Otto Fuchs KG

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Otto Fuchs KG
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Rechtsform KG
Gründung 1910
Sitz Meinerzhagen, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Hinrich Mählmann
Mitarbeiter 10.000 (2017)[1]
Umsatz 2.600 Mio. EUR (2017)[1]
Branche Metallverarbeitung
Website www.otto-fuchs.com
Stand: 2017

Die Otto Fuchs KG ist ein Unternehmen in Meinerzhagen. Das Unternehmen ist als Metallverarbeiter (Schmieden, Strangpressen und Ringwalzen) für die Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrttechnik, Bauwirtschaft und den Maschinen- und Anlagenbau tätig.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptwerk rechts im Luftbild
Hauptwerk

Die von Otto Fuchs am 2. Mai 1910 gegründete Metall- und Armaturenwerke Meinerzhagen GmbH war zunächst eine kleine Messinggießerei. Als Fuchs 1931 verstarb, übernahm sein Sohn Hans Joachim Fuchs den Betrieb und erweiterte die Produktpalette in den 1930er-Jahren um die Verarbeitung von Aluminium. Er wandelte die Firma in eine Kommanditgesellschaft.

Es kam zu Geschäftskontakten mit der Luftfahrtindustrie, die aufgrund des Zweiten Weltkrieges boomte. Fuchs nahm später die Magnesiumverarbeitung in das Programm auf. Als kriegswichtiges Unternehmen unterlag es dem Einfluss und der Überwachung durch das NS-Regime.

In den 1950er-Jahren forderte die Luftfahrt den Einsatz des neuen „Supermetalls“ Titan. Fuchs stieg in das Geschäft ein und fertigte fortan Titanschmiedeteile. Profaner war die Massenproduktion von Synchronringen. In den 1960er-Jahren übernahm Fuchs die Schüco International KG. Bekannt wurde Fuchs vor allem mit seinen Fuchsfelgen, die vornehmlich bei höherwertigen Porsche-Automobilen verbaut wurden. Otto Rudolf Fuchs übernahm 1974 die Leitung des Betriebs von seinem Vater.[2] Seine Familie besitzt heute 50 Prozent der Firma; die andere Hälfte liegt in den Händen der Familie seiner Halbschwester Christiane Fuchs.[3]

In Meinerzhagen beschäftigt die Firma Otto Fuchs (Stand 2017) mehr als 2500 Mitarbeiter.[4] Nach seinem Umsatz lag das Unternehmen laut der Zeitung Die Welt 2009 auf Platz 238 der deutschen Wirtschaft.

Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Unternehmen gehören weiterhin ein 1995 gegründetes 50:50-Gemeinschaftsunternehmen mit dem Felgenhersteller Superior namens SUOFTEC (Superior Otto Fuchs Technology) im ungarischen Tatabánya. 2010 wurde das Verhältnis aufgelöst. Otto Fuchs Hungary Kft. in Tatabánya ist nun eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Otto Fuchs.

Außerdem gehört Weber Metals Inc. mit Firmensitz in Paramount in Kalifornien zum Konzern. Dort werden Metallteile unter anderem für den Flugzeughersteller Boeing hergestellt.

Seit 2006 besitzt die Firma Otto Fuchs 70 % von Foxtec Ikhwezi in Südafrika zur Lieferung von Querlenkern an Mercedes-Benz South Africa.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Otto Fuchs KG – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Die Otto Fuchs KG aus Meinerzhagen auf Wachstumskurs. Westfalenpost. Abgerufen am 29. Juni 2018.
  2. Dirk Maximowitz: Otto Rudolf Fuchs: „Aktiver Ruheständler“ wird Montag 80. Westfälische Rundschau. 11. Januar 2008. Abgerufen am 17. Juli 2013.
  3. Hinrich Mählmann führt bei Antrittsbesuch in Bielefeld Gespräche im kleinen Kreis. Westfalen-Blatt. 12. Juni 2012. Abgerufen am 17. Juli 2013. (Online nicht mehr erreichbar.)
  4. Otto Fuchs KG – Factsheet. Abgerufen am 11. September 2017 (PDF).

Koordinaten: 51° 6′ 22,5″ N, 7° 38′ 2,5″ O