Otto Wagner

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Otto Wagner um 1910

Otto Koloman Wagner (* 13. Juli 1841 in Penzing bei Wien; † 11. April 1918 in Wien) war der bedeutendste österreichische Architekt, Architekturtheoretiker, Visionär und Stadtplaner Wiens in der Belle Epoque bzw. um das Fin de siècle.[1] Seine Jugendstil­bauten, seine universitäre Tätigkeit und seine Schriften über Stadtplanung verhalfen ihm in den 1890er Jahren zu Weltgeltung.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1841 bis 1860[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 13. Juli 1841 wurde Otto Koloman Wagner in Penzing bei Wien geboren, einem 1890/1892 nach Wien eingemeindeten Vorort, der seit 1938 zum 14. Bezirk gleichen Namens zählt. Sein Vater Rudolf Simeon Wagner, königlich-ungarischer Hofnotar an der Ungarischen Hofkanzlei in Wien,[2] und seine Mutter Susanne, geb. Huber, adoptierte Helferstorfer, lebten in großbürgerlichen Verhältnissen. Rudolf Wagner starb an einem Lungenleiden, als sein Sohn das Alter von fünf Jahren erreicht hatte – wahrscheinlich ein wesentlicher Grund für Otto Wagners starke Mutterbindung.

Trotz der finanziellen Krise, die sich aus dem Tod des Vaters ergab, erhielt Wagner eine gute Ausbildung. Er besuchte ab 1850 zwei Jahre das Wiener Akademische Gymnasium, anschließend das Stiftsgymnasium Kremsmünster der Benediktiner in Oberösterreich und von 1857 bis 1859 das Polytechnikum in Wien, wo er die Matura ablegte und danach Mathematik, Physik, Darstellende Geometrie, Technologie und Zeichnen studierte.[3]

1860 bis 1890[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1860/1861 studierte Wagner an der Königlichen Bauakademie in Berlin, 1861/1862 an der Akademie der bildenden Künste Wien unter anderem bei August Sicard von Sicardsburg und Eduard van der Nüll, die 1861 den Auftrag zum Bau des k.k. Hofoperntheaters erhielten; parallel absolvierte er eine Maurerlehre bei einem Wiener Stadtbaumeister. 1862 trat der damals 21-Jährige ins Atelier Ludwig von Försters (1797–1863) ein. Er gehörte damit zum Kreis um Heinrich von Förster, Ludwig von Förster sowie Theophil von Hansen und begann ab 1864 selbständig im Stil des Historismus zu bauen.

Der Beginn seiner Architektenlaufbahn fiel in eine Boomzeit der Wiener Baugeschichte: 1858 hatte der Abriss der Stadtmauern um die Altstadt begonnen, 1865 wurde die Wiener Ringstraße eröffnet, an der in den folgenden 20 Jahren zahlreiche Repräsentationsbauten der k.k. Reichshaupt- und Residenzstadt entstehen sollten.

Sein erster größerer Erfolg war 1863 der 1. Preis im Wettbewerb um die Gestaltung des von der Stadtverwaltung geplanten Kursalons im an der Ringstraße neu angelegten, 1862 eröffneten Wiener Stadtpark. Allerdings wurde ein anderes Projekt verwirklicht. Auch sein 1863 eingereichter Wettbewerbsbeitrag zum Bau der Wiener Börse war nicht erfolgreich. 1864/1865 baute er das Harmonietheater, 9., Wasagasse 33, das später als Danzers Orpheum bekannt und nach 1928 zu einem Wohnhaus umgebaut wurde (die originale Fassade ist erhalten) und zwölf Wohnhäuser in der Harmoniegasse. 1867 bearbeitete er das Projekt Villa Epstein in Baden bei Wien und nahm am Wettbewerb zum Bau des Berliner Doms teil. Ein Jahr darauf erarbeitete er einen Regulierungsplan für die Stadt Budapest. 1871/1872 war er mit der Gestaltung der Synagoge Rumbach utca in Budapest beauftragt. 1873 war er Mitbegründer des Konsortiums zur Realisierung der Weltausstellung und erstellte eine städtebauliche Studie für einen Boulevard nach Schönbrunn. Sein Justizpalast-Projekt wurde 1874 vom k.k. Ministerium der Justiz angekauft. 1875 erhielt er beim Wettbewerb für ein Landtagsgebäude in Lemberg, Galizien, den zweiten Preis. Auch beim Wettbewerb um das Rathaus in Hamburg, 1876, erreichte er den zweiten Platz. In den 1870er und 1880er Jahren konnte er vor allem Wohn- und Geschäftshäuser und Villen realisieren.

1879 entwarf Otto Wagner die Dekorationen für das vor dem Äußeren Burgtor an der Ringstraße aufgebaute Hofzelt beim Wiener Festzug zur Feier der Silberhochzeit des Kaiserpaars, der als Makart-Festzug in die Stadtgeschichte eingegangen ist. 1880 reichte er den Entwurf für das Wiener Amtsgebäude des Giro- und Cassenvereins ein und konzipierte sein Artibus-Projekt (artibus, lateinisch für den Künsten [gewidmet]), den Entwurf eines monumentalen Museumsbezirks in Wien. 1882/1883 nahm er an den Wettbewerben für den Berliner Reichstag und das Budapester Parlament teil, 1884 für die Börse in Amsterdam. Im gleichen Jahr erarbeitete er das Projekt für den Bau der Bodencreditanstalt Wien. 1886–1888 baute Wagner am westlichen Stadtrand Wiens, am Rand des Wienerwaldes, eine Villa für seine Familie, später als Villa Wagner I bezeichnet (heutige Adresse: 14., Hüttelbergstraße 26).

1890 bis 1918[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Porträt von Otto Wagner (1904)

1890 nahm Wagner, der mittlerweile ein großes Atelier betrieb, in dem Dutzende Architekten für ihn arbeiteten, am Wettbewerb um eine Kirche in Esseg im Königreich Ungarn teil und erstellte eine Studie für den Berliner Dom, zu dem er sich schon 1867 an einem Wettbewerb beteiligt hatte. 1893 errang er beim Wettbewerb um einen Generalregulierungsplan für Wien den ersten Preis; Wagner ging auch später, wie damals viele, davon aus, dass sich Wien am linken Donauufer stark ausbreiten und bis auf vier Millionen Einwohner vergrößern würde. Sein Plan sah durchgängig die Stadtstruktur einer Metropole vor; tatsächlich ist Wien noch heute vielfach von der dörflichen Herkunft vieler Stadtteile geprägt.

Auf Grund seiner Fachkenntnisse, des architektonischen Profils und seiner bei der Umsetzung von Bauprojekten gesammelten Erfahrungen wurde Otto Wagner 1894 zum Ordentlichen Professor und Leiter der Spezialklasse für Architektur an der Akademie der bildenden Künste in Wien berufen. Über diese Position hatte er Einfluss auf die Heranbildung einer neuen Generation von Architekten und auf die wissenschaftliche Forschung auf diesem Gebiet. Kontinuierlich gab er Veröffentlichungen in seinem Fachgebiet, wie die „Moderne Architektur“, „Einige Skizzen, Projecte und ausgeführte Bauwerke“ Band 1 bis 4, „Die Kunst im Gewerbe“, die „Denkschrift über die Reorganisation der Kunstschulen und der Kunstpflege“ und weitere Bücher heraus. Als Vertreter der Wiener Akademie nahm er 1897 am Internationalen Architektenkongress in Brüssel teil.

In den 1890er Jahren wurde der Bau der Wiener Stadtbahn konkret. K.k. Handelsminister Ladislaus Gundacker von Wurmbrand-Stuppach (1838–1901), der damals für das Eisenbahnwesen zuständig war, berief 1894 Oberbaurat Professor Wagner dazu, als künstlerischer Beirat die einheitliche architektonische Ausgestaltung der Hochbauten und Brücken der Stadtbahn zu übernehmen. Die 1901 unter dem 1896 gegründeten k.k. Eisenbahnministerium beendeten, sehr umfangreichen Stadtbahnbauten samt den charakteristischen Stadtbahnbögen wurden architektonisch Jahrzehnte lang vernachlässigt und erst von den 1960er Jahren an als Gesamtkunstwerk Wagners geschätzt; der historische Bestand steht heute unter Denkmalschutz.

1897 wurde Arthur von Scala zum Leiter des Museums für Kunst und Industrie (heute Museum für angewandte Kunst, MAK) berufen. Er holte Otto Wagner sowie Felician von Myrbach, Koloman Moser, Josef Hoffmann und Alfred Roller als Mitarbeiter des Museums und der angegliederten Kunstgewerbeschule (heute Universität für angewandte Kunst Wien). Wagners 1898 erstellte Studie zum Ausbau der Hofburg blieb ebenso wie seine Vorschläge von 1917 Theorie; die Neue Burg wurde imperial-konservativ gestaltet. Auch die Kaisergruft wurde nicht nach Wagners Vorstellungen neu gebaut; es wurde bloß der Altbestand erweitert.

1898/1899 errichtete Wagner an der Linken Wienzeile 38–40, Ecke Köstlergasse 1–3, beim Naschmarkt im 6. Bezirk drei bis heute oft fotografierte Wohn- und Geschäftshäuser (siehe Wienzeilenhäuser von Otto Wagner). Zur gleichen Zeit, das heißt während des Stadtbahnbaus, befasste sich Wagner mit der architektonischen Gestaltung des am Wiener Donaukanal errichteten Nussdorfer Wehrs, 1904–1908 dann mit dem Bau des Schützenhauses (Schütz = bewegliches Wehrelement) der Staustufe Kaiserbad. Außerdem war er 1902–1907 mit dem Generalplan der damaligen Niederösterreichischen Landesirrenanstalt am Steinhof (so auch bis heute die Bezeichnung der Anstalt im Volksmund) im heutigen 14. Bezirk und speziell 1904–1907 mit dem Bau der Kirche am Steinhof beschäftigt, die zu Wagners Hauptwerken gerechnet wird. Der auf einer Hügelkante nördlich des Wientals im Westen Wiens thronende, weithin sichtbare Bau mit vergoldeter Kuppel kann zu den Wahrzeichen der Stadt gezählt werden.

1903–1906 und 1910–1912 baute Otto Wagner das k.k. Postsparkassenamt (1., Georg-Coch-Platz 2), ebenfalls ein Hauptwerk des Architekten. Sein Stil war die Antithese zum an der Ringstraße gegenüberliegenden imperialen k.u.k. Kriegsministerium, das den Geschmack des Erzherzogs und Thronfolgers Franz Ferdinand widerspiegelte. Im Wettbewerb für dieses Ministeriumsgebäude hatte Wagner daher keine Chance. Im Postsparkassengebäude, bis 2017 Eigentum der BAWAG P.S.K., heute Signa, wird ein Otto Wagner gewidmetes Museum unterhalten.

In den Jahren bis 1910 legte Wagner mehrere Entwürfe für ein Kaiser-Franz-Josef-Stadtmuseum vor; die Wiener Stadtverwaltung konnte sich aber erst in den 1950er Jahren zu einem Neubau entschließen. Auch Vorschläge zur Gestaltung des Karlsplatzes, unter anderem für einen Monumentalbrunnen, blieben unausgeführt. Weitere nicht ausgeführte Projekte betrafen 1905 den Friedenspalast in Den Haag, 1906 die Brunnenkolonnade in Karlsbad, Böhmen, 1907/1908 das Ausstellungsgebäude „House of Glory“, San Francisco, 1909 das Technische Museum in Wien, 1910–1914 zwei Entwürfe für den Neubau der Universitätsbibliothek Wien und 1915 für ein Austria-Denkmal auf dem Schottenring.

1912/1913 baute Wagner, der seine große Villa 1911 verkauft hatte, auf dem Nachbargrundstück 14., Hüttelbergstraße 28, in spätsecessionistischem Stil die Villa Wagner II. Er hatte sie als Witwensitz für seine fast 20 Jahre jüngere Frau gedacht, diese starb jedoch 1915. 1917 erarbeitete er eine Studie für eine Friedenskirche auf der Schmelz, die nicht gebaut wurde.

Secessionistische Bauwerke:

Spätere Bauten zeigen eine Verringerung der secessionistischen Elemente und einen Vorgriff auf die Moderne:

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wagners 2. Ehefrau Louise Wagner; Porträt von Hans Temple (1888)

Der erfolgreiche Architekt und „Baulöwe“ führte auch ein bewegtes Privatleben. Die Braumeisterstochter Sophia Paupie (1840–1912) heiratete er zwar nicht, hatte aber mit ihr zwei Söhne, Otto (1864–1945) und Robert (1865–1954), die er beide 1882 adoptierte. 1867 heiratete er auf Drängen seiner Mutter Josefine Domhart. Mit ihr hatte er zwei Töchter, Susanne (1868–1937) und Margarete (1869–1880). Kurz nach dem Tod seiner Mutter 1880 ließ er sich von Josefine scheiden. 1884 heiratete Wagner Louise Stiffel. Mit ihr hatte er drei Kinder, Stefan, Louise und Christine.[4] Wagners fast kultische Verehrung seiner Mutter scheint er auf seine 18 Jahre jüngere zweite Frau übertragen zu haben, besonders nach Louises frühem Tod 1915.

Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ersten Weltkrieg lehnte es Wagner, der zuvor üppiges Leben gewöhnt war, ab, sich neben den kargen offiziellen Lebensmittelrationen auf dem Schwarzmarkt zusätzliche Nahrung zu beschaffen. Er starb am 11. April 1918 im Alter von 76 Jahren[5] in seiner Wohnung in Wien 7., Döblergasse 4, an Rotlauf. Sein Sterbehaus war 1912 nach seinem Entwurf fertiggestellt worden. Wagner ist auf dem Hietzinger Friedhof in einem ehrenhalber gewidmeten Grab (Gruppe 13, Nummer 131) beigesetzt. Die Familiengruft hatte er selbst 1881 gestaltet. 1918 wurde auf diesem Friedhof, zwei Monate vor Wagner, sein 21 Jahre jüngerer Zeitgenosse Gustav Klimt beigesetzt.

Nachleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa 1898 schwächten sich die typisch historistischen Formen in seinen Bauten ab, und er kam in seine „secessionistische“ Phase mit flächigen Ornamenten (für die er hauptsächlich bekannt ist). Mit der Zeit wurden Wagners Bauten immer nüchterner und näherten sich mehr und mehr den Formen reiner Funktionalität. Wagner wurde so praktisch zu einem der Urväter der Neuen Sachlichkeit. Herausragende Beispiele sind seine 1905 geplante, jedoch erst 1912–1913 erbaute zweite Villa in Hütteldorf und die Lupusheilstätte sowie vor allem sein letzter Wohnbau in der Neustiftgasse 40 in Neubau. Große Anerkennung fand Otto Wagner für sein Postsparkassengebäude, wo er nicht nur allerneueste Materialien wie Stahlbeton und Aluminium verwendete, sondern ihm auch eine besondere Synthese von scheinbarer Funktionalität und Ästhetik gelang: zum Beispiel entsteht optisch der Eindruck, dass die Marmorverkleidung mit Nieten an der Wand befestigt wurde, was wie ein Schmuckornament wirkt. In Wirklichkeit wären die Eisenanker viel zu kurz, deshalb liegen die Marmorplatten auf einem Mörtelbett. Diese Technik der Fassadengestaltung verwendete Wagner auch bei seiner bekannten Kirche am Steinhof, der Anstaltskirche des großen psychiatrischen Otto-Wagner-Spitals auf der Baumgartner Höhe „Am Steinhof“.

Nicht alle Projekte Otto Wagners wurden realisiert. Darunter war auch sein Lieblingsprojekt, die Verwandlung der aus dem Stadtzentrum in Richtung Schönbrunn führenden Wienzeile (der Wienfluss war gerade reguliert worden) in eine Prachtavenue, was aber Stückwerk blieb. Nur einige prunkvolle Zinshäuser im Bereich des Naschmarkts und die Wienzeilenhäuser erinnern daran. In diesem Zusammenhang sind auch Wagners zahlreiche Projekte für ein Wiener Stadtmuseum am Karlsplatz oder auf der Schmelz zu nennen. Das entsprechende Museum (Wien Museum) wurde erst Jahrzehnte später auf ganz andere Weise verwirklicht. Er verfasste auch bedeutende kunsttheoretische Schriften. Wagners besonderes Interesse galt der Stadtplanung im Allgemeinen, wozu er ebenfalls theoretische Schriften (Die unbegrenzte Großstadt) schrieb. Beim Wettbewerb zum Generalregulierungsplan von Wien 1893 gewann er einen der beiden Preise. Im Jahr 1894 wurde er Hasenauers Nachfolger als Professor an der Akademie der bildenden Künste. Im gleichen Jahr erhielt Wagner den Auftrag zur architektonischen Ausgestaltung der Wiener Stadtbahn (siehe auch Stadtbahnstation Karlsplatz).

Aus Wagners Schule gingen etliche bedeutende Architekten hervor, zum innersten Kreis um Wagner werden Josef Hoffmann, Emil Hoppe, R.M. Schindler, Otto Schönthal und Marcel Kammerer gezählt. Aber auch Jan Kotěra, Joseph Maria Olbrich, Jože Plečnik, Hubert Gessner, Max Fabiani, Karl Pirich, Ernst Lichtblau und viele mehr zählen zu seinen Schülern.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Otto Wagner wurden im Laufe seines Lebens zahlreiche Ehrungen und Titel zuteil. Er war Architekt, kaiserlich-königlicher Hofrat, Professor an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, Ehrenpräsident der Gesellschaft österreichischer Architekten, Ehrenpräsident des Bundes österreichischer Künstler, Ehren- und korrespondierendes Mitglied des Royal Institute of British Architects in London, Mitglied in Architektenverbindungen in St. Petersburg, Brüssel, Amsterdam, Portugal, Ungarn und Kanada, Ehrenmitglied des American Institute of Architects, Vizepräsident der „congrés artistiques internationaux“, Ehrendoktor der Technischen Hochschule Dresden.[12] etc.

Arbeiten und Entwürfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Band Wagners, „Einige Skizzen, Projecte und ausgeführte Bauwerke“, erschien 1889, drei weitere Bände folgten. Die 1886–1888 geplante und gebaute erste Villa in Hütteldorf erlangte in jüngerer Vergangenheit Bekanntheit durch die Ausgestaltung durch den Maler Ernst Fuchs.

Geplante Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Otto Wagner hatte viele Ideen und Entwürfe für Bauvorhaben, unter anderem das Kaiserforum, von denen aber aus diversen Gründen nur ein Bruchteil verwirklicht wurden. Oft waren seine Vorschläge zu ambitioniert, aufwändig oder nicht finanzierbar, oder es fehlte einfach der Wille zur Ausführung.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

-- chronologisch --

  • Constantin von Wurzbach: Wagner, Otto. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. 52. Theil. Kaiserlich-königliche Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1885, S. 122 (Digitalisat).
  • Hermann Bahr: Otto Wagner. Zum siebzigsten Geburtstag. In: Berliner Tageblatt und Handels-Zeitung. Abendausgabe (Nr. 339/1911, 40. Jahrgang), ZDB-ID 1467368-x, S. 1 f. – Volltext online (PDF; 1,85 MB).
  • Joseph August Lux: Otto Wagner. Eine Monographie. Delphin-Verlag, München 1914. – Volltext online.
  • Hans Tietze: Otto Wagner. Rikola, Wien/Berlin/München/Leipzig 1922. – Volltext online.
  • Otto Antonia Graf: Ein Haus der Kunst MCM-MM von Otto Wagner. In: Mitteilungen der Österreichischen Galerie. Band 6, ZDB-ID 511979-0. Österreichische Galerie, Wien 1962, S. 33–45, Abb. 25–26.
  • Otto Antonia Graf: Otto Wagner 1882. Dissertation. Universität Wien, Wien 1963.
  • Otto Antonia Graf: Otto Wagner. Das Werk des Architekten (…) Juni bis September 1963. Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien, Band 12, ZDB-ID 881004-7, Eigenverlag des Museums, Wien 1963.
  • Otto Antonia Graf: Otto Wagner, das Werk des Architekten 1841–1918. Hessisches Landesmuseum in Darmstadt, Ausstellung: 22. November 1963 bis 2. Februar 1964. Hessisches Landesmuseums Darmstadt, Darmstadt 1963.
  • Otto Antonia Graf: Otto Wagner. Eine biographische Chronik. In: Tausend Jahre Österreich. Band 3, Wien 1974, ISBN 3-7141-6523-1, S. 136–143.
  • Heinz Geretsegger, Max Peintner: Otto Wagner. 1841–1918. Unbegrenzte Großstadt. Beginn der modernen Architektur. 4. Auflage. Residenz Verlag, Salzburg/Wien 1983, ISBN 3-7017-0352-3.
  • Otto Antonia Graf: Die vergessene Wagnerschule. Schriften des Museums des 20. Jahrhunderts, Band 3, ZDB-ID 597537-2. Jugend & Volk, Wien 1969.
  • Günter Kolb: Otto Wagner und die Wiener Stadtbahn. Beiträge zur Kunstwissenschaft, Band 29, ZDB-ID 252302-4. Scaneg, München 1989, ISBN 3-89235-029-9. (Zugleich: Dissertation, Universität München, München 1978).
  • Frank Russell (Hrsg.): Architektur des Jugendstils. Die Überwindung des Historismus in Europa und Nordamerika. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1982, ISBN 3-421-02570-3.
  • Carl E. Schorske: Wien. Geist und Gesellschaft im Fin de siècle. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1982, ISBN 3-10-073603-6.
  • Otto Antonia Graf: Der Pfeil der Zukunft, Die Kunst des Otto Wagner. In: Gustav Peichl (Hrsg.): Wiener Akademie-Reihe. Band 16, ZDB-ID 45699-8. Akademie der Bildenden Künste, Wien 1984, S. 15–20.
  • Otto Antonia Graf: Schicksale des Nachlasses (Otto Wagner). In: Eternit-Impulse. Zeitschrift der Eternit-Werke Ludwig Hatschek, Vöcklabruck, ZDB-ID 2432446-2. Eternit-Werke, Vöcklabruck 1984.
  • Otto Antonia Graf: Otto Wagners Aufstieg zur Zukunft. In: Robert Waissenberger: Wien. Traum und Wirklichkeit. 1870–1930. Residenz Verlag, Salzburg 1984, ISBN 3-7017-0388-4, S. 101–109.
  • Paul Asenbaum, Peter Haiko, Herbert Lachmayer, Reiner Zettl: Otto Wagner. Möbel und Innenräume. Residenz Verlag, Salzburg/Wien 1984, ISBN 3-7017-0384-1.
  • Otto Antonia Graf: Otto Wagner in Wien. Die ungewöhnliche Gewohnheit der Geschichte. In: Maria Auböck, Maria Marchetti (Hrsg.): Wien um 1900. Kunst und Kultur. Brandstätter, Wien 1985, ISBN 3-85447-097-5, S. 307–315.
  • Franco Boris, Ezio Godoli: Wiener Bauten der Jahrhundertwende. Die Architektur der habsburgischen Metropole zwischen Historismus und Moderne. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1985, ISBN 3-421-02832-X.
  • Giancarlo Bernabei: Otto Wagner. Serie: Studiopaperback. Artemis, Zürich (u. a.) 1986, ISBN 3-7608-8120-3.
  • Otto Antonia Graf: Masterdrawings of Otto Wagner. An exhibition of the Otto Wagner-Archiv, Academy of Fine Arts, Vienna (…) the Drawing Center New York (…). Otto-Wagner-Archiv, Wien 1987, S. 11–40.
  • Elisabeth Koller-Glück: Die Villa Hahn in Baden. Herausgegeben vom Verein Projektgruppe Otto Wagner Villa Hahn, Baden (…). Quadrato, Wien (u. a.) 1986, ISBN 3-900624-01-1.
  • Peter Haiko, Renata Kassal-Mikula: Otto Wagner und das Franz Josef-Stadtmuseum. Das Scheitern der Moderne in Wien. 16. Juni bis 28. August 1988. Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien, Band 114, ZDB-ID 881004-7, Eigenverlag der Museen der Stadt Wien, Wien 1988.
  • Harry Francis Mallgrave (Hrsg.): Otto Wagner. Reflections on the raiment of modernity. Envolved from an symposium, which was held at the Getty Center for the History of Art and the Humanities, Santa Monica, California, 3–5 November 1988. (International Symposium „Otto Wagner and the Genesis of European Modernism“). Issues & debates, Band 3, ZDB-ID 2452638-1. Getty Center for the History of Art and the Humanities, Santa Monica (Calif.) 1993, ISBN 0-89236-257-X.
  • Werner Oechslin: Stilhülse und Kern. Otto Wagner, Adolf Loos und der evolutionäre Weg zur modernen Architektur. gta / Ernst & Sohn, Zürich 1994, ISBN 3-433-02888-5.
  • Edward R. Ford, Edwin Lutyens (Ill.): Das Detail in der Architektur in der Moderne. Zur Logik der Konstruktion bei Edwin Lutyens, Frank Lloyd Wright, Otto Wagner, Adolf Loos, Le Corbusier, Ludwig Mies van der Rohe, Rudolf Schindler, Walter Gropius, Marcel Breuer. Birkhäuser-Verlag, Basel, Berlin, Boston, 1994, ISBN 3-7643-2789-8.
  • Peter Mertz (Fotografien): Otto Wagner und Wien. Seine Bauten heute. Harenberg-Edition, Dortmund 1995, ISBN 3-611-00511-8.
  • Otto Antonia Graf: Im Nachhinein war niemand klüger. Otto Wagner, Entwürfe für die Moderne Galerie. In: Belvedere. Zeitschrift für Bildende Kunst. Heft 2, 1996, ZDB-ID 1286474-2, S. 54–71.
  • Mary P. A. Sheaffer: Otto Wagner – Tradition und Moderne. Seine Bauwerke in neun Touren. Compress, Wien 1997, ISBN 3-900607-34-6.
  • Otto Antonia Graf, Masaaki Sekiya: Otto Wagner, Buildings and Projects. (englisch and japanisch). Bände 1–4, Bunkensha, Tokyo 1998, 1860–1894: ISBN 4-938577-04-6, 1894–1899: ISBN 4-938577-05-4, 1900–1903: ISBN 4-938577-06-2, 1903–1918: ISBN 4-938577-07-0.
  • Jaroslava Boubnová: Wiener Secession. 1898–1998. Das Jahrhundert der künstlerischen Freiheit. Übersetzt von Robert Fleck. Begleitbuch zur Ausstellung „Secession – das Jahrhundert der Künstlerischen Freiheit“, Secession, Wien, 3. April bis 21. Juni 1998, Rudolfinum, Prag, 19. November 1998 bis 31. Januar 1999. Prestel Verlag, München (u. a.) 1998, ISBN 3-7913-1967-1.
  • Otto Antonia Graf: Otto Wagner. Denkend zeichnen, zeichnend denken. Zur diagraphischen Methodologik. Schriften des Instituts für Kunstgeschichte der Akademie der bildenden Künste Wien, 1999, ZDB-ID 47405-8. Institut für Kunstgeschichte der Akademie der Bildenden Künste, Wien 1999, ISBN 3-205-99066-8.
  • Werner Oechslin: Moderne entwerfen. Architektur und Kulturgeschichte. DuMont-Verlag, Köln 1999, ISBN 3-7701-4818-5.
  • Otto Antonia Graf: Otto Wagner. Das Werk des Architekten. Bände 1 und 2. Böhlau-Verlag, Wien (u. a.) 1985, Band 1: ISBN 3-205-08657-0, Band 2: ISBN 3-205-08657-0. (Abdruck sämtlicher Originaltexte von Wagner).
  • Paco Asensio (Hrsg.): Otto Wagner. Fotografien von János Kalmár. (= Archipockets classics.) Te Neues, Düsseldorf 2002, ISBN 3-8238-5545-X.
  • Bertha Blaschke, Luise Lipschitz: Architektur in Wien 1850 bis 1930. Historismus, Jugendstil, Sachlichkeit. Fünf Tourenvorschläge. Die schönsten 100 Bauten Wiens. Springer, Wien (u. a.) 2003, ISBN 3-211-83736-1.
  • August Sarnitz: Otto Wagner. 1841–1918. Wegbereiter der modernen Architektur. Taschen-Verlag, Köln 2005, ISBN 3-8228-2877-7.
  • Stefan Üner: Der Vordenker. Otto Wagner, der Jahrhundertarchitekt. In: Parnass: das Kunstmagazin, 2018, Nr. 3, ZDB-ID 014416999, S. 42–45.
  • Andreas Nierhaus, Eva-Maria Orosz (Hrsg.): Otto Wagner. Wien Museum, Residenz Verlag, Salzburg/Wien 2018, ISBN 978-3-7017-3447-4, 544 S., Ausstellungskatalog, Buch-Ausschnitte.

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Wagner – Visionär der Moderne. (Alternativtitel: Otto Wagner – Architekt der Wiener Moderne.) Dokumentarfilm, Österreich, 2017, 51:58 Min., Buch: Tanja Rogaunig, Regie: Rudolf Klingohr, Musik: Christian Kolonovits, Produktion: TV & more, ORF, arte, Reihe: kulturMontag, Erstsendung: 19. März 2018 bei ORF 2, Inhaltsangabe von ARD, online-Video.
  • Otto Wagner Ausstellung im Wien Museum. [sic!] Dokumentarfilm, Österreich, 2018, 3:05 Min., Buch und Regie: N.N., Produktion: Popup TV und Film Produktion, Internetpublikation: 18. April 2018 von der Wiener Stadtverwaltung, online-Video, Filmtranskript: auf Mitschrift klicken.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Otto Wagner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Schriften und Entwürfe

Biografien

Über Wagner

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Reinhard Seiß: Recht auf Schönheit und großzügigen Grünraum. In: Wiener Zeitung, 19. Jänner 2013.
  2. Otto Wagner. In: Architektenlexikon Wien 1770 – 1945 vom Architekturzentrum Wien (Az W ).
  3. TU alumni club: Hall of Fame: Otto Koloman Wagner. In: Technische Universität Wien, 28. Dezember 2015.
  4. vgl. Diskussionsseite, Mitteilung von Wagners Urenkel Friedrich Wagner, 2007.
  5. Otto Wagner †. In: Wiener Zeitung, 12. April 1918, S. 4 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wrz
  6. otto-wagner-pavillon.at
  7. ottowagner.com von Bawag P.S.K. erstellt, 2018 von Signa übernommen.
  8. Berliner Wiener Romantik. In: dandydiary.de, Interview mit Yung Hurn, September 2016.
  9. Ausstellung: Otto Wagner. In: Wien Museum, März 2018.
  10. Ausstellungsbesprechung von Thomas Mießgang: Otto Wagner: Portal in die Zukunft. In: Die Zeit, 26. März 2018, Nr. 13.
  11. Eintrag zu Moderne Kunst in Österreich – Karl Goldammer im Austria-Forum (als Briefmarkendarstellung), 16. September 2009, aufgerufen am 6. November 2018.
  12. Ehrenpromovenden der TH/TU Dresden. In: Technische Universität Dresden. Abgerufen am 6. November 2018.
  13. Preisträger (Erster Platz) für ein Parlamentsgebäude in Budapest: Die Concurrenz zur Erlangung von Entwürfen für ein ungarisches Reichstags-Gebäude in Budapest. In: Centralblatt der Bauverwaltung, 5. Mai 1883, S. 162.
  14. Ruth Hanisch, Jochen Martz: Otto Wagners verschollenes Projekt für einen Dichterhain im Wiener Volksgarten – sich ergänzende Planfunde in Glasgow und Wien. In: Die Gartenkunst 19 (2/2007), S. 329–348, online-Beleg.