Płakowice

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Płakowice
Wappen fehlt
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Płakowice (Polen)
Płakowice
Płakowice
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Powiat: Lwówek Śląski
Stadtteil von: Lwówek Śląski
Gmina: Lwówek Śląski
Fläche: 9,17 km²
Geographische Lage: 51° 7′ N, 15° 37′ OKoordinaten: 51° 6′ 45″ N, 15° 37′ 15″ O
Höhe: 210 m n.p.m.
Einwohner: 796 (1988)
Postleitzahl: 59-600
Telefonvorwahl: (+48) 75
Kfz-Kennzeichen: DLW
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Lwówek ŚląskiZłotoryja
Schienenweg: Legnica – Jerzmanice-Zdrój
Nächster int. Flughafen: Breslau



Schloss Plagwitz

Płakowice (deutsch: Plagwitz) ist ein Stadtteil von Lwówek Śląski in der polnischen Woiwodschaft Niederschlesien.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt drei Kilometer östlich von Lwówek Śląski am Bach Widnica.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung von Plagwitz erfolgte 1209, als Herzog Heinrich I. der Stadt Löwenberg die Gerichtsbarkeit über das Dorf bestätigte. Im Jahre 1330 waren Seyfried und Nicol von Raussendorf Besitzer des Gutes. 1346 erhielt die Löwenberger Pfarrkirche ein Teil von Plagwitz als Schenkung. 1427 verwüsteten die Hussiten den Ort. Seit 1475 gehörte Plagwitz den Herren von Talkenberg. Zwischen 1550 und 1562 erfolgte der Bau des Schlosses für Rampholt von Talkenberg. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts erwarben die Herren von Schaffgotsch das Gut.

Von 1816 bis 1945 gehörte Plagwitz zum Landkreis Löwenberg in Schlesien. Die Provinz Schlesien betrieb hier eine Heil- und Pflegeanstalt.[1]

In der Nacht vom 8. zum 9. Juli 1905 brannte die Windmühle ab; in den Trümmern wurde die Leiche des ermordeten Müllers Knappe gefunden. Die Ermittlungen ergaben, dass der Raubmord durch Knappes Bediensteten August Sternickel mit den Komplizen Reinhold und Wilhelm Pietsch verübt worden war.

Im Jahre 1939 lebten in Plagwitz 1868 Menschen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kam Plagwitz zu Polen und wurde in Płakowice umbenannt. Später wurde das Dorf in die Gemeinde Lwówek Śląski eingegliedert und hatte bis Ende 1999 ein Schulzenamt. Seit Beginn des Jahre 2000 bildet Płakowice einen Stadtteil von Lwówek Śląski.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gottfried Hoffmann (1658–1712), evangelischer Pädagoge und Kirchenliederdichter
  • Otto Lummitzsch (1886–1962), Gründer der Technischen Nothilfe und des Technischen Hilfswerks
  • Rudolf Scholz (* 1939), Journalist und Schriftsteller
  • Klaus Sandler (1945–1984), Schriftsteller, Herausgeber und Verleger österreichischer Literatur

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Petersen-Borstell: Provinzial-Heil- u. Pflegeanstalt Plagwitz a. Bober. In: Deutsche Heil- und Pflegeanstalten für Psychischkranke in Wort und Bild. Band 1, Halle an der Saale, 1919, Seiten 365–373