Oyes

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Oyes
Oyes (Frankreich)
Oyes
Region Grand Est
Département Marne
Arrondissement Épernay
Kanton Sézanne-Brie et Champagne
Gemeindeverband Sézanne-Sud Ouest Marnais
Koordinaten 48° 48′ N, 3° 47′ OKoordinaten: 48° 48′ N, 3° 47′ O
Höhe 82–111 m
Fläche 7,69 km2
Einwohner 79 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 10 Einw./km2
Postleitzahl 51120
INSEE-Code

Oyes ist eine französische Gemeinde mit 79 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Département Marne in der Region Grand Est (bis 2015 Champagne-Ardenne). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Épernay und zum 2016 gegründeten Gemeindeverband Sézanne-Sud Ouest Marnais. Die Bewohner werden Oyats genannt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oyes liegt etwa 70 Kilometer nordnordwestlich von Troyes und etwa 100 Kilometer östlich von Paris am Oberlauf des Petit Morin, der hier das Moorgebiet Marais de Saint-Gond durchquert. Großräumiger gesehen liegt Oyes im Süden der Champagne sèche, der „trockenen Champagne“, auch „lausige Champagne“ (Champagne pouilleuse) oder „kreidehaltige Champagne“ (Champagne crayeuse) genannt. Die Umgebung vdes Dorfes Oyes ist tischeben auf 140 Metern über dem Meer und im Westen, Norden und Osten von Sumpfflächen umgeben. Im Westen der Gemeinde erheben sich einzelne bewaldete Hügel über die 200-m-Marke. Umgeben wird Oyes von den Nachbargemeinden Villevenard im Norden, Reuves im Osten, Mondement-Montgivroux im Süden, Soizy-aux-Bois im Westen sowie Corfélix (Berührungspunkt) und Talus-Saint-Prix im Nordwesten.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2013
Einwohner 115 106 92 99 94 88 84 73
Quelle: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Kirche Saint-Genest stammt aus dem 12. und 13. Jahrhundert.
  • Das Kloster Saint-Pierre-d’Oyes, auch Abtei Saint-Gond oder Priorat von Saint-Gond genannt, wurde im Jahr 676 von Saint Gond (St. Godon), einem Neffen von Saint Wandrille (Wandregisel), und seinen Anhängern gegründet. Sie war ursprünglich eine einfache Gemeinde, die in den Sümpfen von Oyes angesiedelt war und sich um eine seit 660 bestehende dem Heiligen Peter geweihte Kapelle versammelte. Das Kloster wurde im 9. Jahrhundert bei normannischen Einfällen zerstört und im 10. Jahrhundert unter dem Namen Abbaye de Saint-Gond neu errichtet. 1344 verlor es seinen Status als Abtei und wurde unter Aufsicht der Abtei Montier-la-Celle (Abbaye Saint-Pierre de Montier-la-Celle) wieder Priorat. Das Priorat verfiel langsam und wurde im Jahr 1731 aufgelöst. Die Abteikirche wurde 1808 abgerissen. Im Jahr 1891 fand man bei Ausgrabungen in den Überresten der Abtei glasierte Fliesen. Aus dem Klostergelände wurde ein Bauernhof, den deutsche Truppen am 8. September 1914 während der Schlacht um die Sümpfe von Saint-Gond plünderten und abbrannten. Heute sind Reste eines Klostergebäudes restauriert und werden als privates Landhaus genutzt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Oyes sind 33 Landwirtschaftsbetriebe ansässig (Anbau von Getreide, Weidewirtschaft, Weinkellerei und -verkauf).[1]

Oyes liegt abseits der größeren Verkehrsachsen. Vier Kilometer westlich von Oyes verläuft die Fernstraße D951 von Sézanne nach Épernay.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landwirtschaftsbetriebe auf annuaire-mairie.fr (französisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oyes – Sammlung von Bildern