Päijänne

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen Asteroiden siehe (1535) Päijänne.

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Päijänne
Lage des Päijänne-Sees in Finnland
Lage des Päijänne-Sees in Finnland
Geographische Lage Finnland
Zuflüsse Jämsänjoki, Jyväsjärvi, Leppävesi
Abfluss Kalkkistenkoski
Größere Städte in der Nähe Lahti, Heinola und Jyväskylä
Daten
Koordinaten 61° 28′ 37″ N, 25° 25′ 41″ OKoordinaten: 61° 28′ 37″ N, 25° 25′ 41″ O
Höhe über Meeresspiegel 78,4 m
Fläche 1.118 km²f5
Volumen 18 km³f8
Maximale Tiefe 95,3 mf10
Mittlere Tiefe 16,2 mf11

Der Päijänne [ˈpæi̯jænːɛ] ist der längste See Finnlands. Er erstreckt sich mit zahlreichen Ausläufern ca. 120 km von Asikkala im Süden bis Jyväskylä im Norden.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesamtfläche des Seengebietes beläuft sich auf 1.118 km²[1]. Auf ihm gibt es 1.886 Inseln. Mit einer maximalen Tiefe von 95 Metern ist er der tiefste See Finnlands und auch der volumenmäßig wasserreichste.[2] Der Päijänne ist als Ausflugsgebiet sehr beliebt. Es werden Dampferfahrten angeboten, außerdem gibt es am Ufer zahlreiche Ferienhäuser (Mökkis), bei denen die Finnen ihre Freizeit mit Angeln, Beerensammeln, Baden und Grillen verbringen. Weiterhin dient die Seenplatte als wichtiges Habitat für Pflanzen und Tiere und zur Trinkwasserversorgung: Die finnische Hauptstadt Helsinki und ihr Umland werden über den 120 Kilometer langen Päijänne-Tunnel mit Trinkwasser aus dem Päijänne versorgt.

Die Etymologie des Namens Päijänne ist unklar, möglicherweise stammt dieses Hydronym aus einer unbekannten Substratsprache aus der Zeit noch vor der Besiedlung Finnlands durch finno-ugrischsprachige Völker. [3]

Sonnenuntergang über dem Päijänne-See in Sysmä, Finnland. Rechts im Bild: die Insel Päijätsalo, Teil des Päijätsalo-Nationalparks.

Der am 9. September 1939 entdeckte Asteroid (1535) Päijänne trägt den Namen des Sees[4].

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ymparisto.fi: Päijänne (finnisches Umweltministerium)
  2. Esko Kuusisto: Lake District in Finland. In: Matti Seppälä (Hg.): The Physical Geography of Fennoscandia. Oxford University Press 2005. S. 286.
  3. Angela Marcantonio: The Uralic Language Family: Facts, Myths and Statistics. Blackwell, Oxford 2002.
  4. MPC

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Päijänne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien