PAC CT/4 Airtrainer

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PAC CT/4 Airtrainer
Die erste PAC CT/4 Airtrainer
Typ: Schulflugzeug
Entwurfsland: NeuseelandNeuseeland Neuseeland
Hersteller: Pacific Aerospace
Erstflug: 23. Februar 1972
Stückzahl: ca. 153

Die PAC CT/4 Airtrainer ist ein zweisitziges Schulflugzeug des neuseeländischen Herstellers Pacific Aerospace.

Geschichte und Konstruktion[Bearbeiten]

PAC Vorgänger Aero Engine Services Ltd leitete die CT/4 aus dem früheren viersitzigen Prototypen Victa/AESL Aircruiser ab, selbst eine Weiterentwicklung der Victa/AESL Airtourer, deren Produktion in Australien in den 1960er Jahren begann und dann über Tasmanien nach Neuseeland verlegt wurde, wo in den 1970er Jahren 87 Exemplare in Hamilton hergestellt wurden.

Die CT/4 Airtrainer ist ein zweisitziger einmotoriger Ganzmetalleindecker mit nicht einziehbarem Bugradfahrwerk. Äußerlich unterscheidet sich die CT/4 von der Airtourer und Aircruiser vor allem durch seinen größeren Motor und die Cockpithaube.

Der CT/4 Prototypen ZK-DGY flog erstmals am 23. Februar 1972. Zwei Prototypen wurden gebaut, zu diesem Zeitpunkt ging bei AESL New Zealand Aerospace Industries Ltd.der erste Auftrag über 24 Exemplare von der Thailändischen Luftwaffe ein. Dieser Typ wurde dann auch von der Royal Australian Air Force als Anfängerschulflugzeug ausgewählt. Ab der 62. Maschine, wurde die erste CT/4B mit Detailverbesserungen, vor allem in der Instrumentierung ausgeliefert. Die CT/4B wurde von der Royal New Zealand Air Force (19) und der Rodesischen Luftwaffe (14) bestellt. Die rhodesischen Flugzeuge wurden allerdings auf Grund des mittlerweile verhängten Embargos nicht ausgeliefert und waren 6 Jahre eingelagert, bevor sie von der Royal Australian Air Force gekauft wurden. Dies verursachte finanzielle Probleme für die Hersteller, die nach Umorganisation und Neugründung nun den Namen Pacific Aerospace führte.

Obwohl seit mehreren Jahren die Produktion eingestellt war, wurden im Jahr 1991, in dem Versuch eine lukrativen US Air Force-Ausschreibung zu gewinnen, zwei neue CT/4 Zellen produziert, die CT/4D Turboprop und die CT/4E mit einem 300 PS Kolbenmotor, einem 3-Blatt Propeller und 100 mm längerem Rumpf, sowie nach hinten verschobenem Tragflächenbeginn. Zu der Zeit erfolgten wieder Bestellungen sodass PAC 1998 die Produktion der CT/4E für die Royal New Zealand Air Force (13) und Royal Thai Air Force (16) wieder aufnahm.

Varianten[Bearbeiten]

  • CT/4A: Angetrieben von einem 210 PS starken Continental Kolbenmotor, 78 produziert
  • CT/4B: Angetrieben von einem 210 PS oder 225 PS Continental Kolbenmotor, 38 gebaut
  • CT/4C: Turboprop-Variante zu diesem Zweck wurde eine CT/4B der RNZAF umgebaut, 1 Prototyp - später zurückgebaut
  • CT/4D: (auch CT/4CR genannt) Vorschlag einer Version mit Einziehfahrwerk, das jedoch nie geflogen ist
  • CT/4E: Angetrieben von einem 300 PS starken Lycoming-Motor der einen Dreiblattpropeller antreibt, wurde die CT/4E entwickelt, um an einer USAF-Ausschreibung teilzunehmen, obwohl die Ausschreibung nicht gewonnen wurde, bestellten sowohl die RTAF, RNZAF und Singapur Maschinen. Es handelt sich hierbei um das aktuelle Serienmodell.
  • CT/4F: Dies Version wurde für eine RAAF-Ausschreibung mit einem 300 PS starken Motor angeboten, wobei auch in Verbindung mit Raytheon Australia Glas-Cockpit Avionik, wie sie auch in der Beechcraft T-6 verwendet wird, eingebaut wurde. Zudem wurden Aufhängepunkte unter den Tragflächen, Klimaanlage eingebaut und der Schwerpunkt nach hinten verlegt. Ein Prototyp wurde gebaut.
  • CT/4G: eine auf der CT/4E basierendes Flugzeuge mit einem Garmin G1000 Glascockpit.

Militärische Nutzung[Bearbeiten]

Technische Daten[Bearbeiten]

Kenngröße Daten[1]
Besatzung 2
Länge 7 m
Spannweite 7,9 m
Höhe 2,6 m
Flügelfläche 11,98 m²
Leermasse 780 kg
max. Startmasse 1202 kg
Höchstgeschwindigkeit 426 km/h
Dienstgipfelhöhe 5547 m
Reichweite 1112 km
Triebwerke Teledyne Continental IO-360-HB9 Kolbenmotor mit 157 kW

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ewing, Ross and MacPherson, Ross The History of New Zealand Aviation, Heinemann, 1986
  • Knowles, Alan, New Zealand Aircraft, IPL Books, Wellington, 1990

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. David Rendall: Jane's Aircraft Recognition Guide. HarperCollinsPublishers, Glasgow, UK 1995, ISBN 0-00-470980-2.

Weblinks[Bearbeiten]