ownCloud

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ownCloud (Webanwendung)
Logo
Bildschirmfoto des browserbasierten Dateimanagers in ownCloud 7
Screenshot der Bedienoberfläche
Basisdaten
Entwickler ownCloud Inc.[1] Community
Erscheinungsjahr 2010
Aktuelle Version 9.1.0[2]
(21. Juli 2016)
Betriebssystem Linux (vor 8.0 auch Windows [3][4])
Programmier­sprache PHP, JavaScript
Kategorie Cloud-Computing
Lizenz AGPLv3; eigene Lizenz (nur Enterprise Edition)[1]
Deutschsprachig ja
www.owncloud.org
ownCloud (Sync-Client)
Entwickler ownCloud Inc.[1] Community
Aktuelle Version 2.2.2[5]
(21. Juni 2016)
Betriebssystem Linux, OS X, iOS, Unix, Android, Windows, Fire OS
Lizenz AGPLv3; eigene Lizenz (nur Enterprise Edition)[1]
Deutschsprachig ja
www.owncloud.org

ownCloud ist eine freie Software für das Speichern von Daten (Filehosting) auf einem eigenen Server. Bei Einsatz eines entsprechenden Clients wird dieser automatisch mit einem lokalen Verzeichnis synchronisiert. Dadurch kann von mehreren Rechnern auf einen konsistenten Datenbestand zugegriffen werden. Das Projekt wurde im Januar 2010 vom KDE-Entwickler Frank Karlitschek ins Leben gerufen, um eine freie Alternative zu kommerziellen Anbietern eines Cloud-Service zu schaffen. Im Gegensatz zu kommerziellen Speicherdiensten kann ownCloud auf einem privaten Server oder Webspace ohne Zusatzkosten installiert werden. Somit können gerade bei sensiblen Daten die Bedenken gegenüber einer Datenweitergabe und der damit einhergehenden Abgabe der Kontrolle über die Daten zerstreut werden.

Das Projekt greift mittels PHP-Scripten auf eine auf dem Server installierte SQLite-, MySQL- oder PostgreSQL-Datenbank zu. ownCloud kann über eine Weboberfläche angesprochen werden. Dadurch ist der Client nicht an ein bestimmtes Betriebssystem gebunden. Aber auch andere Anwendungen, wie beispielsweise Dateimanager oder Groupwares, können die ownCloud über eine WebDAV-Schnittstelle ansprechen und Dateien und Daten lokal bereitstellen.

Sync-Clients[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ownCloud-Desktop-Clients gibt es für OS X, Windows, Linux, BSD und andere unixoide Betriebssysteme.[6] Für einige Distributionen gibt es bereits fertige Pakete.[7] openSUSE war in Version 12.1 das erste Betriebssystem, das ownCloud offiziell unterstützte.[8]

Es existieren ebenfalls Apps für die mobilen Betriebssysteme Android, iOS, Fire OS[9] und Sailfish OS.[10] Diese sind auch als Open Source verfügbar.

Funktionsumfang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ownCloud unterstützt folgende Funktionen:[11]

  • Dateiablage in herkömmlichen Verzeichnisstrukturen (auch über WebDAV)
  • Einbindung von externen Speichern, zum Beispiel FTP, Dropbox, Amazon S3, WebDAV
  • Verschlüsselung der Daten auf dem Server sowie eine verschlüsselte Übertragung per SSL/TLS
  • Synchronisation durch Desktop-Clients
  • Teilen von Dateien und Ordnern mit anderen Benutzern, Gruppen oder über öffentliche URLs
  • Kalender (auch als CalDAV)
  • Aufgabenplaner (To-Do-Listen)
  • Adressbuch (auch als CardDAV)
  • Musikwiedergabe
  • Fotogalerie
  • Betrachter für PDF- und Microsoft-Office-Dateien, Editor für OpenDocument-Dokumente
  • Lesezeichenverwaltung
  • Benutzer-, Gruppen- und Rechteverwaltung (erweiterbar, zum Beispiel zur Authentifizierung mit LDAP)

Da die Software modular aufgebaut ist, lässt sie sich durch ein Plugin-System um beliebige Funktionalitäten erweitern.[12] Über eine vom Hersteller betriebene Plattform können Entwickler ihre Erweiterungen anderen Benutzern zur Installation anbieten.[13] Diese Plattform kommuniziert mit den ownCloud-Instanzen über ein offenes Protokoll.

Versionsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Version Veröffentlichung Anmerkungen
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.0 beta1 13. März 2010[14]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.0 24. Juni 2010[15]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.1 23. November 2010[16]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.0 11. Oktober 2011[17]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.0 31. Januar 2012[18]
  • Text-Editor
  • verbesserte Bildergalerie
  • verbesserte Kalenderansicht
  • PDF-Betrachter
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.0.0 22. Mai 2012[18]

Unter anderem flossen folgende Funktionen in die Software ein:

Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.5.0 10. Oktober 2012[18]
  • Schnellere Synchronisation
  • neue Benutzerrolle „Sub Administrators“
  • grafische Oberfläche für das Einbinden externer Speicherlaufwerke
  • Verbesserung der Dateiversionierung
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 5.0 14. März 2013[19]
  • neues Design der Browser-Oberfläche
  • Suchengine auf Basis von Lucene
  • Virenschutz
  • neue Fotogalerie
  • bis zu 500 % mehr Leistung[20]
  • Funktion zur Wiederherstellung gelöschter Dateien[21]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 5.0.19 11. März 2015[18]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 6.0.0a 14. Dezember 2013[18] Änderungen:[22]
  • Weboberfläche mit mehr Platz
  • verbesserte Multi-User-Funktionen und Teilen mit Benachrichtigungen
  • App-API für Drittanbieter
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 6.0.9 6. Juli 2015[18]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 7.0.0 23. Juli 2014[18] Unter anderem gab es folgende neue Features und Verbesserungen:[23]
  • verbesserte und erweiterte Dateifreigaben (Freigaben zwischen ownCloud-Instanzen)
  • neue Weboberfläche (höhere Geschwindigkeit und Anpassungen für Mobilgeräte)
  • neue Benutzerverwaltung
  • vereinfachte Anbindung an einen Mailserver und editierbare E-Mail-Templates
Ältere Version; noch unterstützt: 7.0.15 13. Mai 2016[18][24]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 8.0.0 9. Februar 2015[18] Unter anderem gab es folgende neue Features und Verbesserungen:[25]
  • Vereinigte Clouds (mehrere ownCloud-Instanzen können verbunden werden)
  • Unterstützung von Favoriten für Dateien und Ordner
  • Verbesserte Suche (Erweiterter Suchergebnisbericht, Eingrenzung durch Parameter)
  • Unterstützung von Direkt-Downloads entlastet Server und verbessert die Leistung
  • Verbesserung der Administration einer ownCloud in vielen Bereichen
Ältere Version; noch unterstützt: 8.0.14 19. Juli 2016[18][24]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 8.1.0 6. Juli 2015[18] Unter anderem gab es folgende neue Features und Verbesserungen:[26]
  • Leistungs- und Sicherheitsverbesserungen
  • integrierte Dokumentation
  • Release-Kanäle
  • überarbeiteter LDAP-Assistent
Ältere Version; noch unterstützt: 8.1.9 19. Juli 2016[18][24]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 8.2.0 20. Oktober 2015[18][27] Unter anderem gab es folgende neue Features und Verbesserungen:[28]
  • Design-Update
  • Überarbeitung von Texteditor und Galerie-App
  • neuer Benachrichtigungsmechanismus
  • Leistungs- und Sicherheitsverbesserungen
  • verbessertes Management für gelöschte Dateien und Altversionen geänderter Dateien
  • Ver- und Entschlüsselung vorhandener Daten über occ
Ältere Version; noch unterstützt: 8.2.7 19. Juli 2016[18][24] Unter anderem gab es folgende neue Features und Verbesserungen:[18]
  • Designanpassungen
  • Leistungs- und Sicherheitsverbesserung
  • Überarbeitung der Teilen-Funktion
  • Änderung des Upgradeverhaltens über occ
Ältere Version; noch unterstützt: 9.0.0 8. März 2016[18][24] Unter anderem gab es folgende neue Features und Verbesserungen:[29][30][18]
  • Kommentare und Tags für Dateien
  • Verbesserungen beim Austausch via Federated-Cloud [31]
  • Gemeinsame Echtzeitbearbeitung von Dokumenten
  • Verbesserung des Benachrichtigssystems
  • Signierter Quellcode
  • Eigenständiger Updater
  • Leistungs- und Stabilitätsverbesserung
  • Umstrukturierung der API im Zusammenhang mit WebDAV
Ältere Version; noch unterstützt: 9.0.4 19. Juli 2016[18]
Aktuelle Version: 9.1.0 21. Juli 2016[18]
Legende:
Ältere Version; nicht mehr unterstützt
Ältere Version; noch unterstützt
Aktuelle Version
Aktuelle Vorabversion
Zukünftige Version

NextCloud[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem der Gründer von OwnCloud Frank Karlitschek das gleichnamige Unternehmen im April 2016 verlassen hatte, kündigten er und weitere ehemalige Entwickler am 2. Juni einen OwnCloud-Fork sowie ein neues Unternehmen zur Förderung der Plattform an. Sowohl der Fork als auch das Unternehmen heißen NextCloud und werden als Neustart für OwnCloud beschrieben. Grund für den Fork waren die Unzufriedenheit mit von OwnCloud Inc. getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen und strukturellen Problemen.[32]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Offizielle Website des Unternehmens. ownCloud Inc., abgerufen am 17. Juli 2012.
  2. URL der Fundstelle: https://owncloud.org/changelog/
  3. ownCloud 8.0 Release Notes. Abgerufen am 9. August 2015.
  4. ownCloud Server 8.1 Will Not Support Windows as Server Platform Natively. Abgerufen am 9. August 2015.
  5. ownCloud Desktop Client Changelog. ownCloud-Dokumentation. Abgerufen am 1. Juli 2016 (englisch).
  6. ownCloud Desktop Client. ownCloud, abgerufen am 16. April 2015 (englisch).
  7. Installationsanleitung. In: ownCloud Dokumentation. Abgerufen am 17. Juli 2012.
  8. ownCloud in openSUSE. In: openSUSE Support Database. Abgerufen am 17. Juli 2012.
  9. Mobile Apps für Android und iOS. ownCloud, abgerufen am 16. April 2015.
  10. Summary of OwnCloud Integration. Jolla Community, abgerufen am 14. Januar 2016.
  11. Übersicht der Funktionen. ownCloud, abgerufen am 16. August 2014.
  12. OwnCloud: Open-Source-Dropbox-Alternative auf eigenem Server. In: t3n. 16. Juli 2012, abgerufen am 17. Juli 2012.
  13. apps.owncloud.com/
  14. ownCloud – development started. In: Karlitschek’s Blog. 13. März 2010, abgerufen am 8. März 2013 (englisch).
  15. ownCloud 1.0 is here. In: Karlitschek’s Blog. 24. Juni 2010, abgerufen am 8. März 2013 (englisch).
  16. ownCloud 1.1 released. In: Karlitschek’s Blog. 23. November 2010, abgerufen am 8. März 2013 (englisch).
  17. ownCloud 2 is released. In: Karlitschek’s Blog. 11. Oktober 2011, abgerufen am 8. März 2013 (englisch).
  18. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s Changelog. In: ownCloud.org. Abgerufen am 21. Juli 2016 (englisch).
  19. Andreas Donath: Selbst gemachter Cloudspeicher mit Virenschutz. In: Golem.de. Klaß & Ihlenfeld Verlag GmbH, 14. März 2013, abgerufen am 14. März 2013 (deutsch).
  20. Markus Feilner: Cebit 2013: Owncloud 5 kommt am Donnerstag. In: Linux-Magazin Online. Medialinx AG, 28. Februar 2013, abgerufen am 3. März 2013 (deutsch).
  21. ownCloud Versionen. Abgerufen am 29. März 2013 (deutsch).
  22. ownCloud Vorschau auf Owncloud 6. Abgerufen am 9. Oktober 2013 (deutsch).
  23. ownCloud 7 Features. Abgerufen am 16. September 2014 (englisch).
  24. a b c d e Joos Portvliet: ownCloud 9.0 is here! 8. März 2016, abgerufen am 9. März 2016 (englisch).
  25. ownCloud 8 Features. Abgerufen am 9. Februar 2015 (englisch).
  26. ownCloud 8.1 Features. Abgerufen am 7. Juli 2015 (englisch).
  27. ownCloud Server 8.2 is here. Abgerufen am 20. Oktober 2015 (englisch).
  28. ownCloud 8.2 Features. Abgerufen am 20. Oktober 2015 (englisch).
  29. Github – Entwicklungsseite. Abgerufen am 26. Februar 2016 (englisch).
  30. nine | ownCloud.org. Abgerufen am 18. März 2016 (englisch).
  31. Federated Sharing – What’s new in ownCloud 9.0. Abgerufen am 18. März 2016 (englisch).
  32. Nextcloud ist der „Neustart“ für Owncloud. golem.de, 2. Juni 2016, abgerufen am 2. Juni 2016 (deutsch).