Owińska

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Schloss Owinsk
Friedhofskirche St. Nikolaus
Klosterkirche St. Johannes der Täufer
Spital Owińska
Bahnhof Owińska

Owińska (deutsch Owinsk, von 1943 bis 1945 Treskau)[1] ist ein Dorf in der Woiwodschaft Großpolen. Es liegt nur wenige Kilometer nördlich der Messe- und Handelsstadt Poznań (Posen). Owińska gehört zur Gemeinde Czerwonak im Landkreis Poznański und hat 2251 Einwohner.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Zisterzienserkloster Owińska wurde zwischen 1242 und 1252 errichtet (im 18. Jahrhundert wurde es völlig umgestaltet, zum Kloster gehört die Kirche Johannes der Täufer). 1294 wurde der Ort als Ovensko erwähnt.

Mit der zweiten polnischen Teilung fiel Owińska 1793 an Preußen. Die 12.000 Hektar große Herrschaft Owinsk mit den zugehörigen Ortschaften wurde von dem vermögenden Kaufmann und Kanonikus Sigmund Otto Joseph von Treskow 1797 erworben.

In der Nähe der erhaltenen Klostergebäude wurde auf dem Gelände früherer Wirtschaftsgebäude von 1869 bis 1874[2] die Provinzial-Irren-Heilanstalt zu Owinsk erbaut.

1905 wurde die Bahnstrecke eröffnet. Nach dem Ersten Weltkrieg kam der Ort aufgrund des Versailler Vertrages an Polen.

Im Herbst 1939 wurden unter deutscher Besatzung Krankenmorde an 1100 Patienten der Klinik begangen.[3] Danach nutzte die SS die Gebäude der Anstalt. In ihr wurde die SS Unterführerschule Posen-Treskau eingerichtet. Nachdem durch die Luftangriffe auf Braunschweig 1944 die im Braunschweiger Schloss untergebrachte SS-Junkerschule abbrannte, wurde der Schulbetrieb in das Schloss Treskau verlegt.[4] Die Bezeichnung der Schule lautete SS-Junkerschule Posen-Treskau. Vom 30. August 1943 bis 20. Januar 1945 bestand zudem am Ort ein Außenlager des KZ Groß-Rosen.[5]

Seit 1993 stehen die Klinikgebäude leer und verfallen. Für das Schloss wird eine Nutzung entwickelt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der frühere Bahnhof Owińska ist ein Haltepunkt an der Bahnstrecke Poznań–Bydgoszcz.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Owińska – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Familienverband der Familie v. Treskow: Owinsk (1797-1945).
  2. Allgemeine zeitschrift für psychiatrie und psychisch-gerichtliche Medicin, Bände 93–94, 1930, Seite 147
  3. Walter Grode: Deutsche „Euthanasie“-Politik in Polen während des Zweiten Weltkrieges. In: Psychologie und Gesellschaftskritik, Nr. 16, 1992
  4. https://www.schlossmuseum-braunschweig.de/content/1935-1944-das-schloss-als-ss-junkerschule
  5. Reinhard Tenhumberg: Treskau – Owinksa.

Koordinaten: 52° 30′ 41″ N, 16° 58′ 38″ O