaft[6] zu rechtfertigen, nachdem er deshalb heftiger Kritik von Links und Rechts ausgesetzt war. Einerseits wurde ihm eine arbeiterfreundliche Haltung vorgeworfen; er sei für gestiegene Löhne in der Korbindustrie verantwortlich. Andererseits sei bei einem Unternehmer eine sozialdemokratische Haltung nur vorgespielt. Er verfasste daher einen längeren Leserbrief, der im Lichtenfelser Tagblatt abgedruckt wurde. In diesem legte er dar, dass er lediglich Teilhaber eines Unternehmens (oHG) sei und daher mit seiner privaten politischen Überzeugung nicht für die Geschäftspolitik des ganzen Unternehmens stehe.[78] Seine Tätigkeit als Unternehmer gehe nicht zu Lasten seiner privaten politischen Entscheidungsfreiheit. Zwischen sozialdemokratischen Überzeugungen und einer unternehmerischen Tätigkeit gebe es nicht zwangsläufig einen Widerspruch.[79][80]

Seinem Bruder Anton, der 1919 heiratete, schenkte Otto Bamberger aus diesem Anlass ein Ölgemälde von Leo Putz, Dame in Blau, das dieser etwas verspätet 1920 fertigstellte.[61]

Ab etwa Mitte der 1920er Jahre vertrieb eine in Coburg angesiedelte Niederlassung des Unternehmens eine große Vielzahl von Spielen, Holzspielzeug, Baukästen, Bastel- und Handarbeitsmaterial für Kinder nach den Spieltheorie-Vorgaben des Pestalozzi-Schülers Friedrich Fröbel,[50] außerdem kunstgewerbliche Erzeugnisse aus Holz,[81][82][83][84] die Otto Bamberger zum Teil selbst entwarf bzw. gestaltete. Die von ihm als neues Sortiment in das Portfolio des Unternehmens eingeführten Spielwaren ließ er ab der Mitte der 1920er Jahre von seinen beiden Kindern erproben und beurteilen.[85] Er befürwortete grundsätzlich, dass diese sich besser mit den realen Objekten als mit kindlichen Miniaturen befassten. Lediglich pädagogisch wertvoll erscheinendes Spielzeug empfand er als sinnvoll. Gängiges Kriegsspielzeug wie Zinnsoldaten und Spielzeugwaffen lehnte er kategorisch ab.[86]

Während für die Kinder das Schlafzimmer der Eltern zumeist tabu war, geriet deren Ehebett an Sonntagvormittagen als dann so bezeichnetes „Familienbett“ zum Schauplatz angeregter Diskussionen. Für die vielen regelmäßigen Gäste im „Sonnenhaus“ war es nicht ungewöhnlich,[69][87] zusammen mit den beiden Bamberger-Kindern und deren Eltern am „Familienbett“ teilzunehmen. Maximal zu sechst an Fuß- und Kopfteil gelehnt lagen bzw. saßen sie im Ehebett und diskutierten über philosophische, kulturelle, künstlerische oder politische Themen, bei denen die Kinder zuhörten. Für die damalige Zeit dürfte dies ein ungewöhnlich freizügiges und pittoreskes Bild ergeben haben. Zu den häufigen Gästen im „Sonnenhaus“ zählte neben Alfred Kubin und Maria Lerch ab etwa Mitte der 1920er Jahre der Bauhaus-Designer Erich Dieckmann, der stets mit lautstark knatterndem Motorrad vorfuhr, von dem insbesondere Otto Bambergers kleiner Sohn Klaus begeistert war.[88][89]

Otto Bamberger beauftragte Dieckmann Ende 1926, das Interieur des „Sonnenhauses“ komplett neu zu gestalten und auszustatten.[90][91][92][11]

Der Dokumentation des Hauptstaatsarchives Weimar zufolge war Otto Bamberger wohl der erste und einzige Auftraggeber des Bauhauses, der die komplette Umgestaltung und Ausstattung eines ganzen Gebäudes in Auftrag gegeben hat. Die umfängliche Korrespondenz dazu ist offenbar erhalten. Otto Bamberger gilt deshalb als größter Förderer und Auftraggeber des Bauhauses.[8][9][93][73]

In die Abwicklung dieses Großauftrages schaltete sich Otto Bartning ein, der Direktor der Staatlichen Bauhochschule Weimar. Am 20. April 1928 bat er die Bambergers schriftlich darum, eine kurze Lieferzeitverzögerung ihres Küchenmobiliars zu akzeptieren, weil er dieses wegen der nach seiner Einschätzung hervorragend gelungenen Ausführung zuvor unbedingt ausstellen wolle.[94][95]

Eine Reihe von Dieckmanns Entwürfen für Otto Bamberger finden sich im Februar 1929 in der Designzeitschrift Die Form,[96] in mindestens einem Möbelkatalog der Staatlichen Bauhochschule Weimar, 1930 in Walter Müller-Wulckows Buch Die deutsche Wohnung der Gegenwart und in Dieckmanns 1931 erschienenem Buch Möbelbau in Holz, Rohr und Stahl, das antiquarisch oder als Reprint erhältlich ist.[97][98][99]

Seiner Tochter Ruth ermöglichte Otto Bamberger von 1925 bis 1930 den Besuch des reformpädagogischen Internats Freie Schulgemeinde in Wickersdorf bei Saalfeld im Thüringer Wald.[100][101] Zwischen Lichtenfels und Saalfeld bestand eine direkte Zugverbindung.[102] Otto Bambergers regelmäßiger Hausgast Alfred Kubin,[11] der seinem Stiefsohn Otto Gründler dort von 1907 bis 1914 den Schulbesuch finanziert hatte, könnte dieses Landerziehungsheim empfohlen haben. Auch der Ziehsohn von Käthe Kollwitz, Georg Gretor, war von 1911 bis 1913 Schüler dieses Internats gewesen.[101]

Otto Bamberger mit seiner Tochter Ruth am Rhönrad auf dem Areal der Schule am Meer im Loog auf der Nordseeinsel Juist, 1932

Otto Bambergers Sohn Klaus besuchte vom 18. April 1931 bis 17. Dezember 1933 das von Martin Luserke gegründete und geleitete reformpädagogische Internat Schule am Meer auf der Nordseeinsel Juist.[103][104][105][106] Dieses besuchte seit dem 28. September 1930 auch seine vom Wickersdorfer Landerziehungsheim nach Juist gewechselte ältere Schwester.[107][108][109]

„Ich sehe ihn [Otto Bamberger] noch am Strand in Juist stehen, er kam seine Kinder besuchen. Mir fiel damals auf, dass er nicht wie die meisten Männer gekleidet war, er trug einen legeren schwarzen Anzug, ein Hemd ohne Krawatte mit einer Art Band um den Kragen und einen breitkrempigen schwarzen Hut.“

Luserkes musisch geprägte Schule am Meer wurde maßgeblich durch den Industriellen, Kunstsammler und -mäzen Alfred Hess aus dem thüringischen Erfurt gefördert. Dessen Ehefrau Thekla (1884–1968), geborene Pauson, stammte aus Lichtenfels. Das dortige Unternehmen der Familie Pauson war im selben Marktsegment wie die Firma D. Bamberger tätig.[11][46] Thekla Hess und „Jetta“ Bamberger kannten sich recht gut; Thekla Hess war ausweislich erhaltener Korrespondenz zumindest zwischen 1932 und 1938 regelmäßig in der Villa „Sonnenhaus“ zu Besuch, übernachtete dort auch mehrtägig.[111]

Die Schule am Meer wurde Ostern 1934 vor dem Hintergrund der NS-„Gleichschaltung“ und des staatlich betriebenen Antisemitismus geschlossen.[104] An diesem privaten Internat waren rund 30 Prozent der Schüler, und somit ebenso der Elternschaft, jüdischer Herkunft. Als Mitglieder der „Außengemeinde“ der Schule am Meer waren auch Otto und „Jetta“ Bamberger mit der Anschrift „Lichtenfels, Sonnenhaus“ verzeichnet.[64][112] Sohn Klaus verließ das ostfriesische Juist, um NS-Diskriminierung auszuweichen, und wechselte Anfang Januar 1934 in das schweizerische St. Gallen zum Institut auf dem Rosenberg (andere Bezeichnung: Voralpinisches Knaben-Institut Dr. Schmidt).[103][113][28]

Der unter Herzbeschwerden leidende Otto Bamberger wurde nach der Machtabtretung an die Nationalsozialisten 1933 während eines geschäftlichen Aufenthalts in Frankfurt am Main als jüdischer Unternehmer und SPD-Mitglied durch Angehörige der SA in so genannte „Schutzhaft“ genommen und verhört.[114][11] Nach Intervention seiner Ehefrau Henriette und mit der Hilfe eines menschlich und dienstlich korrekt agierenden Leutnants der Frankfurter Polizei konnte er nach einer Woche nach Lichtenfels zurückkehren, allerdings als gebrochener Mann mit schwerer Depression.[115] Wenige Monate danach verstarb er in einem Sanatorium in Baden-Baden 48-jährig an einem Herzinfarkt.[116][4]

Das letzte Buch, in dem er gelesen hatte, war Oswald Spenglers neu erschienenes Werk Jahre der Entscheidung. Darin hatte Otto Bamberger einen einzigen Satz unterstrichen: „[…] wer nur Behagen will, verdient es nicht, da zu sein“.[116][117]

Er wurde feuerbestattet, seine Urne auf dem Jüdischen Friedhof in Lichtenfels beigesetzt.[47][48] Sein Grab wurde ebenso wie die übrigen dieser Ruhestätte während der NS-Zeit geschändet und 1941 vollends zerstört, die Grabsteine großteils zerschlagen, gestohlen und zum Straßenbau verwendet.[118][119][48]

Nachwirkungen NS-staatlicher Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine 42-jährige Witwe Henriette „Jetta“ übernahm anstelle ihres verstorbenen Mannes eine aktive Rolle im Unternehmen, wie dieser zusammen mit Ludwig und Alfred Bamberger.[120]

„In Lichtenfels empfing uns Klaus’ Mutter [zu Beginn der Sommerferien 1935] mit wundervollem Essen und führte mich in mein gemütliches Zimmer. Der zauberhafte Garten beeindruckte mich besonders. Ruth war nicht da [ausbildungsbegleitendes Praktikum in Herrlingen] und Klaus noch in seinem Schweizer Internat. Ich glaube es hieß Rosenberg. Frau Bamberger war eine gutaussehende aktive Frau, jedoch tief überschattet durch den frühen Tod ihres originellen und begabten Mannes.“

Maria Becker[110]

Erzwungene Emigration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine junge Witwe „Jetta“ floh im September 1938 überstürzt zu ihrer Mutter Therese Wolff (* 29. April 1865 in Hall), geborene Reiß, nach Stuttgart, nachdem sie von einem wohlmeinenden Informanten aus dem Lichtenfelser Bezirksamt, Wilhelm Aumer (1883–1958),[121] gewarnt worden war, dass gemäß der Verordnung über Reisepässe von Juden die Reisepässe aller jüdischen Lichtenfelser Bürger in Kürze konfisziert werden würden.[122] Aumer hielt die ihm übermittelte Dienstanweisung für wenige Tage zurück,[11] damit Henriette Bamberger vor deren Umsetzung mit ihrem Pass die Stadt und das Deutsche Reich verlassen konnte.[120][13] Die Kunstsammlung Otto Bambergers musste sie in der Villa zurücklassen. Das US-Konsulat in Stuttgart stellte ihr ein Besuchervisum für die Vereinigten Staaten aus,[25] wo sie ihren bereits am 17. Januar 1938 mit der S.S. Manhattan via Le Havre in die USA emigrierten Sohn Klaus besuchte.[123][124][104] Nach Lichtenfels kehrte sie im Gegensatz zu ihrem Sohn nie zurück.[120] In der Folge verblieb sie in den USA; ihr Besuchervisum wurde aufgrund der politischen Ereignisse immer wieder verlängert. Sie arbeitete zunächst als Haushälterin für einen früh verwitweten entfernten Cousin, um für dessen zwei kleine Kinder die fehlende Mutter zumindest annähernd auszugleichen.[125][11] Später war sie in Cleveland als Haushälterin für den ehemaligen österreichischen Generalkonsul Victor Tlach (* 14. Juni 1872 in Krems, Niederösterreich) tätig, den sie auch chauffierte und zu Empfängen begleitete.[126]

Novemberpogrome 1938[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lichtenfelser „Braunhemden“ drangen während der so bezeichneten „Reichskristallnacht“ in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 in die Villa Bamberger in der Adolf-Hitler-Straße 21 (heute: Kronacher Straße 21) ein, zerstörten im Salon einen historischen niederländischen Kachelofen und warfen hunderte Bücher aus Otto Bambergers Bibliothek auf die Straße. Exzessivere Zerstörungen, wie sie zeitnah bei Otto Bambergers Bruder Ludwig mit einer Bücherverbrennung vor dessen Villa Bamberger Straße 44 stattfanden, verhinderte die anwesende Haushälterin Kunigunda „Kuni“ Rübensaal (1890–1978), welche die ihr persönlich bekannten SA-Angehörigen resolut vertrieb.[120][127] Eine Namensliste der beteiligten Einbrecher, Vandalen und Plünderer ist erhalten, die Familiennamen sind bis heute überwiegend ortsansässig. Auf diese Übergriffe nahm das Lichtenfelser Tagblatt am Folgetag Bezug und bezeichnete die Ausschreitungen gegen die Lichtenfelser Juden und die örtliche Synagoge als Ausdruck der empörten Volksseele.[42][128]

Raubkunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 10. November 1938 rückten mehrere Uniformierte des Lichtenfelser Bürgermeisteramts an, erfassten und klassifizierten die Kunstsammlung von Otto Bamberger pauschal als „entartet“ und beschlagnahmten diese.[129][25] Erwiesen ist, dass nicht alle der konfiszierten Kunstwerke tatsächlich als „entartet“ galten. Dies belegt z. B. ein erhaltener Schriftwechsel mit Otto Modersohn, dem Witwer der verstorbenen Paula Modersohn-Becker. Deren Werke wurden in Lichtenfels beschlagnahmt, durften aber während des Dritten Reiches in Kunsthallen und Museen weiterhin ausgestellt sein.[130] Fotos von mindestens drei Exponaten aus der Sammlung des Otto Bamberger sind in der Folge von einem namentlich bekannten Lichtenfelser Nationalsozialisten an die antisemitische Wochenzeitung Der Stürmer gesandt worden, als Belege „entarteter“ Kunst im Haushalt eines Juden.[131] Kurz zuvor hatte die Stadt Lichtenfels in dem zutiefst rassistischen Hetzblatt u. a. mit ihrem „herrlichen Strandbad“ für sich geworben,[132][133][134] zu dem Juden während dieser Zeit der Zutritt verwehrt wurde, so Henriette Bamberger, die dort seit mehr als zwei Jahrzehnten täglich im Main geschwommen war.[135][136]

Der größte und wertvollste Teil der Kunstsammlung des Otto Bamberger ist bis heute nicht zurückerstattet worden.[137] Nach einigen wenigen bekannten Objekten wird seit Jahrzehnten gesucht.[138]

Ein kleiner Teil der Sammlung, Bleistift- und Kohlezeichnungen, Holzschnitte und Lithografien, wurde nach Kriegsende durch US-amerikanische Ermittler, darunter ein Hannoveraner Neffe Otto Bambergers, Gerald Francis (Gerhard Franz Philipp) Bamberger (1920–2013),[139][140][137][141][11] im Keller des Lichtenfelser Rathauses aufgefunden. Offenbar hatten sich Lichtenfelser NS-Funktionsträger und privilegierte ortsansässige Unternehmer aus der Sammlung bedient und somit in das Eigentum des Staates übergegangenes Privatgut gestohlen. Die Fundstücke wurden Henriette Bamberger in die USA gesandt, wo sie nach Monaten in fünf Kisten verpackt in einem desolaten Zustand eintrafen.[137] Die restlichen Teile des familiären Hausrats, die bis zur Begleichung der festgesetzten „Reichsfluchtsteuer“ in einer Nürnberger Lagerhalle verwahrt worden waren, sollen hingegen bei Luftangriffen zerstört worden sein.[129]

Im „Sonnenhaus“ war offenbar bis zum Ende der 1980er Jahre NS-Raubkunst aus der angeblich verschollenen Sammlung des Otto Bamberger bei der Familie der Striwa-Werke Striegel & Wagner-Miteigentümerin Grete Wagner (1892–1986) präsent und ausgestellt.[142][143] Demzufolge hat diese Familie einen Teil der immer wertvoller werdenden NS-Raubkunst aus der Sammlung des Otto Bamberger für ihre privaten Zwecke genutzt. Nur eines der dort entdeckten Kunstwerke wurde nach sechs Jahrzehnten und langjähriger Diskussion im Jahr 1999 zurückerstattet.

„Arisierung“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen D. Bamberger Lichtenfels (DBL) wurde Ende 1938 zu unlauteren Bedingungen „arisiert“, am 6. April 1939 aus dem Handelsregister getilgt[41][144] und mit den Namen der neuen „arischen“ Besitzer zu Knorr, Friedrich & Co. umfirmiert.[46][145] Beide Namensgeber waren zuvor leitende Angestellte von Otto, Ludwig und Alfred Bamberger.[41] Deren Rechtsnachfolger nehmen noch heute auf die renommierte Historie des Unternehmens D. Bamberger Bezug, lassen aber die unredliche „Arisierung“ während der NS-Zeit unerwähnt.[146]

Henriette „Jette“ Bamberger vor ihrem grünen Mercedes-Benz 170 Cabriolet, 1935

Am 30. Dezember 1938 erstellte das Bezirksamt Lichtenfels eine Liste der jüdischen Mitbürger, denen in der Vergangenheit ein Führerschein ausgestellt worden war und nun unrechtmäßig entzogen werden sollte. Verzeichnet ist darin auch Otto Bambergers Witwe Henriette (mit handschriftlichem Vermerk „Amerika“), die in Lichtenfels als erste Frau einen Führerschein ausgestellt bekam und somit erste Autofahrerin der Stadt war.[88] Außerdem wurden Otto Bambergers jüngster Bruder Ludwig (mit handschriftlichem Vermerk „Engl.“ [England]) und Alfred, der Sohn von Otto Bambergers Onkel Fritz, in der Liste aufgeführt. Beide hatten das Unternehmen D. Bamberger zuletzt zusammen mit Henriette Bamberger geleitet.

Kurz zuvor war auch eine Liste jüdischer Kraftfahrzeugbesitzer erstellt worden, in die später sukzessive der Verbleib der beschlagnahmten oder erzwungenermaßen verkauften Fahrzeuge eingetragen wurde. Daraus ergibt sich, dass das grüne[147] Mercedes-Benz 170 Cabriolet C[148] mit dem Kennzeichen IIH-25699,[149] zuletzt von „Jette“ Bamberger chauffiert, am 13. Juni 1939 auf eine neue „arische“ Besitzerin umgeschrieben worden ist.[150]

Diese Listen gingen auf einen Erlass des Reichsführers SS und des Chefs der deutschen Polizei, Heinrich Himmler, vom 3. Dezember 1938 zurück. Juden seien „unzuverlässig und ungeeignet zum Halten und Führen von Kraftfahrzeugen“. Führerscheine und Kraftfahrzeugscheine der in Deutschland wohnenden Juden deutscher Staatsangehörigkeit seien unverzüglich, spätestens bis zum 31. Dezember 1938 bei den Zulassungsstellen bzw. Polizeirevieren abzugeben. Die Fahrerlaubnis werde ihnen mit sofortiger Wirkung entzogen, das Halten von Personenkraftwagen und Krafträdern verboten.[151]

„[…] Auch mit dieser Abwehrmaßnahme gegen jüdische Anmaßung hat der nationalsozialistische Staat dem gesunden Rechtsempfinden des deutschen Volkes Ausdruck gegeben. Der deutsche Mensch hat es schon lange als eine Provokation und als eine Gefährdung des öffentlichen Lebens empfunden, wenn Juden sich am Steuer eines Kraftwagens im deutschen Straßenbild bewegten oder gar Mitbenützer der von deutschen Arbeiterfäusten geschaffenen Straßen Adolf Hitlers waren. Auch dieser vom deutschen Volke bisher mit unerhörter Langmut ertragene Zustand hat jetzt sein Ende erreicht. Juden haben in Deutschland am Steuer eines Kraftwagens nichts mehr zu suchen. […] In diese nationalsozialistische Verkehrsgemeinschaft gehört der Jude nicht hinein. […]“

Heinrich Himmler[151]

Vier Mercedes-Benz-Fahrzeuge aus dem Fuhrpark der Firma D. Bamberger[53] gingen durch die „Arisierung“ in den Besitz der Firma Knorr, Friedrich & Co. über, zwei davon wurden von dieser im März 1939 verkauft, eines an das Lichtenfelser Unternehmen Striwa-Werke Striegel & Wagner und ein weiteres an die Landesregierung Schleswig-Holsteins.[152]

Profiteur des Eigentums der Familie des Otto Bamberger seit der NS-Beschlagnahme jüdischen Eigentums (Raub) und der „Arisierung“ war insbesondere die Lichtenfelser Familie Conrad (1900–1959), Grete (1892–1986), Siegfried (1929–2013) und Helga Wagner (1932–1992), der das „Sonnenhaus“ im Jahr 1939 äußerst preisgünstig übertragen worden war. Diese war Mitinhaber des Textilherstellers Striwa-Werke Striegel & Wagner. Bei Kriegsende war die Familie wegen ihrer langjährigen Tätigkeit als Hersteller von NS-Uniformteilen für das NSKK, die SA, die SS und die Luftwaffe der Wehrmacht (während der Weimarer Republik auch für den „Stahlhelm“)[153] und der Beschäftigung zahlreicher Zwangsarbeiter vor der einrückenden US-Armee geflüchtet.[154] Die Bamberger-Villa „Sonnenhaus“ wurde in der Folge durch den Generalstab der US-Armee requiriert und von diesem bewohnt,[137] bevor die Familie Wagner wieder zurückkehrte, um die Villa weiterhin zu nutzen.

Direkt vor Verabschiedung des Restitutionsgesetzes (Wiedergutmachung) auf der Basis des Militärregierungsgesetzes Nr. 59 habe der zu dieser Zeit im Auftrag der Familie Wagner tätige Rechtsanwalt Thomas Dehler der Witwe des Otto Bamberger, der in den USA in prekären Verhältnissen lebenden Henriette „Jetta“ Bamberger, eine Zahlung in Höhe von lediglich 5.000 US-Dollar für das „Sonnenhaus“ angeboten. Ziel sei demzufolge gewesen, in den Besitz eines legalen Kaufvertrages zu kommen, um die bevorstehende reguläre Restitution zu verhindern. Da Dehler „Jetta“ Bamberger nicht auf die unmittelbar bevorstehende Restitution hinwies, über die er aufgrund seiner vielfältigen Funktionen im Parlamentarischen Rat, im Länderrat des US-amerikanischen Besatzungsgebietes und im Bayerischen Landtag definitiv informiert gewesen sei, habe er diese arglistig getäuscht und somit betrogen.[155] Kurz danach wurde Dehler erster Bundesminister der Justiz der neu gegründeten Bundesrepublik Deutschland.

Opfer der Schoáh[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Otto Bambergers Onkel Fritz (1862–1942), gemeinsam mit dessen Ehefrau Emilie „Milli“ Ida (1870–1942), geborene Kaumheimer,[156] am 17. Juni 1942 ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wurde dort 79-jährig ermordet.[157][158][159][46] Seine Ehefrau wurde 72-jährig im Vernichtungslager Treblinka ermordet.[160][161][162]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • [Klaus Philipp Bamberger]: Dem Jubelpaar, handschriftliches Poem aus Anlass des 15. Hochzeitstages [24. Dezember] des Otto und der Henriette Bamberger, undatiert [November/Dezember 1928], 4 Seiten inkl. Schmuckdeckblatt, unveröffentlicht.
  • [Freundeskreis des Otto Bamberger]: Abschiedsworte für Otto Bamberger, Redemanuskript, Baden-Baden, 22. September 1933, 2 Seiten, maschinenschriftlich, unveröffentlicht.
  • Klaus Philipp Bamberger: Meine Ferien, Tagebuch, handschriftliche Eintragungen, teils gereimt, mit 3 eingeklebten Fotos, undatiert [eindeutig Sommer 1935], 43 Seiten plus Titelblatt, ohne Seitenzahlangabe, unveröffentlicht.
  • Klaus Philipp Bamberger: Erinnerungen, gewidmet Meiner Mutter zum 46. Geburtstag [14. Juli 1937], Schreibmaschinen-Manuskript, 18 Seiten, Lichtenfels, undatiert [Juni/Juli 1937], unveröffentlicht.
  • Claude P. Bamberger: Aunt Pauline – Cleveland 1938, Essay, Transkription, 8 Seiten, 1938, maschinenschriftlich, unveröffentlicht.
  • Claude Bamberger: The Life of Claudius. In: Skyline, Quarterly of Cleveland College of Western Reserve University, Vol. XVI, No. 1, November 1942, S. 10–13.
  • Heinrich Meyer: Die Lichtenfelser Juden – Ein Beitrag zur Stadtgeschichte. In: Geschichte am Obermain, Bd. 5, Colloquium Historicum Wirsbergense, 1968/69, S. 135–166. OCLC 633845164
  • [Ruth Bamberger]: Arrival in Juist, Essay zur Schule am Meer, maschinenschriftlich, undatiert [vermutl. 1970er oder frühe 1980er Jahre], 5 Seiten, unveröffentlicht.
  • [Ruth Bamberger]: The Big Freeze, Essay zur Schule am Meer, maschinenschriftlich, undatiert [vermutl. 1970er oder frühe 1980er Jahre], 3 Seiten, unveröffentlicht.
  • [Ruth Bamberger]: Abitur (Graduation), Essay zur Schule am Meer, maschinenschriftlich, undatiert [vermutl. 1970er oder frühe 1980er Jahre], 4 Seiten, unveröffentlicht.
  • Claude P. Bamberger: ART – A Biographical Essay. Verlagshaus Meisenbach, Bamberg 1989. OCLC 634913800
  • Herbert Loebl: The Holocaust – 1800 Years in the Making. Exemplified since ca. 1030 by the Experience of the Jewish Community of Bamberg in Franconia. A course of 9 lectures. Department of Religious Studies, University of Newcastle upon Tyne, Winter Term 1989. Selbstverlag, Newcastle upon Tyne 1989. OCLC 630421121 Darin nicht enthalten: Chapter IV The Bamberger Families of Burgkunstadt and Mitwitz, unvollendet, unveröffentlicht, 80 Seiten inkl. Titelblatt.
  • Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993. OCLC 174282770
  • Claude P. Bamberger: Breaking the Mold – A Memoir. C. Bamberger Molding Compounds Corp., Carlstadt, New Jersey, USA, 1996, ISBN 0-9653827-0-2.
  • Suzanne Loebl: At the Mercy of Strangers – Growing Upon the Edge of the Holocaust. Pacifica Press, Pacifica, CA, USA, 1997, ISBN 0-935553-23-1. Deutsche Ausgaben: Der endlose Krieg – Jugend am Rande des Holocaust. Scheunen-Verlag, Kückenshagen 2006, ISBN 978-3-9383-9827-2; Flucht nach Belgien – Jugend am Rande des Holocaust. Epubli, Berlin 2014, ISBN 978-3-7375-0002-9.
  • Klaus Bamberger: Aus der Geschichte der Familie Bamberger. Kindheitserinnerungen an Lichtenfels (= Kleine CHW-Schriften, Colloquium Historicum Wirsbergense, Heft 2; Lichtenfelser Hefte zur Heimatgeschichte, Sonderheft 3), hrsg. v. Stadtarchiv Lichtenfels, Verlag H. O. Schulze, Lichtenfels 2005, ISBN 3-87735-177-8.
  • Günter Dippold: Bauliche Zeugnisse der Korbindustrie in der Deutschen Korbstadt Lichtenfels. In: Streifzüge durch Franken, Bd. 1, Colloquium Historicum Wirsbergense, Verlag H. O. Schulze, Lichtenfels 2010, ISBN 978-3-87735-201-4, S. 111–122.
  • Siegfried Rudolph: Otto Bamberger – ein Mitwitzer Kunstsammler. In: 750 Seiten Mitwitz – Ein Sammelband, hrsg. v. Friedrich Bürger, Selbstverlag 2012, S. 425–452. OCLC 814521359
  • 13 Führerscheine – dreizehn jüdische Schicksale, Scrapbook zur gleichnamigen Ausstellung. Projekt des P-Seminars Geschichte des Meranier-Gymnasiums Lichtenfels unter Leitung von Studiendirektor Manfred Brösamle-Lambrecht auf Initiative des Landrats Christian Meißner, Schuljahr 2017/18, 2., korr. und erw. Auflage (PDF-Datei; 11,8 MB), Lichtenfels 2019.

Buchvorstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erst im Jahr 2005 wurden die 1993 in den USA veröffentlichten Erinnerungen des Sohnes Klaus (Vorname in den USA umbenannt zu „Claude“) an seine Familie, Kindheit und Jugend in Lichtenfels durch den Geschichtsverein Colloquium Historicum Wirsbergense (CHW) im „Sonnenhaus“ der Familie Bamberger in teils erheblich gekürzter und teils ergänzter deutscher Fassung vorgestellt.[13] Die Veröffentlichung lässt die 1996 erschienene große Autobiographie des Claude P. Bamberger inhaltlich gänzlich unberücksichtigt.

Ausstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom 10. bis 24. November 2019 erinnerte die Stadt Lichtenfels im Sonnenhaus anlässlich des Jahrestages der „Reichskristallnacht“ mit einer Ausstellung an die Familie Bamberger.[65][163][164] Bezirksheimatpfleger Günter Dippold von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg trug aufgrund des unerwartet zahlreichen Besucherandrangs zweimal vor; der Erste Bürgermeister der Stadt, Andreas Hügerich, eröffnete im Anschluss die zweiwöchige Ausstellung, in deren Verlauf die Räumlichkeiten besichtigt werden konnten.[165][166]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Otto Bamberger – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise und Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Heiratsurkunde des Otto Bamberger und der Henriette Wolff vom 24. Dezember 1913. In: Familienbuch Beni Wolff, Eintrag B. Nr. 58; Standesamt Schwäbisch Hall, übermittelt durch das Stadtarchiv Schwäbisch Hall, Dr. Andreas Maisch, am 5. Juli 2019.
  2. [Freundeskreis des Otto Bamberger]: Abschiedsworte für Otto Bamberger, Redemanuskript, maschinenschriftlich, unveröffentlicht, Baden-Baden, 22. September 1933, 2 Seiten.
  3. Klaus Philipp Bamberger: Erinnerungen, Widmung: Meiner Mutter zum 46. Geburtstag [14. Juli 1937], Manuskript, maschinenschriftlich, 18 Seiten, unveröffentlicht, undatiert, Lichtenfels, [Juni/Juli 1937], S. 7.
  4. a b Sterbebucheintrag des Otto Bamberger; übermittelt durch das Stadtarchiv Baden-Baden, Claudia Falk, am 8. August 2019.
  5. Claude P. Bamberger: Breaking the Mold – A Memoir. C. Bamberger Molding Compounds Corp., Carlstadt, New Jersey, USA, 1996, ISBN 0-9653827-0-2, S. 10. Zitat: „ardent pacifist“.
  6. a b Unternehmer, Kunstfan, Sozi und Lichtenfelser. In: Neue Presse, 6. Mai 2009, auf: np-coburg.de [Headline teils unzutreffend; Otto Bamberger war Mitwitzer, nicht Lichtenfelser.]
  7. Klaus Bamberger: Aus der Geschichte der Familie Bamberger. Kindheitserinnerungen an Lichtenfels (Kleine CHW-Schriften, Colloquium Historicum Wirsbergense, Heft 2; Lichtenfelser Hefte zur Heimatgeschichte, Sonderheft 3), hrsg. v. Stadtarchiv Lichtenfels, H. O. Schulze, Lichtenfels 2005, ISBN 3-87735-177-8, S. 10.
  8. a b Dr. Katja Schneider: Erich Dieckmann. Bemerkungen zu Leben und Werk. In: Prof. Dr. Anita Bach, Alexander von Vegesack: Erich Dieckmann – Praktiker der Avantgarde: Möbelbau 1921–1933. Bauhaus Weimar, Bauhochschule Weimar, Burg Giebichenstein, Katalog zur Ausstellung 13. Juni – 30. September 1990, Vitra Design Museum, 1990, ISBN 3-9802539-1-0, S. 9–28.
  9. a b Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993, S. 17.
  10. a b c d e f Klaus Bamberger: Aus der Geschichte der Familie Bamberger. Kindheitserinnerungen an Lichtenfels (= Kleine CHW-Schriften, Colloquium Historicum Wirsbergense, Heft 2; Lichtenfelser Hefte zur Heimatgeschichte, Sonderheft 3), hrsg. v. Stadtarchiv Lichtenfels, H. O. Schulze, Lichtenfels 2005, ISBN 3-87735-177-8, S. 18–24.
  11. a b c d e f g h i j k l m Dr. Siegfried Rudolph: Ein Mitwitzer Kunstsammler. In: Mitteilungsblatt – Amtsblatt für die Verwaltungsgemeinschaft Mitwitz, Nr. 25 (1992), 19. Juni 1992.
  12. Klaus Bamberger: Aus der Geschichte der Familie Bamberger. Kindheitserinnerungen an Lichtenfels (= Kleine CHW-Schriften, Colloquium Historicum Wirsbergense, Heft 2; Lichtenfelser Hefte zur Heimatgeschichte, Sonderheft 3), hrsg. v. Stadtarchiv Lichtenfels, H. O. Schulze, Lichtenfels 2005, ISBN 3-87735-177-8, S. 39–40.
  13. a b c d e f g h Ramona Popp: Geschichtsträchtiges Haus wird Hort, 29. März 2019, auf: infranken.de [Der Artikel erwähnt die Profiteure und Nachnutzer des Anwesens ab 1939 nicht (Striwa-Mitinhaber Conrad Wagner mit Ehefrau Grete und Sohn Siegfried), enthält trotz zugrunde liegender Zuarbeit des Stadtarchivs Lichtenfels sachliche Ungenauigkeiten und Unschärfen sowie hinsichtlich des Verbleibs der Kunstsammlung Otto Bambergers eine gravierende Falschaussage.]
  14. a b Dr. Herbert Loebl OBE: The Holocaust – 1800 Years in the Making. Exemplified since ca. 1030 by the Experience of the Jewish Community of Bamberg in Franconia. A course of 9 lectures. Department of Religious Studies, University of Newcastle upon Tyne, Winter Term 1989. Selbstverlag, Newcastle upon Tyne 1989. OCLC 630421121 Darin nicht enthalten: Chapter IV The Bamberger Families of Burgkunstadt and Mitwitz, unvollendet, unveröffentlicht, S. 55.
  15. Philipp Bamberger wurde am 11. März 1858 in Mitwitz geboren und ist am 21. September 1919 in Lichtenfels verstorben, wo er auch beigesetzt wurde. Seine Ehefrau Sarah „Serry“ Ullmann wurde am 17. Mai 1862 in Feuchtwangen geboren und ist am 9. Februar 1925 durch Suizid aus dem Leben geschieden. Zitiert nach: Stammbaum der Familie Anton Bamberger, undatiert [ca. 1933]. In: Gerald F. Bamberger: The Story of My Life – A Memoir, Juli 2010.
  16. Anton Bamberger (* 4. April 1886 in Mitwitz, Oberfranken; † 28. Dezember 1950 in New York City) war der letzte Bürger jüdischer Herkunft, der in Mitwitz geboren wurde, wie sein älterer Bruder Otto in Haus Nr. 23. Er wuchs in Lichtenfels auf und ging später bei Meyer Cohen & Co. (Adolph Meyer und Alexander Abraham Cohen) in Hannover-Linden in die Lehre, ein Unternehmen, das auf Gummi- und chemische Nebenprodukte fokussierte. 1911 wurde er als Manager in dessen Filiale nach New York City berufen. Schon 1914 kehrte er jedoch wegen des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs nach Deutschland zurück und diente als Unteroffizier bei der Artillerietruppe. 1915 wurde er mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Nach Kriegsende kehrte er nach Hannover zurück, heiratete 1919 Else (* 11. April 1894 in Bocholt; † 24. August 1986 in New York City), geborene Magnus. Aus Anton Bambergers Ehe gingen zwei Kinder hervor, Vera (* 18. März 1924, später verheiratete Hirtz) und Gerhard Franz Philipp (* 20. September 1925; † 2. Dezember 2013 in Sarasota, Florida), beide in Hannover geboren. Mit Partnern erwarb Anton Bamberger sein früheres Ausbildungsunternehmen, das in der Folge zu Jacobowitz & Co., G.m.b.H. umfirmierte. Durch die Hyperinflation wurde das schnell gewachsene Unternehmen insolvent. Zusammen mit seinem neuen Partner Hermann Bolte gründete er in Hannover die Bolte & Co., K.G. (Bolco-Logo), bis in die 1950er Jahre am Markt. 1937 wurde Anton Bamberger durch die „Arisierung“ aus dem Unternehmen vertrieben, reiste im Frühjahr 1938 in die USA zu seinem Onkel Gustav „Gus“ Bamberger (1864–1943) nach Cleveland, um seine Emigration vorzubereiten, und erhielt von diesem ein Affidavit, das er am 14. Juni 1938 für seine Familie nutzte, um über die Niederlande nach New York City zu emigrieren. Dort handelte er zunächst mit chemischen Nebenprodukten, gründete die A. Bamberger Corporation, eines der ersten Plastik-Recyclingunternehmen der USA, und die American Molding Powder & Chemical Corporation, einen Pionier der Wiederverwertung von Plastikwertstoffen. Sein erfolgreichster Markenname, Ampacet, wird noch heute durch ein weltweit aktives Nachfolgeunternehmen dieses Namens genutzt. Ab Januar 1943 nahm er seinen aus gesundheitlichen Gründen aus der US-Armee entlassenen Neffen Claude P. (Klaus Philipp) Bamberger (1920–2008) in seinen Betrieb auf. Zitiert nach: Dr. Herbert Loebl OBE: The Holocaust – 1800 Years in the Making. Exemplified since ca. 1030 by the Experience of the Jewish Community of Bamberg in Franconia. A course of 9 lectures. Department of Religious Studies, University of Newcastle upon Tyne, Winter Term 1989. Selbstverlag, Newcastle upon Tyne 1989. OCLC 630421121 Darin nicht enthalten: Chapter IV The Bamberger Families of Burgkunstadt and Mitwitz, unvollendet, unveröffentlicht, S. 58.; Zitiert nach: Suzanne Loebl: At the Mercy of Strangers – Growing Upon the Edge of the Holocaust. Pacifica Press, Pacifica, CA, USA, 1997, ISBN 0-935553-23-1, S. 24.
  17. Bamberger, Hugo. In: Deutsche Nationalbibliothek, auf: d-nb.info
  18. Hugo Bamberger: Über Additions-, Substitutions- und Halochromieerscheinungen in der organischen Chemie, auf: hathitrust.org
  19. Hugo Bamberger (* 12. August 1887 in Lichtenfels; † 31. Dezember 1949 in New York City) studierte Organische Chemie an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg und schloss sein Studium mit der Promotion zum Thema Über Additions-, Substitutions- und Halochromieerscheinungen in der organischen Chemie als Doctor rerum naturalium (Dr. rer. nat.) ab. Während des Ersten Weltkrieges diente er als Unteroffizier in einem pharmazeutischen (?) Militärlaboratorium in Bulgarien, wofür er 1916 mit dem König Ludwig-Kreuz und 1918 mit einem bulgarischen Verdienstorden unbekannter Ausprägung für Militärs ausgezeichnet wurde. Noch während des Krieges zog er nach Hannover und erwarb die kleine chemische Fabrik Leonhardt & Martini (umgangssprachlich: „Blaufabrik“) in der Köthenwaldstraße, im Juni 1926 zur Chemischen Fabrik Lehrte (CFL) umfirmiert, die noch heute ebenda besteht. Diese entwickelte er zu einem international agierenden Unternehmen, das mit dem Unternehmen Bolte & Co., K.G., an dem sein Bruder Anton beteiligt war, kooperierte. Anfang der 1920er Jahre hatte er Margarete „Gretel“ (* 21. Februar 1902 in Nürnberg; † 7. Februar 1991 in New York City), geborene Schwarzhaupt, geheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor, Susanne „Suse“ (* 1925, später verheiratete Loebl) und Gabriele (* 1930, später verheiratete Lewinson), beide geboren in Hannover. Er beabsichtigte bereits 1935, Deutschland wegen der Nationalsozialisten zu verlassen. Der erste Versuch in Richtung Spanien zerschlug sich durch den Spanischen Bürgerkrieg, der zweite in Richtung Italien wegen der Kooperation Mussolinis mit Hitler (Achse Berlin-Rom). 1937 emigrierte er im Kontext der „Arisierung“ nach Belgien und baute dort die kleine pharmazeutische Fabrik La Synthèse auf. 1938 folgte ihm seine Familie nach. Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht 1940 wurde er etwa im Mai/Juni in das südfranzösische Camp de Concentration de Saint-Cyprien deportiert, ein Internierungslager am Strand des Mittelmeeres. Als er im April 1941 sein beantragtes US-Visum erhielt, durfte er das Internierungslager verlassen und emigrierte über Spanien und Portugal im Mai 1941 in die USA. Seine Ehefrau und seine beiden Töchter waren in Belgien in die Illegalität gegangen und mussten dort unter schwierigen und gefährlichen Bedingungen bis zum Kriegsende im Untergrund leben. Dem sieben Sprachen beherrschenden Hugo Bamberger, der in den USA mittellos eingetroffen war, gelang es erneut, eine pharmazeutische Fabrik, die Chemo Puro Mfg. Corp., auf Long Island im Bundesstaat New York, aufzubauen. 1946 konnten seine Ehefrau und seine beiden Töchter in die USA nachfolgen. Zitiert nach: Dr. Herbert Loebl OBE: The Holocaust – 1800 Years in the Making. Exemplified since ca. 1030 by the Experience of the Jewish Community of Bamberg in Franconia. A course of 9 lectures. Department of Religious Studies, University of Newcastle upon Tyne, Winter Term 1989. Selbstverlag, Newcastle upon Tyne 1989. OCLC 630421121 Darin nicht enthalten: Chapter IV The Bamberger Families of Burgkunstadt and Mitwitz, unvollendet, unveröffentlicht, S. 60; Zitiert nach: Suzanne Loebl: At the Mercy of Strangers – Growing Upon the Edge of the Holocaust. Pacifica Press, Pacifica, CA, USA, 1997, ISBN 0-935553-23-1, S. 12, 47, 49, 58; Zitiert nach: Sandra Köhler: Die Chemische Fabrik gibt es seit 130 Jahren. In: Hannoversche Allgemeine, 27. August 2018, auf: haz.de; Zitiert nach: Chemo Puro Mfg. Corp.. In: Chemical & Engineering News. 35, 1957, S. 28, doi:10.1021/cen-v035n014b.p028.
  20. Ludwig Bamberger (* 5. September 1893 in Lichtenfels, Oberfranken; † 16. September 1964 in Charleston, South Carolina) wurde von 1911 bis 1914 in London ausgebildet, bis der Erste Weltkrieg ausbrach. Er diente als Soldat und wurde 1918 mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Gegenüber dem Familienbetrieb in seiner Heimatstadt errichtete er in der Bamberger Straße 44 ein Haus. Er sammelte zeitgenössische Kunstwerke und hochwertige (Kunst-)Bücher, wobei er insbesondere durch seinen Bruder Otto beeinflusst wurde. 1922 heiratete er Thea (* 10. November 1898 in Frankfurt am Main; † 11. August 1990 in Charleston, South Carolina), geborene Spier, eine Tochter des Frankfurter Schuhhändlers Simon Spier (1859–1929). Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor, Anne Margarethe „Annegret“ (* 1923 in Bamberg, später verheiratete Karesh) und Eva (* 1927 in Coburg, später verheiratete Edelstein). Wie Otto Bambergers Kinder wurden auch Ludwigs Töchter als Testpersonen der Firma D. Bamberger eingesetzt, um deren Holzspielzeug zu erproben. „Annegret“ war aufgrund ihres zeichnerischen Talents bereits als Neunjährige an der Kataloggestaltung des Lichtenfelser Unternehmens beteiligt. Sie wurde 1936 wegen der NS-Diskriminierung in Professor Busers internationales Voralpines Töchter-Institut nach Teufen AR in die Schweiz geschickt, Eva Bamberger 1938 auf ein Internat nach Italien. Ludwig Bamberger beantragte für sich und seine Familie Immigrantenvisa für England und die USA. Während der „Reichskristallnacht“ vom 9. auf den 10. November 1938 drangen Lichtenfelser „Braunhemden“ in das Haus der Familie ein, plünderten und verbrannten zahlreiche Bücherschätze auf der Bamberger Straße. Lediglich 445 Bücher aus der Bibliothek des Ludwig Bamberger sind heute im Stadtarchiv Lichtenfels erhalten und katalogisiert. In der Folge beanspruchte der Lichtenfelser NSDAP-Bürgermeister Wilhelm Krautheim (* 4. März 1902, † 9. Februar 1971) im Kontext der „Arisierung“ das Haus der Familie Ludwig Bambergers für sich und zog dort ein. Im September 1939 reisten Ludwig Bamberger und seine Familie mit Besuchervisa in die Vereinigten Staaten, wo sie in Cleveland durch Ludwigs Onkel Gustav „Gus“ Bamberger (1864–1943) ein Affidavit erhielten. Sie mussten jedoch abwarten, bis ihre Registriernummer innerhalb der erlaubten Einwandererquote aufgerufen wurde. Ein Telegramm, das sie während ihres US-Besuchs erhielten, informierte sie darüber, dass zwischenzeitlich ihrem Einwanderungsgesuch nach England stattgegeben worden war. Es erwies sich jedoch als sehr problematisch, von den USA direkt dorthin zu gelangen, weil sie regulär erst ins Deutsche Reich hätten zurückkehren müssen, um den Bestimmungen der Einwanderung zu genügen. Dies wäre nicht gutgegangen. Nach etlichem Hin und Her durfte das deutsche Ehepaar von New York City kommend nach England emigrieren. Dort gelang es Ludwig Bamberger, eine geschäftliche Partnerschaft mit Reginald Hoefkens zu begründen, dessen Unternehmen Sunny Smile Ltd. Spielzeug für Kleinkinder produzierte. „Annegret“ besuchte das Hornsey College of Art (auch: Hornsey School of Art) im London Borough of Haringey. Nach der Kriegserklärung 1939 wurden Ludwig, Thea und Eva Bamberger als „Enemy Aliens“ auf der Isle of Man im Hutchinson Internment Camp interniert, während „Annegret“ bei der Familie des Geschäftspartners ihres Vaters, Reginald Hoefkens, wohnen durfte. Nachdem Ludwig Bamberger nach etwa einem Dreivierteljahr aus dem Internierungslager entlassen worden war, konnte er erneut an seine geschäftliche Partnerschaft mit Reginald Hoefkens anknüpfen. In Mill Hill, im London Borough of Barnet, erwarb er ein Haus. Nach dem 12./13. April 1945 wurde die Lichtenfelser Villa der Familie vorübergehend als Hauptquartier der dort stationierten US-Armee genutzt. Ludwig Bambergers Neffe Gerald Francis (Gerhard Franz Philipp) Bamberger (1920–2013), als ermittelnder US-Offizier vor Ort, entdeckte im Keller des Rathauses von Lichtenfels beschlagnahmtes jüdisches Eigentum verschiedener Verwandter, darunter auch Mobiliar und Kunstwerke des Ludwig Bamberger. 1946 heiratete Ludwigs Tochter „Annegret“ einen in England stationierten US-Soldaten und folgte diesem nach South Carolina. 1949 folgten auch Ludwig Bamberger, seine Ehefrau und Tochter Eva dorthin. Zitiert nach: Sunny Smile Limited, nursery toy manufacturer:records, ca. 1950s – 2004 (PDF-Datei; 139 kB), auf: vam.ac.uk. Zitiert nach: Dr. Herbert Loebl OBE: The Holocaust – 1800 Years in the Making. Exemplified since ca. 1030 by the Experience of the Jewish Community of Bamberg in Franconia. A course of 9 lectures. Department of Religious Studies, University of Newcastle upon Tyne, Winter Term 1989. Selbstverlag, Newcastle upon Tyne 1989. OCLC 630421121 Darin nicht enthalten: Chapter IV The Bamberger Families of Burgkunstadt and Mitwitz, unvollendet, unveröffentlicht, S. 62–66; Zitiert nach: Christa Fischer: Deep in my heart, was I really ready to visit Germany?. In: Projekt Jüdisches Leben Frankfurt am Main, auf: juedisches-leben-frankfurt.de
  21. Dr. Herbert Loebl OBE: The Holocaust – 1800 Years in the Making. Exemplified since ca. 1030 by the Experience of the Jewish Community of Bamberg in Franconia. A course of 9 lectures. Department of Religious Studies, University of Newcastle upon Tyne, Winter Term 1989. Selbstverlag, Newcastle upon Tyne 1989. OCLC 630421121 Darin nicht enthalten: Chapter IV The Bamberger Families of Burgkunstadt and Mitwitz, unvollendet, unveröffentlicht, S. 54.
  22. Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993, S. 54–55.
  23. Obituary Jetta Bamberger. In: Aufbau, deutsch-jüdisches Periodikum in New York City, Vol. XLIV, No. 44, Freitag, 3. November 1978, S. 28.
  24. Der Vorname von Otto Bambergers Ehefrau wird in den englischsprachigen Quellen als Henrietta bzw. „Jetta“, in den deutschsprachigen teils als Henriette bzw. „Jette“ angegeben. Die standesamtlichen Eintragungen im Familienbuch der Familie des Beni Wolff (1. April 1857 in Braunsbach; † 2. Januar 1923 in Stuttgart) aus Hall, das wegen deren Übersiedlung am 13. September 1921 an das Standesamt Stuttgart übergeben wurde, weisen in der Heiratsurkunde des Otto Bamberger und der Henriette, geborene Wolff, die auf „e“ endende Schreibweise aus, ebenso zwei 1938 erstellte Listen des Bezirksamts Lichtenfels, eine davon „Henriette“, die andere „Jette“. In den während der frühen 1930er Jahre publizierten Periodika der Schule am Meer auf Juist ist die Schreibweise „Jetta Bamberger“ verzeichnet. Otto und Henriette Bambergers Sohn Klaus (1920–2008) hat in seinen Aufzeichnungen und Publikationen von 1935 bis 2005 durchgängig die Schreibweise „Jetta“ benutzt. Von Henriette Bamberger selbst sind eine Vielzahl handschriftlicher Briefe erhalten, auf denen sie sowohl im privaten Umfeld als auch im geschäftlichen Schriftverkehr mit „Jetta Bamberger“ unterschrieben hat. Das auf ihrem Briefpapier aufgedruckte Monogramm lautet „JB“.
  25. a b c d e Otto and Henrietta Bamberger. In: New York State, Department of Financial Services, Holocaust Claims, auf: ny.gov
  26. Als Trauzeugen der Hochzeit des Otto Bamberger und der Henriette Wolff fungierten Henriettes Vater, der Kaufmann Beni Wolff (1857–1923), und der Kaufmann Adolf Wolff, beide wohnhaft in Hall. Zitiert nach: Heiratsurkunde des Otto Bamberger und der Henriette Wolff vom 24. Dezember 1913. In: Familienbuch Beni Wolff, Eintrag B. Nr. 58; Standesamt Schwäbisch Hall und Standesamt Stuttgart. Für Beni Wolff existieren mehrere Schreibweisen seines selbst gewählten Vornamens, doch seine Unterschrift und sein Grabstein weisen diese eindeutig als „Beni“ aus.
  27. Grabstein 1758 Wolff, Beni, geboren 1. April 1857, gestorben 2. Januar 1923 (Hahn S. 230 Grab-Nr. 2471/72), Pragfriedhof Stuttgart; Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, Signatur EL 228 b II Nr 72089-72090, archivischer Identifikator 2-2984554.
  28. a b c Dr. Herbert Loebl OBE: The Holocaust – 1800 Years in the Making. Exemplified since ca. 1030 by the Experience of the Jewish Community of Bamberg in Franconia. A course of 9 lectures. Department of Religious Studies, University of Newcastle upon Tyne, Winter Term 1989. Selbstverlag, Newcastle upon Tyne 1989. OCLC 630421121 Darin nicht enthalten: Chapter IV The Bamberger Families of Burgkunstadt and Mitwitz, unvollendet, unveröffentlicht, S. 56.
  29. Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993, S. 18.
  30. Ruth Bamberger: Arrival in Juist, Essay zur Schule am Meer, maschinenschriftlich, undatiert [vermutl. 1970er oder frühe 1980er Jahre], unveröffentlicht, 5 Seiten, S. 4.
  31. Wolff, Lina. In: Deutsche Nationalbibliothek, auf: d-nb.info
  32. Dr. phil. Lina K. Wolff: A Study of German-Austrian Refugees in Louisville, Kentucky]. Master’s Thesis, University of Louisville, 1945. doi:10.18297/etd/2190
  33. Klaus Bamberger: Aus der Geschichte der Familie Bamberger. Kindheitserinnerungen an Lichtenfels (= Kleine CHW-Schriften, Colloquium Historicum Wirsbergense, Heft 2; Lichtenfelser Hefte zur Heimatgeschichte, Sonderheft 3), hrsg. v. Stadtarchiv Lichtenfels, H. O. Schulze, Lichtenfels 2005, ISBN 3-87735-177-8, S. 42–44.
  34. Caroline Lina Wolff wurde am 16. April 1897 in Hall geboren, als viertes von sechs Kindern des Kaufmanns Beni Wolff (* 1. April 1857 in Braunsbach), geboren als Baruch Benedikt Wolff, und dessen Ehefrau Therese (* 29. April 1865 in Hall), geborene Reiß, die er am 23. August 1887 in Hall geheiratet hatte. Caroline Linas fünf Geschwister waren Mina (* 25. Mai 1888), Leopold (* 28. August 1889), Henriette (* 14. Juli 1891), Heinrich Hans (* 25. Dezember 1899) und Ilse (* 23. Dezember 1901). Sie studierte an der Hohen Staatswissenschaftlichen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen und promovierte im Jahr 1923 mit ihrer Inauguraldissertation zum Thema: Frauenfürsorgetätigkeit bei der Polizeiverwaltung der Stadt Stuttgart mit besonderer Berücksichtigung der Prostitutionsfrage: Historisches und Prinzipielles. Ab 1930 war sie als Lehrerin des Pestalozzi-Fröbel-Hauses in der Barbarossastraße in Berlin-Schöneberg tätig, wo sie nach der Machtabtretung an die Nationalsozialisten aufgrund ihrer jüdischen Abstammung entlassen wurde. 1934 wurde ihre Bewerbung um eine von der Zentralwohlfahrtstelle der deutschen Juden in Berlin ausgeschriebene Stelle als Leiterin einer Ausbildungsstätte für Jüdische Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen angenommen, die sie bis einschließlich Juni 1938 wahrnahm. Am 22. April 1939 wurde ihr vom US-Konsulat in Stuttgart ein Visum ausgestellt, am 17. Juni 1939 emigrierte die 42-Jährige via Frankreich von Boulogne-sur-Mer aus mit der S.S. Volendam der Holland-America Line nach New York City. Sie reiste nach Louisville im US-Bundesstaat Kentucky weiter, wo sie sich niederließ. Dort war im September 1938 bereits ihre ältere Schwester Henriette „Jetta“ Bamberger (1891–1978) mit einem Besuchervisum eingetroffen, während ihre jüngere Schwester Ilse bereits am 28. November 1935 mit der S.S. Manhattan von Hamburg aus nach Hoboken, New Jersey, emigriert war. Zitiert nach: Erika Sommer (Hrsg.): 125 Jahre Erzieherinnenausbildung am Pestalozzi-Fröbel-Haus Berlin, Katalog zur Ausstellung 125 Jahre Pestalozzi-Fröbel-Hauses – Geschichte und Aktualität im Pestalozzi-Fröbel-Haus vom 18. März bis 15. September 1999, Berlin 1999, ISBN 3-9806873-1-7, S. 60; Zitiert nach: Blätter des Jüdischen Frauenbundes für Frauenarbeit und Frauenbewegung, Nr. 3 (1934), S. 15; Zitiert nach: Vereins-Zeitung der ehemaligen Schülerinnen des Pestalozzi-Fröbel-Hauses I in Berlin W 30, Nr. 172, Juni 1932, S. 29.
  35. Klaus Philipp Bamberger: Meine Ferien, Tagebuch, handschriftliche Eintragungen, teils gereimt, mit 3 eingeklebten Fotos, undatiert [eindeutig Sommer 1935], unveröffentlicht, 43 Seiten plus Titelblatt, ohne Seitenzahlangabe [S. 16–17].
  36. Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993, S. 22.
  37. Klaus Bamberger: Aus der Geschichte der Familie Bamberger. Kindheitserinnerungen an Lichtenfels (= Kleine CHW-Schriften, Colloquium Historicum Wirsbergense, Heft 2; Lichtenfelser Hefte zur Heimatgeschichte, Sonderheft 3), hrsg. v. Stadtarchiv Lichtenfels, H. O. Schulze, Lichtenfels 2005, ISBN 3-87735-177-8, S. 53.
  38. About our company, auf: claudebamberger.com
  39. Dr. Herbert Loebl OBE: The Holocaust – 1800 Years in the Making. Exemplified since ca. 1030 by the Experience of the Jewish Community of Bamberg in Franconia. A course of 9 lectures. Department of Religious Studies, University of Newcastle upon Tyne, Winter Term 1989. Selbstverlag, Newcastle upon Tyne 1989. OCLC 630421121 Darin nicht enthalten: Chapter IV The Bamberger Families of Burgkunstadt and Mitwitz, unvollendet, unveröffentlicht, S. 49.
  40. Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993, S. 8.
  41. a b c d e Dr. Herbert Loebl OBE: The Holocaust – 1800 Years in the Making. Exemplified since ca. 1030 by the Experience of the Jewish Community of Bamberg in Franconia. A course of 9 lectures. Department of Religious Studies, University of Newcastle upon Tyne, Winter Term 1989. Selbstverlag, Newcastle upon Tyne 1989. OCLC 630421121 Darin nicht enthalten: Chapter IV The Bamberger Families of Burgkunstadt and Mitwitz, unvollendet, unveröffentlicht, S. 50.
  42. a b c Lichtenfels (Oberfranken/Bayern), auf: jüdische-gemeinden.de
  43. Lichtenfels (Kreisstadt) mit -Seubelsdorf Jüdische Geschichte / Synagoge, auf: alemannia-judaica.de
  44. Handschriftliches Protokoll, unterzeichnet durch David Bamberger, datiert 1. September 1881. Zitat: „Die jüdische Gemeinde von Mitwitz hat sich aufgelöst, nachdem vor etwa sechs Jahren fast alle weggezogen sind. In den letzten drei Jahren bin ich als einziges Mitglied der früheren Gemeinde übrig geblieben.“ In: Schloss- und Familienarchiv der Freiherren von Würtzburg zu Mitwitz, Staatsarchiv Bamberg. Zitiert nach: Klaus Bamberger: Aus der Geschichte der Familie Bamberger. Kindheitserinnerungen an Lichtenfels (= Kleine CHW-Schriften, Colloquium Historicum Wirsbergense, Heft 2; Lichtenfelser Hefte zur Heimatgeschichte, Sonderheft 3), hrsg. v. Stadtarchiv Lichtenfels, H. O. Schulze, Lichtenfels 2005, ISBN 3-87735-177-8, S. 12.
  45. Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993, S. 14.
  46. a b c d Alfred Thieret: Plötzlich Opfer blindwütigen Hasses. In: Obermain-Tagblatt, 3. November 2013, auf: obermain.de
  47. a b Gräber-Verzeichnis des Jüdischen Friedhofes Lichtenfels, 1840–1941, handschriftlich, undatiert. In: Stadtarchiv Lichtenfels, Signatur 063/6.
  48. a b c Prof. Dr. Günter Dippold: Die jüdischen Friedhöfe in der Umgebung von Burgkunstadt. In: Josef Motschmann, Dr. Siegfried Rudolph: »Guter Ort« über dem Maintal – Der jüdische Friedhof bei Burgkunstadt (= CHW-Monographien, Band 1). Hrsg. Colloquium Historicum Wirsbergense (CHW), H. O. Schulze, Lichtenfels 1999, ISBN 3-8773-5146-8, S. 136–142.
  49. Lichtenfels (Oberfranken/Bayern), auf: jüdische-gemeinden.de
  50. a b Suzanne Loebl: At the Mercy of Strangers – Growing Upon the Edge of the Holocaust. Pacifica Press, Pacifica, CA, USA, 1997, ISBN 0-935553-23-1, S. 5.
  51. Briefkopf der Firma D. Bamberger Lichtenfels, 1936, auf: alemannia-judaica.de
  52. Klaus Bamberger: Aus der Geschichte der Familie Bamberger. Kindheitserinnerungen an Lichtenfels (= Kleine CHW-Schriften, Colloquium Historicum Wirsbergense, Heft 2; Lichtenfelser Hefte zur Heimatgeschichte, Sonderheft 3), hrsg. v. Stadtarchiv Lichtenfels, H. O. Schulze, Lichtenfels 2005, ISBN 3-87735-177-8, S. 11–17.
  53. a b Claude P. Bamberger: Breaking the Mold – A Memoir. C. Bamberger Molding Compounds Corp., Carlstadt, New Jersey, USA, 1996, ISBN 0-9653827-0-2, S. 13.
  54. Faksimile eines Schreibens der Firma D. Bamberger Lichtenfels im Auftrag des Otto Bamberger vom 18. Januar 1927 an die Staatliche Hochschule für Handwerk und Baukunst, Weimar. In: Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993, S. 47.
  55. Briefkopf des Unternehmens D. Bamberger Palmkorb- und Möbelklopfer-Fabrik, handschriftlich ausgefertigte Rechnung vom 2. Juli 1915 an Carl Friedr. Bock, Bielefeld, Rathausstr. 4. In: Prof. Dr. Günter Dippold: Stadt an Fluss, Straße und Schiene – Ein Abriss der Lichtenfelser Geschichte, S. 74. In: Schönere Heimat, 93 Jg., Heft 3 Erbe und Auftrag, Bayerischer Landesverein für Heimatpflege, Martin Wölzmüller Eigen-Verlag, München 2004.
  56. Spezial-Preis-Liste. D. Bamberger, Möbelklopfer- u. Palmkorbfabrik (Hrsg.), Inhaber Philipp & Fritz Bamberger, Lichtenfels (Bayern), 1906, auf: stabikat.de
  57. Briefkopf des Unternehmens D. Bamberger Palmkorb- und Möbelklopfer-Fabrik, Blanko-Rechnung mit vorgedrucktem Teil der Jahreszahl 189_. Zitiert nach: Klaus Bamberger: Aus der Geschichte der Familie Bamberger. Kindheitserinnerungen an Lichtenfels (= Kleine CHW-Schriften, Colloquium Historicum Wirsbergense, Heft 2; Lichtenfelser Hefte zur Heimatgeschichte, Sonderheft 3), hrsg. v. Stadtarchiv Lichtenfels, H. O. Schulze, Lichtenfels 2005, ISBN 3-87735-177-8, S. 14.
  58. Bauherr Otto Bamberger, Architekt August Berger: Baupläne, 1913, Staatsarchiv Bamberg, Signatur Rep. K 14 Bpl. 5/1914.
  59. Prof. Dr. Günter Dippold: Bauliche Zeugnisse der Korbindustrie in der Deutschen Korbstadt Lichtenfels. In: Streifzüge durch Franken, Bd. 1, Colloquium Historicum Wirsbergense, Verlag H. O. Schulze, Lichtenfels 2010, ISBN 978-3-87735-201-4, S. 111–122.
  60. Brief des Reinhold Nägele (1884–1972) vom 15. Dezember 1919, adressiert an „Otto Bamberger, Lichtenfels in Bayern, Sonnenhaus“, handschriftlich, unveröffentlicht.
  61. a b Korrespondenzkarte [Postkarte] des Leo Putz (1869–1940) vom 17. April 1920, abgesandt in Meran, Tirol, Poststempel datiert „17.IV.20“, adressiert an „Herrn Otto Bamberger, Lichtenfels, Deutschland, Sonnenhaus“, handschriftlich, unveröffentlicht.
  62. Brief des Alfred Kubin (1877–1959) vom 5. Mai 1931 an Frau Otto Bamberger [Henriette „Jetta“ Bamberger]. Zitat: „Wie still mag es jetzt bei Ihnen im Sonnenhaus sein nachdem die beiden Kinder fort mussten und Ihr Gatte auch verreist ist – da begreife ich schon der »Einsamkeit Gefühl«“, handschriftlich, unveröffentlicht.
  63. Klaus Philipp Bamberger: Meine Ferien, Tagebuch, handschriftliche Eintragungen, teils gereimt, mit 3 eingeklebten Fotos, undatiert [eindeutig Sommer 1935], unveröffentlicht, 43 Seiten plus Titelblatt, ohne Seitenzahlangabe [S. 2, 6, 10].
  64. a b Blätter der Außengemeinde der Schule am Meer, Juist (Nordsee), o. Jg., o. Nr., November 1934, ohne Seitenzahlangabe [S. 5].
  65. a b Steffen Huber: Geplanter Hort in der Kronacher Straße in Lichtenfels. In: Obermain-Tagblatt, 5. Juli 2019, auf: obermain.de [Ausweislich der erhaltenen Baupläne stammt der in diesem Artikel bzw. der Fotostrecke erwähnte Luftschutzraum im Kellergeschoss des „Sonnenhauses“ nicht aus der Entstehungszeit der Villa, sondern wurde während des Zweiten Weltkrieges auf Veranlassung der Nachnutzer-Familie Wagner dort eingebaut.]
  66. Faksimile eines Glückwunschschreibens der Senta Bier an Klaus Philipp Bamberger, undatiert [ca. 1942], signiert mit „Die drei Biers“.
  67. Justus Bier, auf: helga-pape-stiftung.de
  68. Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993, Prologue, S. i.
  69. a b Claude P. Bamberger: Breaking the Mold – A Memoir. C. Bamberger Molding Compounds Corp., Carlstadt, New Jersey, USA, 1996, ISBN 0-9653827-0-2, S. 6–7. Zitat: „Our home was constantly filled with all kinds of interesting people, mostly impoverished artists whom my father partially supported by buying their "crazy" pictures which the art world had not as yet recognized.“
  70. Claude P. Bamberger: ART – A Biographical Essay. Selbstverlag, Carlstadt, New Jersey, USA, 1989, S. 6.
  71. Claude P. Bamberger: ART – A Biographical Essay. Verlagshaus Meisenbach, Bamberg 1989, S. 12.
  72. Meinhard Meisenbach: Reminiscences with Claude. In: Claude Bamberger, George McCauley: Celebrating Friends – A Memoir (PDF-Datei; 4,4 MB), 2000/2012, S. 48.
  73. a b Steffen Huber: Bedeutung Otto Bambergers hervorheben. In: Obermain-Tagblatt, 18. Oktober 2022, auf: obermain.de
  74. Claude P. Bamberger: ART – A Biographical Essay. Verlagshaus Meisenbach, Bamberg 1989, S. 26.
  75. Truppen-Stammrolle, Mannschaften am 25. 11. 1914 einger., No. 2 Rekruten Stammrolle des Rekruten-Depot III, Ers.Batln.K.5.I.-R. In: Kriegsstammrollen 5005 im Bayer. Hauptstaatsarchiv Abt. IV Kriegsarchiv, lfd. Nr. 170, S. 85
  76. Suzanne Loebl: Flucht nach Belgien – Jugend am Rande des Holocaust. Epubli, Berlin 2014, ISBN 978-3-7375-0002-9, S. 15.
  77. Es sind mehrere zeitgenössische Fotos erhalten, die Otto Bamberger in Uniform zeigen, darunter eines mit zwei Orden.
  78. Tatsächlich engagierte sich Otto Bambergers jüngerer Bruder und Teilhaber Ludwig (1893–1964) in Lichtenfels als ehrenamtlicher Kassenwart neben Thomas Dehler für die linksliberale Deutsche Demokratische Partei (DDP).
  79. Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993, S. 48.
  80. Zur Aufklärung, Leserbrief des Otto Bamberger, datiert 24. Juni 1919. In: Lichtenfelser Tagblatt, 25. Juni 1919. Zitiert nach Faksimile. In: Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993, S. 48.
  81. Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993, S. 16.
  82. Preisliste 169 – Spielen, basteln und anderes, D. Bamberger, Lichtenfels, undatiert [um 1930].
  83. Preisliste 175 – Spielen, basteln und anderes, D. Bamberger, Lichtenfels 1936.
  84. Suzanne Loebl: Flucht nach Belgien – Jugend am Rande des Holocaust. Epubli, Berlin 2014, ISBN 978-3-7375-0002-9, S. 13.
  85. Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993, S. 18. Zitat: „Frequently he [Otto Bamberger] arrived home with the latest wooden puzzle – colorful odd shaped pieces which could be fitted into a box or take on various shapes – and test them out on me or my sister.“
  86. Claude P. Bamberger: Breaking the Mold – A Memoir. C. Bamberger Molding Compounds Corp., Carlstadt, New Jersey, USA, 1996, ISBN 0-9653827-0-2, S. 11.
  87. Klaus Philipp Bamberger: Meine Ferien, Tagebuch, handschriftliche Eintragungen, teils gereimt, mit 3 eingeklebten Fotos, undatiert [eindeutig Sommer 1935], unveröffentlicht, 43 Seiten plus Titelblatt, ohne Seitenzahlangabe [S. 10]. Zitat: „Nun ist das Sonnenhaus schon 1 Woche ohne jeglichen Besucher.“
  88. a b Claude P. Bamberger: Breaking the Mold – A Memoir. C. Bamberger Molding Compounds Corp., Carlstadt, New Jersey, USA, 1996, ISBN 0-9653827-0-2, S. 64.
  89. Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993, S. 16.
  90. Erich Dieckmann 1896–1944, siehe dort: 1930/31, auf: design-museum.de
  91. Justus Bier: Ein neues Möbelbuch. In: Die Form – Zeitschrift für gestaltende Arbeit, 7. Jahr, Heft 6, 15. Juni 1932, S. 200, auf: uni-heidelberg.de
  92. Tim Benton: Rezension des deutschsprachigen Ausstellungskataloges von Alexander von Vegesack: Erich Dieckmann – Praktiker der Avantgarde. Möbelbau 1921–1933. Vitra Design Museum, Weil am Rhein 1990, ISBN 3-9802539-1-0. In: Journal of Design History, Vol. 4, No. 1 (1991), Design History Society (Hrsg.), Oxford University Press, Oxford, UK, S. 54–57.
  93. Bamberger, Otto, Korrespondenz mit Erich Dieckmann und Otto Bartning. In: Hauptstaatsarchiv Weimar, Bestandssignatur: 6-33-9010.
  94. Faksimile eines Schreibens des Otto Bartning vom 20. April 1928 an „Frau Otto Bamberger [Henriette „Jetta“ Bamberger], Lichtenfels/Bayern, Kronacherstrasse“ [Hauptstaatsarchiv Weimar, Bestandssignatur: 6-33-9010]. In: Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993, S. 45.
  95. Faksimile eines Schreibens des Erich Dieckmann vom 20. April 1928 an „Frau Otto Bamberger [Henriette „Jetta“ Bamberger], Lichtenfels/Bay, Kronacherstr.“, unveröffentlicht.
  96. Bücherzimmer im Haus Otto Bamberger. In: Die Form. Zeitschrift für gestaltende Arbeit, für den Deutschen Werkbund hrsg. v. Dr. Walter Riezler, 4. Jahr, Heft 4, 15. Februar 1929, S. 119.
  97. Möbel der Staatlichen Bauhochschule Weimar, Katalog ausgeführter Arbeiten, undatiert [um 1930], 15 × 22 cm, 32 Seiten, auf: archive.org
  98. Walter Müller-Wulckow: Die deutsche Wohnung der Gegenwart. Langewiesche, Königstein im Taunus, 1930, S. 76. OCLC 258443596
  99. Erich Dieckmann, Katharina Dieckmann: Möbelbau in Holz, Rohr und Stahl (= Baubücher, Band 11), Hoffmann, Stuttgart 1931. Neuauflage: Vitra Design Museum, Weil am Rhein 1990. ISBN 3-9802539-2-9.
  100. Brief der Henriette „Jetta“ Bamberger an ihren Sohn Klaus nach Neuchâtel vom 1. März 1937, maschinenschriftlich, unveröffentlicht.
  101. a b Schülerverzeichnis der Freien Schulgemeinde Wickersdorf. In: Archiv der deutschen Jugendbewegung, Burg Ludwigstein, Witzenhausen, Hessen. Das Schülerverzeichnis der Freien Schulgemeinde weist die Verweildauer der Ruth Bamberger von 1925 bis 1930 aus, während deren eigene Erinnerungen beschreiben, dass sie direkt nach ihrem 13. Geburtstag (1927) von ihrer Mutter zur Schule am Meer auf die Insel Juist begleitet wurde, um dort eingeschult zu werden. Auch die publizierten Erinnerungen und die nicht veröffentlichten zeitgenössischen Aufzeichnungen ihres Bruders Klaus verweisen wiederholt darauf, dass seine Schwester schon einige Zeit vor ihm (ab Herbst 1930) die Schule am Meer besucht habe.
  102. Prof. Dr. Günter Dippold: Einführung. In: Klaus Bamberger: Aus der Geschichte der Familie Bamberger. Kindheitserinnerungen an Lichtenfels (= Kleine CHW-Schriften, Colloquium Historicum Wirsbergense, Heft 2; Lichtenfelser Hefte zur Heimatgeschichte, Sonderheft 3), hrsg. v. Stadtarchiv Lichtenfels, H. O. Schulze, Lichtenfels 2005, ISBN 3-87735-177-8, S. 8–10.
  103. a b Claude Bamberger: The Life of Claudius. In: Skyline, Quarterly of Cleveland College of Western Reserve University, Vol. XVI, No. 1, November 1942, S. 10–13.
  104. a b c Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993, S. 9–11.
  105. Klaus Bamberger: Aus der Geschichte der Familie Bamberger. Kindheitserinnerungen an Lichtenfels (= Kleine CHW-Schriften, Colloquium Historicum Wirsbergense, Heft 2; Lichtenfelser Hefte zur Heimatgeschichte, Sonderheft 3), hrsg. v. Stadtarchiv Lichtenfels, H. O. Schulze, Lichtenfels 2005, ISBN 3-87735-177-8, S. 36.
  106. Schülerbuch der Schule am Meer, Juist, Blatt 183 (Klaus Philipp Bamberger). In: Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek Kiel, Handschriftenabteilung, Nachlass Luserke, Martin, Signatur Cb 37.
  107. Sue Loebl: We were there from the beginning. In: Claude Bamberger, George McCauley: Celebrating Friends – A Memoir (PDF-Datei; 4,4 MB), 2000/2012, S. 33–35.
  108. Schülerbuch der Schule am Meer, Juist, Blatt 172 (Ruth Bamberger). In: Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek Kiel, Handschriftenabteilung, Nachlass Luserke, Martin, Signatur Cb 37.
  109. Ruth Bamberger: Abitur (Graduation), Essay zur Schule am Meer, maschinenschriftlich, undatiert [vermutl. 1970er oder frühe 1980er Jahre], 4 Seiten, unveröffentlicht.
  110. a b Maria Becker: Pieces of Memory. Memories by Maria Becker – to Claude on the occasion of his 80th birthday in 2000. Essay, Uster 2000, maschinenschriftlich, unveröffentlicht. Aus dem Nachlass von Claude P. Bamberger, im Besitz von Mo-Li Bamberger, Tenafly, New Jersey, USA.
  111. Brief der Henriette „Jetta“ Bamberger an ihren Sohn Klaus nach Neuchâtel vom 17. Juni 1936, maschinenschriftlich, unveröffentlicht, enthält u. a. einen Hinweis auf Thekla Hess, geborene Pauson, und Charlotte „Lottie“ Thurnauer (* 1890), geborene Neuberger. Beide hielten sich wiederholt besuchsweise im „Sonnenhaus“ Lichtenfels der Familie Bamberger auf, auch mehrtägig.
  112. Die so bezeichnete „Außengemeinde“ der Schule am Meer umfasste einen Teil der ehemaligen Schüler und Lehrer, einen Teil der Elternschaft sowie die Vertrauensleute und Förderer der Schule. Sie zählte rund 200 Mitglieder. Die Mitgliedschaft erforderte eine Beitragszahlung. Wenige ausgewählte Mitglieder wurden auf Lebenszeit ehrenhalber ernannt.
  113. Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993, S. 22, 55.
  114. Suzanne Loebl: At the Mercy of Strangers – Growing Upon the Edge of the Holocaust. Pacifica Press, Pacifica, CA, USA, 1997, ISBN 0-935553-23-1, S. 9.
  115. Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993, S. 20.
  116. a b Faksimile des maschinenschriftlichen Manuskripts einer Grabrede auf Otto Bamberger, Baden-Baden, 22. September 1933, ohne Autorenangabe [Freundeskreis des Otto Bamberger]. In: Nachlass der Henriette Bamberger, im Besitz von Claude P. und Mo-Li Bamberger, Tenafly, New Jersey, USA.
  117. Otto Spengler: Jahre der Entscheidung. Erster Teil: Deutschland und die weltgeschichtliche Entwicklung. C. H. Beck, München 1933.
  118. Lothar Mayer: Jüdische Friedhöfe in Mittel- und Oberfranken. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2012, ISBN 978-3-86568-572-8, S. 118–121.
  119. Lichtenfels (Kreisstadt) Jüdischer Friedhof, auf: alemannia-judaica.de
  120. a b c d Klaus Bamberger: Aus der Geschichte der Familie Bamberger. Kindheitserinnerungen an Lichtenfels (= Kleine CHW-Schriften, Colloquium Historicum Wirsbergense, Heft 2; Lichtenfelser Hefte zur Heimatgeschichte, Sonderheft 3), hrsg. v. Stadtarchiv Lichtenfels, Schulze, Lichtenfels 2005, ISBN 3-87735-177-8, S. 44–46.
  121. Der Bezirksamtsinspektor Wilhelm Aumer (* 22. Januar 1883 in Regensburg; † 22. August 1958 in Lichtenfels) war im Bezirksamt Lichtenfels für das Pass- und Meldewesen zuständig. Er erkannte früh die Unrechtmäßigkeit der NS-Dienstanweisungen aus der Reichshauptstadt und handelte in der Weise, dass er diversen jüdischen Lichtenfelser Mitbürgern Ausweispapiere ausstellte, die diesen eine Emigration in verschiedene Länder ermöglichten. Er handelte damit nach humanen Gesichtspunkten gegen die geltenden NS-Dienstanweisungen und ging dabei auch ein erhebliches berufliches Risiko ein. Der zuletzt im Dienstrang eines Regierungsoberinspektors wirkende Aumer war mit Margarete (* 19. Mai 1892; † 30. August 1968), geborene Frank, verheiratet. Aus dieser Ehe gingen drei Söhne hervor: Hubert (* 1921), Walter (* 3. August 1923; † 27. April 2015) und Hans-Werner (* 15. Mai 1926; † 30. Januar 1995). Zitiert nach: Schriftliche Auskunft des Enkels Reinhard Aumer, München, vom 20. September 2019, mit fotografischem Einzelbeleg des familiären Grabmals auf dem Friedhof Lichtenfels; Zitiert nach: Susanne Troche: Widerstand gegen Hitler – Einzelbeispiele aus dem Raum Lichtenfels, Kapitel 6.4.3 Wilhelm Aumer.
  122. Susanne Troche: Widerstand gegen Hitler – Einzelbeispiele aus dem Raum Lichtenfels, auf: mgl-obermaingeschichte.de, Kapitel 6.4.3 Wilhelm Aumer
  123. Brief der Henriette „Jetta“ Bamberger an ihren Sohn Klaus nach Neuchâtel vom 21. August 1937, maschinenschriftlich, unveröffentlicht, enthält u. a. einen Hinweis auf Wilhelm Aumer, der im Bezirksamt Lichtenfels den Reisepass von Klaus Bamberger bearbeitete.
  124. Klaus Philipp Bamberger fuhr am 17. Januar 1938 vom Hafen in Le Havre ab und kam am 25. Januar 1938 im Hafen von New York City an. Zitiert nach: List or Manifest of Alien Passengers for the United States Immigration Officer at Port of Arrival, List 12, S.S. Manhattan – Passengers sailing from Le Havre, France, January 17th, 1938. Arriving at Port of New York, January 25th, 1938; Bamberger, Klaus Phillipp, Age 17, Student, German, Hebrew, Place of birth: Bamberg, Immigration Visa Q I V 9562, issued in Stuttgart, Jan 7/38.
  125. Claude P. Bamberger: Breaking the Mold – A Memoir. C. Bamberger Molding Compounds Corp., Carlstadt, New Jersey, USA, 1996, ISBN 0-9653827-0-2, S. 68.
  126. Victor Francis John Tlach (* 14. Juni 1872 in Krems, Niederösterreich) war Vertreter der Filiale der Gebrüder Böhler Bros. in Sheffield, England, Gerent des k.u.k. Honorarvizekonsulates im englischen Sheffield ab Januar 1896, k.u.k. Honorarvizekonsul in Sheffield ab 10. April 1897, Honorarkonsul ad personam vom 11. Juni 1908 bis 12. August 1914. 1921 wanderte er in die Vereinigten Staaten ein und wurde US-Bürger, Präsident von Darwin & Milner, Inc. und Darwin Razor Corp. in Cleveland bis 1943, danach Präsident der ebenfalls dort ansässigen American Agile Corp. Zitiert nach: Rudolf Agstner: Handbuch des Österreichischen Auswärtigen Dienstes. Band 1: 1918–1938. LIT Verlag, Münster 2015, ISBN 978-3-6435-0685-6, S. 445. Tlach hatte sich 1938 nach der Okkupation Österreichs durch die deutsche Wehrmacht geweigert, vor seinem Konsulat in Cleveland, das für die US-Bundesstaaten Kentucky, Ohio und Tennessee zuständig war, die Hakenkreuzflagge hissen zu lassen. Gleichzeitig trat er von seinem Amt als Generalkonsul Österreichs zurück. Zitiert nach: Rudolf Agstner: Austria (-Hungary) and Its Consulates in the United States of America Since 1820. "Our nationals settling here count by the millions now…" (= Forschungen zur Geschichte des österreichischen Auswärtigen Dienstes, Bd. 4). LIT Verlag, Münster 2012, ISBN 978-3-643-90191-0, S. 135.
  127. Alfred Thieret: „Der Anfang des furchtbaren Endes“, 10. November 2013, auf: obermain.de
  128. Faksimile der Zeitungsmeldung Grenzenlose Empörung über die jüdische Mordtat aus dem Lichtenfelser Tagblatt vom 10. November 1938. In: Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993, S. 51.
  129. a b Klaus Bamberger: Aus der Geschichte der Familie Bamberger. Kindheitserinnerungen an Lichtenfels (= Kleine CHW-Schriften, Colloquium Historicum Wirsbergense, Heft 2; Lichtenfelser Hefte zur Heimatgeschichte, Sonderheft 3), hrsg. v. Stadtarchiv Lichtenfels, H. O. Schulze, Lichtenfels 2005, ISBN 3-87735-177-8, S. 48–50.
  130. Schreiben des Otto Modersohn an die Geschwister Ilse und Lena Wolff vom 11. Februar 1939. Zitat: „Fischerhude 11.II.39. Sehr geehrtes Fräul. Wolff! Auf Ihre Anfrage teile ich Ihnen folgendes mit: die Bilder m. verstorbenen Frau Paula Modersohn-Becker wurden offiziell nicht als entartete Kunst bewertet. Es befand sich nur kurze Zeit ein Bild von ihr in der Entartetenausstellung in München u. wurde dann bald zurückgezogen. In den Ausstellungen in Berlin u. Hamburg der „Entarteten“ befand sich kein Bild von ihr. In der Kunsthalle in Bremen hängen ihre Bilder, ebenso eine große Anzahl in der Sammlung Roselius i. Bremen, die auch der Öffentlichkeit zugänglich ist. Es befindet sich das Bürgermeisteramt in Lichtenfels also im Irrtum, wenn es das fragl. Bild von Paula M.-B. der entarteten Kunst zuordnet, das können Sie resp. Ihre Frau Schwester dem Bürgermeisteramt mitteilen. Hochachtungsvoll Otto Modersohn.“
  131. Skulpturen aus der Kunstsammlung des Otto Bamberger, Lichtenfels, In: Staatsarchiv Nürnberg, Stürmer-Archiv, Signatur III WKv 7/72.
  132. Der Stürmer, 16. Jahr, Nr. 24, Juni 1938, ohne Seitenzahlangabe [S. 11].
  133. Der Stürmer, 16. Jahr, Nr. 25, Juni 1938, ohne Seitenzahlangabe [S. 11].
  134. Der Stürmer, 16. Jahr, Nr. 28, Juli 1938, ohne Seitenzahlangabe [S. 12].
  135. Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993, S. 22.
  136. Suzanne Loebl: At the Mercy of Strangers – Growing Upon the Edge of the Holocaust. Pacifica Press, Pacifica, CA, USA, 1997, ISBN 0-935553-23-1, S. 9.
  137. a b c d Claude P. Bamberger: ART – A Biographical Essay. Selbstverlag, Carlstadt, New Jersey, USA, 1989, S. 12.
  138. Bamberger, Otto, German Lost Art Foundation Database (Deutsches Zentrum Kulturgutverluste), auf: lostart.de
  139. Suzanne Loebl: Flucht nach Belgien – Jugend am Rande des Holocaust. Epubli, Berlin 2014, ISBN 978-3-7375-0002-9, S. 244.
  140. Gerhard Franz Philipp Bamberger (* 20. September 1920 in Hannover; † 2. Dezember 2013 in Sarasota, Florida), war ein Sohn von Otto Bambergers Bruder Anton (* 4. April 1886 in Mitwitz; † 28. Dezember 1950 in New York City) und dessen Ehefrau Else (* 11. April 1894 in Bocholt; † 24. August 1986 in New York City), geborene Magnus, und ein Cousin von Ruth und Klaus Philipp Bamberger. Gerhard und Klaus waren von klein auf eng befreundet und trafen sich regelmäßig in Hannover und Lichtenfels. Auf den Wunsch von Klaus besuchte Gerhard ab 1935 ebenfalls das Voralpinische Knaben-Institut Dr. Schmidt im schweizerischen St. Gallen. Henriette Bamberger hatte dies mit Gerhards Eltern ausgehandelt. In den USA trafen sie sich nach ihrer Emigration in New York City wieder, wo es dann aber auch zu Meinungsverschiedenheiten über ihre berufliche Orientierung kam. Beide änderten ihre Vornamen zu „Gerald Francis“ bzw. „Claude Philip“. Gerald arbeitete zunächst im Unternehmen seines Vaters in New York City. Nach dem Kriegseintritt der USA 1941 meldeten Claude und Gerald sich zum Dienst in der US-Armee und wurden 1942 bzw. 1943 eingezogen. Während Claude aufgrund einer beim privaten Skifahren zugezogenen schweren Knieverletzung (Kniescheibenbruch) nach einem knappen Dreivierteljahr und operativem Eingriff aus dem Dienst der 10th Mountain Division entlassen werden musste, wurde Gerald aufgrund seiner guten Sprachkenntnisse (Deutsch-Muttersprachler, Französisch) einer Einheit zur psychologischen Kriegsführung der 12th Army Group zugeteilt, ausgebildet im Military Intelligence Training Center („Camp Ritchie“) im US-Bundesstaat Maryland. Als ermittelnder Offizier des Military Intelligence Staff (siehe: Ritchie Boys) war er bei Kriegsende für den Bezirk Augsburg verantwortlich und verhörte dort Opportunisten, Karrieristen und Täter bzw. Bürger, Militärs und sonstige Funktionsträger. Der mit der Bronze Star Medal ausgezeichnete 1st Lieutenant gelangte dabei mit der 8th Infantry Division nach Bamberg und nahm von dort aus die Gelegenheit wahr, einen Abstecher nach Lichtenfels zu machen, das er aus seiner Kindheit sehr gut kannte. Er besuchte das vom US-Generalstab requirierte „Sonnenhaus“ und wurde im Rathaus Lichtenfels von dort bereits tätigen US-Kameraden auf im Keller aufgefundene Kisten aufmerksam gemacht, die den Schriftzug „Bamberger – Jüdischer Besitz“ trugen. Diese konfiszierte er, wozu er aufgrund seiner Funktion und Befehlsgewalt berechtigt war, und ließ sie an die Anschrift seiner Tante Henriette in die USA verschiffen. 1946 heiratete er Ursula (* 1922 in Bocholt), geborene Friede. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Er arbeitete dann erneut im Kunststoffverwertungsunternehmen seines Vaters, bis er dieses 1954 verkaufte. Anschließend bei diversen Unternehmen dieser Branche tätig, gründete er 1967 sein eigenes Unternehmen Bamberger Polymers, Inc., aus dem er sich 1984 zurückzog. Zitiert nach: Bamberger Polymers – Our History, auf: bambergerpolymers.com; Zitiert nach: 1LT Gerald Francis Bamberger, auf: findagrave.com; Zitiert nach: thi: „Die Mitläuferfabrik“ - das Verhalten der Täter. In: Obermain-Tagblatt, 10. November 2013, auf: obermain.de; Zitiert nach: Abby Weingarten/Gerald F. Bamberger: Mind games at work in war. In: Herald Tribune, Interview, 24. Oktober 2010, auf: heraldtribune.com; Zitiert nach: Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993, S. 55. Zitiert nach: Obituary Bamberger, Gerald F.. In: The New York Times, 5. Dezember 2013, auf: legacy.com
  141. Claude P. Bamberger: Breaking the Mold – A Memoir. C. Bamberger Molding Compounds Corp., Carlstadt, New Jersey, USA, 1996, ISBN 0-9653827-0-2, S. 123.
  142. Schreiben der Corinna Wagner [später verheiratete Wagner-Sorg], auch im Namen ihrer Schwester Yvonne, vom 30. Mai 1994 an Claude P. Bamberger, maschinenschriftlich, 1 Seite, unveröffentlicht.
  143. Schreiben der Corinna Wagner [später verheiratete Wagner-Sorg] vom Oktober 1994 an Claude P. Bamberger. In: Claude P. Bamberger: Breaking the Mold – A Memoir. C. Bamberger Molding Compounds Corp., Carlstadt, New Jersey, USA, 1996, ISBN 0-9653827-0-2, S. 271.
  144. Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993, S. 28.
  145. Prof. Dr. Günter Dippold: Grundzüge der Industriegeschichte im Raum Lichtenfels (PDF-Datei; 2,3 MB). In: Frankenland, 2005, S. 169–181 (Zitatstelle S. 177), auf: uni-wuerzburg.de
  146. Unternehmensgeschichte, auf: knorrprandell.com
  147. Klaus Philipp Bamberger: Meine Ferien, Tagebuch, handschriftliche Eintragungen, teils gereimt, mit 3 eingeklebten Fotos, undatiert [eindeutig Sommer 1935], unveröffentlicht, 43 Seiten plus Titelblatt, ohne Seitennummerierung [S. 2, 8, 13, 16, 21].
  148. Mercedes-Benz 170 (W15) Cabriolet C (Bj. 1931 bis 1936), anhand dreier Fotos des Fahrzeugs der Henriette Bamberger aus dem Jahr 1935; siehe Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993, unnummerierte Seite vor dem Prolog auf S. i.; siehe Claude P. Bamberger: Breaking the Mold – A Memoir. C. Bamberger Molding Compounds Corp., Carlstadt, New Jersey, USA, 1996, ISBN 0-9653827-0-2, Chapter 10, II. und eines Vergleichsmodells auf zeitgenössischen Fotos identifiziert.
  149. Die Kennzeichenkombination IIH stand für die Region Oberfranken.
  150. Verzeichnis der Juden, die einen Führerschein besitzen (ausgestellt vom Bezirksamt Lichtenfels), Bezirksamt Lichtenfels, 30. Dezember 1938. In: 13 Führerscheine – dreizehn jüdische Schicksale, Scrapbook zur gleichnamigen Ausstellung. Projekt des P-Seminars 2-pg Geschichte des Meranier-Gymnasiums Lichtenfels unter Leitung von Studiendirektor Manfred Brösamle-Lambrecht, Schuljahr 2017/18, 2., korr. und erw. Auflage, Lichtenfels 2019, PDF-Datei, S. 99.
  151. a b Allgemeines Kraftfahrverbot für die Juden – Eine weitere Abwehrmaßnahme des deutschen Volkes. In: Völkischer Beobachter, Nr. 262, 4. Dezember 1938, S. 2. In: Österreichische Nationalbibliothek, auf: anno.onb.ac.at
  152. Verzeichnis ehemals in jüdischem Besitz befindlicher Kraftfahrzeuge, ausgestellt vom Bezirksamt Lichtenfels, erster Datumseintrag 19. Dezember 1938, letzter Datumseintrag 13. Juni 1939. In: 13 Führerscheine – dreizehn jüdische Schicksale, Scrapbook zur gleichnamigen Ausstellung. Projekt des P-Seminars 2-pg Geschichte des Meranier-Gymnasiums Lichtenfels unter Leitung von Studiendirektor Manfred Brösamle-Lambrecht, Schuljahr 2017/18, 2., korr. und erw. Auflage, Lichtenfels, 2019, PDF-Datei, S. 100.
  153. Striegel & Wagner GmbH, Lichtenfels Bay., Striwa Ges. gesch.: Preisliste Nr. 34 – Bekleidung für vaterländische Verbände nach Vorschrift, SA – SS – NSKK – Stahlhelm, undatiert [vor 1933].
  154. Striwa-„S“ steht für Industriegeschichte am Obermain, 17. Juni 2019, auf: infranken.de [Der Artikel verweist auf ein „herausragendes“ Unternehmen, das Zwangsarbeiterinnen beschäftigt hat und erwähnt Fliegermonturen, die während des Zweiten Weltkrieges gefertigt worden sind. Trotz der Bezugnahme auf den Bezirksheimatpfleger Prof. Dr. Günter Dippold bleibt hingegen die enge Verflechtung der Eigentümer mit dem NS-Regime unerwähnt, auch der journalistisch offensichtlich unerhebliche Umstand, dass das „herausragende“ Unternehmen über mehr als ein Jahrzehnt, seit der Weimarer Republik, Uniformteile für rechtsnationale und teils als hochkriminell klassifizierte Kampfverbände gefertigt hat, so für den „Stahlhelm“, das NSKK, die SA, die SS und eben auch besagte Fliegermonturen für die Luftwaffe der Wehrmacht, die im Artikel nicht benannt wird. Zitiert nach: Striegel & Wagner GmbH, Lichtenfels Bay., Striwa Ges. gesch.: Preisliste Nr. 34 – Bekleidung für vaterländische Verbände nach Vorschrift, SA – SS – NSKK – Stahlhelm, undatiert.]
  155. Claude P. Bamberger: Breaking the Mold – A Memoir. C. Bamberger Molding Compounds Corp., Carlstadt, New Jersey, USA, 1996, ISBN 0-9653827-0-2, S. 118–119.
  156. David B. Marblestone: The Descendants of Salomon Bamberger and Esther Kann, S. 6–9, auf: t-online.de
  157. Fritz Bamberger. In: Yad Vashem – The World Holocaust Remembrance Center, auf: yadvashem.org
  158. Bamberger, Fritz. In: Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945, auf: bundesarchiv.de
  159. Fritz Bamberger. In: United States Holocaust Memorial Museum, auf: ushmm.org
  160. Emilie Ida Bamberger. In: Yad Vashem – The World Holocaust Remembrance Center, auf: yadvashem.org
  161. Bamberger, Emilie Ida. In: Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945, auf: bundesarchiv.de
  162. Emilie Bamberger. In: United States Holocaust Memorial Museum, auf: ushmm.org
  163. Ausstellung Die Bambergers in Lichtenfels, In: Obermain-Tagblatt, 6. November 2019, auf: obermain.de
  164. jhw: Die Geschichte der weit verzweigten Familie Bamberger, 4. November 2019, auf: infranken.de
  165. Bamberger-Villa in Lichtenfels wird Kinderhort, 12. November 2019, auf: infranken.de
  166. Die Bambergers - Familienzweige aus Kronach und Lichtenfels. In: Stadt Lichtenfels, auf: lichtenfels.de