Pétionville

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

18.50983-72.285553Koordinaten: 18° 31′ N, 72° 17′ W

Karte: Haiti
marker
Pétionville
Magnify-clip.png
Haiti

Pétionville ist ein Vorort der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince. Er hatte 2003 283.052 Einwohner[1]. Die Stadt erhielt ihren Namen durch Alexandre Sabès Pétion (1770–1818), einem General, der unter anderem auch Präsident von Haiti war. Sie liegt ca. sechs Kilometer östlich der Hauptstadt am Rande einer grünen Hügelkette.

Im 18. und 19. Jahrhundert war Pétionville vor allem durch Holzkohlenwirtschaft und Kaffeeanbau bekannt. Heute ist die Stadt vor allem durch den Tourismus, das damit verbundene Nachtleben und ihre Wohnanlagen bekannt. Sie ist einer der wohlhabendsten Orte in ganz Haiti, hier wohnen die Oberschichtfamilien (besonders hervorzuheben sind: Brandt, Mevs, Accra, Bigio, Behrmann und Madsen) [2], Diplomaten, Geschäftsleute und die Mittelschicht der Region Port-au-Prince, die zum Arbeiten in die Hauptstadt fährt. Pétionville gilt als ziemlich sicher, im Gegensatz zu vielen anderen Städten in Haiti.

International bekannt wurde die Stadt im November 2008, als durch Konstruktionsfehler eine Schule einstürzte und bis zu 700 Kinder und Lehrer verschüttete, wodurch mindestens 82 von ihnen ums Leben kamen.[3]

Vom Erdbeben am 12. Januar 2010 ist Petionville weitgehend verschont geblieben. [4] [5]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkstelling door het Institut Haïtien de Statistique et d'Informatique (IHSI), 7. August 2003
  2. [1]
  3. n-tv.de: Schule in Haiti eingestürzt - Mindestens 80 Tote (8. November 2008)
  4. [Die Elite Haitis blieb vom Erdbeben verschont, Heise online (18. Januar 2010)]
  5. Haiti's elite spared from much of the devastation Washington Post Foreign Service (18. Januar 2010)