Otto Hodler

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Otto Hodler (* 9. April 1901 in Hechingen; † 10. September 1990 in Hannover) war ein deutscher Architekt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 1930 eingeweihte, unter Denkmalschutz stehende Amtsgericht Lübben (Spreewald) (Foto 2010)
In den 1950er Jahren errichtete Gebäude der Staatsanwaltschaft Hannover, in den 1980ern teils ersetzt von Storch & Ehlers (Foto 2014)
Das von Hodler errichtete und 1954 prämierte Gebäude des damaligen Niedersächsischen Sozialministeriums (Lage) am Hannah-Arendt-Platz gegenüber dem Leineschloss in Hannover (Foto 2014)

Geboren zur Zeit des Deutschen Kaiserreichs, begann Otto Hodler zu Beginn der Weimarer Republik in den Jahren von 1920 bis 1922 das Studium der Architektur zunächst an der Technischen Universität München, wo er sein Vorexamen ablegte, dann an der Technischen Universität Berlin, an der er von 1922 bis 1924 als Assistent von Emil Rüster arbeitete und 1924 sein Diplom erhielt. Ebenfalls 1924 trat Hodler in den preußischen Staatsdienst Berlin ein.

Nachdem Otto Hodler 1928 sein Zweites Staatsexamen bestanden hatte, arbeitete er bis 1930 zunächst in Berlin bei der Preußischen Bau- und Finanzdirektion, dann bis 1933 in Bonn, 1933 bis 1934 in Bad Bertrich und 1935 bis 1938 in Bad Nenndorf.

1938 bis in den Zweiten Weltkrieg hinein arbeitete Hodler in der Leitung des Staatshochbauamtes in Hameln, 1941 wechselte er in die Hochbauabteilung des Preußischen Finanzministeriums. 1944 arbeitete er in Elbing und war dort mit der „Organisation Todt“ befasst. Im selben Jahr leistete er selbst aktiven Militärdienst, geriet dann jedoch in Kriegsgefangenschaft, aus der er 1945 entlassen wurde.

Bereits unter den britischen Militärbehörden konnte Otto Hodler von 1945 bis 1946 wieder beim Staatshochbauamt in Hameln tätig werden, bevor er 1946 Generalbaudezernent der Regierung Hannover wurde.

Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurde Otto Hodler für seinen in den frühen Wirtschaftswunderjahren 1954 errichteten Bau des Niedersächsischen Sozialministeriums und die von ihm gestaltete Platzanlage mit der Verleihung der Laves-Plakette geehrt. Zudem erzielte Hodler mehrere Auszeichnungen bei Architektenwettbewerben.

1966 trat Otto Hodler in den Ruhestand. Er starb 1990 in Hannover.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • O[tto] Hodler: Das neue Amtsgerichtsgebäude in Lübben. In: Lübbener Kreiskalender 1931. Richter & Munkelt, Lübben [1930], S. 67–71. (mit Bildern des alten und neuen Amtsgerichtsgebäudes)

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Davon abweichend wird die Bauzeit 1952–1956 genannt für das „Landgericht“, dessen ursprünglicher Haupteingang zur Hamburger Allee ausgerichtet war. Das Gebäude wurde in den Jahren 1983–1985 in Teilen ersetzt durch höhere Neubauten der Architekten Storch & Ehlers für Landgericht und Staatsanwaltschaft; vergleiche Helmut Knocke, Hugo Thielen: Volgersweg 1. In: Helmut Knocke, Hugo Thielen: Hannover. Kunst- und Kultur-Lexikon. Neuausgabe, 4., aktualisierte und erweiterte Ausgabe. zu Klampen, Springe 2007, ISBN 978-3-934920-53-8, S. 210.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]