Píratar

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Píratar
Piratenpartei
Logo der Isländischen Piratenpartei
Parteivorsitzender Helgi Hrafn Gunnarsson
Partei­vorsitzender Helgi Hrafn Gunnarsson
Gründung 24. November 2012
Haupt­sitz Reykjavík
Jugend­organisation Ungir Píratar
Aus­richtung Piratenpolitik
Farbe(n) Lila
Parlamentssitze
3/63
Althing
Mitglieder­zahl 520
Internationale Verbindungen Pirate Parties International
Europapartei Europäische Piratenpartei
Website www.piratar.is

Píratar (Parteibuchstabe: Þ) ist die isländische Piratenpartei.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Partei wurde am 24. November 2012 nach einer mehrmonatigen Vorbereitungsphase[1] in Reykjavík gegründet. Erste Präsidentin war Birgitta Jónsdóttir, Abgeordnete des isländischen Parlaments Althing.[2] 2013–2014 war der Parlamentsabgeordnete Jón Þór Ólafsson Parteivorsitzender,[3] von 2014 bis 2015 hatte das Amt wieder Birgitta Jónsdóttir inne.[4] Seit 2015 ist Helgi Hrafn Gunnarsson Vorsitzender.[5]

Zu den Gründern zählen neben der ehemaligen WikiLeaks-Sprecherin Birgitta Jónsdóttir der Geschäftsführer der Isländischen Initiative zu modernen Medien (IMMI), Smári McCarthy sowie der ehemalige Sprecher von OpenLeaks, Herbert Snorrason.[6]

Die Partei erhielt bei ihrem erstmaligen Antreten zu der Parlamentswahl in Island 2013 5,1 % der Stimmen, sie eroberte damit drei Sitze im Althing. Im März 2015 wurde sie erstmals in einer Wahlumfrage stärkste Partei.[7]

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Parteivorstand besteht aus sieben Mitgliedern. Dabei soll die Präsidentin als Vorsitzende des Vorstands dennoch als „Gleiche unter Gleichen“ angesehen werden. Zwei Vorstandsmitglieder werden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, die vier weiteren wurden mittels übertragbarer Einzelstimmgebung gewählt.[8]

Am 20. August 2013 wurde die Jugendorganisation Ungir Píratar gegründet.[9] Dieser können Personen von 15 bis 30 Jahren beitreten.[10] Die Ungir Piratar sind Mitglied der europäischen Jugendorganisation Young Pirates of Europe.

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In ihrem Programm setzt sich die Partei unter anderem für folgende Punkte ein:[11]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Reinhard Wolff: Piratenpartei in Island geplant: Mit Intuition die Welt verändern. Die Tageszeitung, 30. Juli 2012, abgerufen am 4. April 2016.
  2. Grapevine Pirate Party Of Iceland Officially Established (englisch)
  3. Jón Þór Ólafsson (Englisch) Althingi. Abgerufen am 26. März 2015.
  4. Birgitta Jónsdóttir (Englisch) Althingi. Abgerufen am 1. Juni 2016.
  5. Helgi Hrafn Gunnarsson (Englisch) Althingi. Abgerufen am 1. Juni 2016.
  6. Kirsten O'Brien: Party Like A Pirate. The Reykjavik Grapevine, 23. November 2012, abgerufen am 4. April 2016 (englisch).
  7. The Pirates are now Iceland's most popular political party. Iceland Monitor, 19. März 2015, abgerufen am 4. April 2016 (englisch).
  8. Pirate Times Iceland has a Pirate Party
  9. http://www.ruv.is/frett/stofna-unglidahreyfingu-pirata
  10. http://piratetimes.net/icelandic-pirates-found-a-youth-wing/
  11. Grunnstefna Píratar (Isländisch)