Otto van der Haegen

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Otto van der Haegen (* 1887 in Ferndorf; † 7. Juni 1915 bei Gontrode[1], Belgien) war ein deutscher Oberleutnant, Zeppelin-Kommandant und Leiter der Luftschifferschule von Berlin. 1912 überflog er erstmals das Siegerland und machte die ersten Flugaufnahmen dieser Region.[2]

Er fiel als Kommandant des Luftschiffes LZ 37, mit dem er am 7. Juni 1915 nach einem Flugzeugangriff des britischen Fliegers Reginald A.J. Warneford bei Gent/ Gonterode abstürzte. Dabei handelte es sich um den ersten Abschuss (von insgesamt 40 Abschüssen) eines Luftschiffes im Ersten Weltkrieg überhaupt.

Das Luftschiff, das sich auf einer Angriffsfahrt mit Ziel Großbritannien befand, stürzte in den Genter Ortsteil Sint-Amandsberg.

Van der Haegen ist auf dem ehemaligen deutschen Friedhof in Gent bestattet, auf dem auch ein Ehrenmal für die Gefallenen des Luftschiffes LZ 37 errichtet wurde.[3]

Während der NS-Zeit war in Kreuztal ein Reichsarbeitsdienstlager nach ihm benannt.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Denkmalprojekt des Friedhofes in Gent
  2. Durchblick 3/2005 Seite 6; Herausgeber: durchblick-siegen Information und Medien e.V; Haus Herbstzeitlos
  3. Bericht Siegerlandkurier vom 23. August 2009
  4. Bericht über RAD-Lager in Ferndorf (PDF; 1,2 MB)