Pöttelsdorf

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Pöttelsdorf
Wappen von Pöttelsdorf
Pöttelsdorf (Österreich)
Pöttelsdorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Mattersburg
Kfz-Kennzeichen: MA
Fläche: 7,85 km²
Koordinaten: 47° 45′ N, 16° 26′ OKoordinaten: 47° 45′ 9″ N, 16° 26′ 12″ O
Höhe: 205 m ü. A.
Einwohner: 728 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 93 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7023
Gemeindekennziffer: 1 06 08
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Pöttelsdorf
7023 Pöttelsdorf
Website: www.gemeindepoettelsdorf.at
Politik
Bürgermeister: Rainer Schuber (ÖVP)
Gemeinderat: (2012)
(13 Mitglieder)
8
5
Von 13 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Pöttelsdorf im Bezirk Mattersburg
Antau Bad Sauerbrunn Baumgarten Draßburg Forchtenstein Hirm Krensdorf Loipersbach Marz Mattersburg Neudörfl Pöttelsdorf Pöttsching Rohrbach bei Mattersburg Schattendorf Sieggraben Sigleß Wiesen Zemendorf-Stöttera BurgenlandLage der Gemeinde Pöttelsdorf im Bezirk Mattersburg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Gemeindeamt
Gemeindeamt
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Pöttelsdorf ist eine Gemeinde im Bezirk Mattersburg im Burgenland in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Petőfalva.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Pöttelsdorf stellt eine Talsiedlung entlang des Wulka-Tals dar, ein Teil des Gebiets erhebt sich im Süden sanft gegen den Marzer Kogel und bildet das traditionelle Weinbaugebiet.

Der Altlauf der Wulka wurde wiederhergestellt; das Wulka-Biotop ist ein Hochwasserrückhaltebecken, das umweltschonend in die Natur eingebettet wurde und den landschaftlichen Reiz mit seiner Tier- und Pflanzenwelt noch zusätzlich bereichert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg. Später lag das heutige Pöttelsdorf in der römischen Provinz Pannonia.

Im Jahr 1926 wurde beim Brunnenschlagen ein Frauenskelett gefunden. Anhand der Grabbeigaben – ein Bronzearmreif und zwei Tongefäße – lässt sich das Grab in die Frühlatènezeit (~380 v. Chr. – 280 v. Chr.) datieren. Die Körperbestattung eines jungen Mannes, ebenfalls aus der Frühlatènezeit, wurde 1984 im Rahmen einer Notgrabung durch Karl Kaus vom Landesmuseum Burgenland geborgen. An einem Löss-Abhang im Westen des Ortes gelegen, wurde es beim Graben auf dem ehemaligen katholischen Friedhof entdeckt. Grabbeigaben waren ein hallstattzeitliches Bronzesieb, einige verschieden große Flaschen, eine Schale im Braubacher Stil und zwei Fibeln. Dass es sich bei dem Bestatteten um einen Krieger handeln dürfte, zeigen die beigegeben Eisenwaffen, eine Lanzenspitze und ein beschädigtes Schwert mit Scheide. Das Bronzesieb wurde offenbar aus einer ostalpinen hallstattzeitlichen Tasse gefertigt, was auf einen Weiterbestand langlebiger älterer Traditionen schließen lässt.[1]

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Petofalva verwendet werden.

Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Rainer Schuber von der ÖVP. Von den 13 Sitzen der Gemeindevertretung hält die ÖVP 8 und die SPÖ 5 Mandate.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Pfarrkirche ist ein neugotischer Bau von 1900/1901.

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Pöttelsdorf

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Susanne Sievers, Otto Helmut Urban, Peter C. Ramsl: Lexikon zur Keltischen Archäologie. A–K; L-Z. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2012, ISBN 978-3-7001-6765-5, S. 1507.