Otto Geisert

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Otto Geisert
Spielerinformationen
Geburtstag 18. November 1939
Geburtsort NordhornDeutschland
Größe 180 cm
Position Mittelfeld
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
0000–1962 Eintracht Nordhorn
1962–1965 Karlsruher SC 70 (25)
1965–1970 1. FC Kaiserslautern 153 (21)
1970–1971 Royal Charleroi Sporting Club 24 0(7)
1971–1974 FC 08 Homburg 55 (23)
1974–???? FV Kusel
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Otto Geisert (* 18. November 1939 in Nordhorn) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. In seiner aktiven Zeit stand er u.a. beim Karlsruher SC und beim 1. FC Kaiserslautern unter Vertrag und erzielte den ersten (lupenreinen) Hattrick in der Bundesliga.[1]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberliga Nord und Süd[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geisert spielte für Eintracht Nordhorn in der Saison 1961/62 in der Oberliga Nord. Vor der Abschlussrunde der Oberliga Süd 1962/63 wechselte der 22-jährige Stürmer vom Absteiger der Oberliga Nord, Eintracht Nordhorn, im Sommer 1962 in den Karlsruher Wildpark. Er kam mit der Empfehlung von 20 Toren in 30 Punktspielen der Saison 1961/62 nach Baden. Er trug beim KSC mit seinen 15 Toren dann auch tatkräftig zum Erreichen des 5. Platzes bei. Da der torgefährlichste Karlsruher Angreifer neben Geisert mit elf Toren (Horst Wild) zu Buche stand, war die Trefferquote des Ex-Nordhorners von Wichtigkeit. Die Abschlussplatzierung war für die Qualifikation für die Bundesliga von wesentlicher Bedeutung.

Bundesliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Bundesliga vertrat Otto Geisert zwischen 1963 und 1965 in 45 Spielen die Farben des KSC und erzielte zehn Tore. In der Saison 1964/65 zog er sich aus der Mittelstürmerposition in das Mittelfeld zurück.

Zur Saison 1965/66 wurde er vom 1. FC Kaiserslautern verpflichtet, für den er in fünf Spielzeiten unter den Trainern Gyula Lóránt, Otto Knefler, Egon Piechaczek und nochmals 1969/70 – Geisert bestritt 33 Punktspiele und erzielte neun Tore – Lorant aktiv gewesen ist. In dieser Zeit bestritt er 153 Liga-Spiele auf dem Betzenberg, in denen er 21 Tore erzielte. Danach war das Kapitel Bundesliga für ihn beendet. Am Schlusstag der Saison 1969/70, bei der 2:4-Niederlage im Auswärtsspiel gegen Hannover 96, bestritt er sein letztes Bundesligaspiel.

Karriere-Ausklang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 1970/71 zog es ihn nach Belgien zum Erstligisten Royal Charleroi Sporting Club. Dort kam er in 24 Spielen auf 7 Tore. 1971 kam er wieder in den Südwesten, er wechselte zum FC 08 Homburg in die Regionalliga Südwest und traf dort seinen ehemaligen KSC-Trainer Kurt Sommerlatt. Nach drei Spielzeiten kam im Sommer 1974 nach 55 Regionalligaeinsätzen und 22 Toren für den bald 35-Jährigen das Ende seiner Spielerkarriere. Geisert war auch Aktiver des FCH als die Mannschaft aus Homburg mit 8:6 Toren am 18. Februar 1973 das Verbandsspiel beim SV Alsenborn gewinnen konnte. Er erzielte dabei zwei Tore für die Elf von Trainer Uwe Klimaschefski. Im letzten Jahr des zweitklassigen Regionalligasystems, 1973/74, belegte er mit Homburg hinter Borussia Neunkirchen und dem 1. FC Saarbrücken den dritten Rang im Südwesten. Sein letztes Pflichtspiel bestritt er am 3. März 1974 bei der 2:3-Niederlage im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Saarbrücken, als er in der 46. Minute für Manfred Lenz eingewechselt wurde. Für den FC Homburg schoss er in 55 Spielen 23 Tore.[2]

Erster Hattrick der Bundesliga-Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geisert war am 5. Oktober 1963 (6. Spieltag) der neu gegründeten höchsten deutschen Spielklasse der erste Spieler, dem ein Hattrick gelang. Im Spiel zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem Karlsruher SC traf er zwischen der 55. und 90. Minute dreimal und sorgte nach dem 1:2-Pausenrückstand noch für den Sieg seiner Mannschaft.[3] Geisert agierte in diesem Spiel ausnahmsweise auf der für ihn ungewohnten Position des Linksaußen.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Der erste seiner Art“ auf weltfussball.de
  2. Christian Karn, Reinhard Rehberg: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Agon Sportverlag, Kassel 2012, ISBN 978-3-89784-214-4, S. 151.
  3. Spielbericht auf fussballdaten.de
  4. Der vergessene Hattrick. Otto Geisert - eine Bundesligageschichte mit 50 Jahren Verzögerung. In: Neue Osnabrücker Zeitung. 5. Oktober 2013.