Otto Beutler

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Otto Beutler 1910
Grab von Otto Beutler auf dem Johannisfriedhof in Dresden.

Gustav Otto Beutler (* 6. August 1853 in Waldkirchen (Vogtland); † 1. August 1926 in Dresden) war ein Jurist und Oberbürgermeister von Dresden.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Leipzig (1873 bis 1876), während dessen er Mitglied der Landsmannschaft Afrania Leipzig war,[1] war Beutler mehrere Jahre als Rechtsanwalt tätig. Später wurde er Bürgermeister der sächsischen Städte Meerane und Freiberg. Von 1888 bis 1893 war Beutler Geheimer und Vortragender Rat im sächsischen Finanzministerium.

Nachdem Beutler seit 1894 das Amt des Zweiten Bürgermeisters Dresdens innehatte, wurde er 1895 zum Oberbürgermeister gewählt, an welches Amt eine Mitgliedschaft in der I. Kammer des Sächsischen Landtags gebunden war. Otto Beutler förderte maßgeblich den Ausbau Dresdens zur Großstadt (u. a. Eingemeindung von 17 Vorstädten). Des Weiteren bewirkte er die Versorgung Dresdens mit elektrischem Strom, den Ausbau der Verkehrswege und den Bau des Neuen Rathauses.

Politisch gehörte Beutler der Deutschkonservativen Partei an und war zeitweilig Mitglied ihres sogenannten 12er Ausschusses (Parteileitung). Außerdem war er Ehrenvorsitzender des Reichsdeutschen Mittelstandsverbandes.[2]

Beutler schied 1915 aus dem Amt und wurde kurz darauf zum Ehrenbürger von Dresden ernannt. Außerdem wurde er „in Anerkennung seiner hohen Verdienste um die industrielle Entwicklung der Stadt Dresden und im Hinblick auf die der TH jederzeit erwiesene Förderung“ von der Technischen Hochschule Dresden ehrenpromoviert.[3] 1926 verstarb Gustav Otto Beutler. Um seine Verdienste für die Stadt zu würdigen, wurde der Beutlerpark, zuvor Schanzenpark, in der Dresdner Südvorstadt nach ihm benannt. In der Stadt Freiberg ist die Beutlerstraße nach ihm benannt.

Sein Grab befindet sich auf dem Dresdner Johannisfriedhof.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Max Mechow, Namhafte CCer, Historia Academica, Band 8/9, S. 20
  2. Dirk Stegmann: Vom Neokonservatismus zum Porto-Faschismus: Konservative Partei, Vereine und Verbände 1893-1920. In: ders./ Bernd-Jürgen Wendt/ Peter-Christian Witt (Hrsg.): * Deutscher Konservatismus im 19. und 20. Jahrhundert. Festschrift für Fritz Fischer, Verlag Neue Gesellschaft, Bonn 1983, ISBN 3878313691, S. 208.
  3. Verzeichnis der Ehrenpromovenden der TH/TU Dresden
VorgängerAmtNachfolger
Paul Alfred StübelOberbürgermeister von Dresden
1895–1915
Bernhard Blüher