PC-Spiel

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Ein ähnliches Logo findet sich auf vielen Hüllen von Windows-PC-Spielen.

Ein PC-Spiel ist ein Computerspiel, das auf einer Personal-Computer-Plattform läuft. Wegen des großen Erfolg des IBM PC und der IBM-PC-kompatiblen Computer wird jedoch oft „PC“ mit „IBM-PC-kompatibel“ gleichgesetzt[1] und ein PC-Spiel kann kontextabhängig auch das Windows-Spiel oder, mit den bis in die 1990er Jahre verbreiteten ursprünglichen IBM-kompatiblen PCs, das DOS-Spiel meinen. Der Windows-PC gilt als die weltweit wichtigste Spieleplattform.[2]

Abgrenzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff „PC-Spiel“ ist ebenso kontextabhängig wie der Begriff „Personal Computer“ selbst. Einerseits bezieht sich die Abkürzung „PC“ auf alle Allzweckrechner für den persönlichen Gebrauch. Ein PC-Spiel grenzt sich damit von Computer- oder Videospielen auf anderen Plattformen wie z. B. Spielkonsolen, auf denen Konsolen-Spiele laufen, oder Smartphones, auf denen Handy-Spiele laufen, ab.

Andererseits steht „PC“ speziell für den IBM-kompatiblen PC.[1] Daher sind viele PC-Spiele für die auf PCs laufenden Betriebssysteme MS-DOS – und dazu kompatibles DOS wie PC DOS – der 1980er und 1990er Jahre, oder seit den 1990er Jahren für eine Version von Windows programmiert. Windows-Spiele für die x86-Architektur werden oft mit PC-Spielen gleichgesetzt.[2][3] Viele PC-Spiele sind mit Windows auf anderen Plattformen, etwa auf der Arm-Architektur, nicht kompatibel.[4] Neben der Prozessorarchitektur spielen weitere Hardware-Details eine Rolle, etwa die Grafikkarte: Gamer- oder Gaming-PCs und -Laptops sind speziell für diesen Zweck ausgelegte, meist leistungsfähigere (Windows-)Computer.[1]

Personal Computer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu PC-Spielen in der allgemeinen Bedeutung zählen sowohl DOS- und Windows-Spiele als auch Mac- und Linux-Spiele. Auch die Plattformen der Heimcomputer zählen zur Klasse der Personal Computer, sodass auch C64-, Amiga- und Apple-II-Spiele im allgemeinen Sinn „PC-Spiele“ sind.[5]

IBM-kompatible DOS- und Windows-PCs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In diesem Kontext bezeichnet „PC-Spiel“ speziell den PC als Plattform des IBM-PC-kompatiblen Computers – derartige PC-Spiele sind daher DOS- oder Windows-Spiele. Macs und andere PC-Betriebssysteme, wie beispielsweise Linux, sind dann nicht gemeint.[6] Für letzteres wird die Bezeichnung „Linux-Spiel“ verwendet, was sich allerdings ebenfalls nahezu immer auf die x86-Architektur bezieht. Wie auch bei Windows sind andere Architekturen als x64 bzw. x86-64 (64-Bit-x86), bei älteren Spielen auch noch IA-32 (32-Bit-x86, retronym manchmal auch mit „x86-32“ bezeichnet), auf denen Linux ebenfalls läuft, im Normalfall nicht im Begriff „Linux-Spiel“ enthalten, obwohl es Ausnahmen bzw. Portierungen gibt.[7][8] Allerdings gibt es Software um PC-Spiele für DOS oder Windows auch unter Linux zu nutzen.[9][10][11] Auch können PC-Spiele teils auf anderen Prozessorarchitekturen gespielt werden, was jedoch hauptsächlich bei Retro-Spielen und Konsolenspielen mittels Emulation umgesetzt wird.[12]

Konkurrenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konkurrenz-Spieleplattformen zu (Windows-)PC-Spielen sind Mac-Spiele und Linux-Spiele. Im allgemeinen Sinn sind der Hauptkonkurrent aller PC-Spiele die Konsolenspiele.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Artur-Axel Wandtke, Claudia Ohst: Praxishandbuch Medienrecht, Band 2: Schutz von Medienprodukten. 3., neu bearbeitete Auflage. De Gruyter, 2014, ISBN 978-3-11-031393-2, 6. Computerrecht – Computerspiele, S. 526 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche): „Die Unterscheidung in PC-Spiele, Video-Spiele, Konsolen-Spiele, Handy-Spiele, Tele-Spiele oder Arcade-Spiele ist zwar für die Werbung und die Nutzerkreise interessant. … 2. Plattformen für Computerspiele; Als Plattformen für Computerspiele eigenen sich sowohl für allgemeine Aufgaben vorgesehene Computer (PC25, Mac) als auch spezielle Spielkonsolen (Playstation 1–4, XBox (360, One), Wii, Gamecube, Playstation portable, Gameboy (DS)). … 25 Unter PC versteht man gewöhnlich IBM-kompatible Rechner. Die meisten kommerziellen Spiele setzen das Betriebssystem Windows XP oder Windows Vista voraus. Sog Gamer-PC oder Gamer-Laptops sind besonders leistungsfähige und auf die Bedürfnisse von Spielern ausgerichtete Computer.“
  2. a b c Petra Schmitz, Daniel Visarius, Christian Schmidt: Wunderkiste PC (Teil 1) – Die wichtigste Spieleplattform der Welt. In: GameStar. Webedia, 31. Oktober 2010, abgerufen am 23. Dezember 2021: „Spielkonsolen boomen, und dennoch: Die wichtigste Spieleplattform der Welt ist der PC. Der sperrige Kasten ist kein Auslaufmodell, sondern setzt im Gegenteil Trends für die Technik und die Spiele der Zukunft. Auch GameStar war besorgt: »Droht das Ende des PCs?«, fragten wir Ende 2007 in einem großen Report und beschrieben den Wettlauf der altehrwürdigen Windows-Rechner mit der sexy neuen Generation der Konsolen.“
  3. Gaming-Systemanforderungen für die heißesten Titel des Jahres 2020. Intel, abgerufen am 23. Dezember 2021.
  4. Häufig gestellte Fragen zu Windows Arm-basierten PCs. Microsoft, 5. April 2023, abgerufen am 10. August 2023: „Welche Einschränkungen sollte ich beim Ausführen eines Windows 11 Arm-basierten PC beachten? … Bestimmte Spiele funktionieren nicht.“
  5. Julia Kaule: Seminararbeit: Computerspiel – das interaktive Medium. GRIN, 11. März 2005, 1. Was ist ein Computerspiel?, S. 4 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche): „Die letzte Gruppe der Bildschirmspiele sind Computerspiele. Sie sind dadurch gekennzeichnet, dass sie an einem Computer gespielt werden, der eigentlich für ernsthafte Anwendungen gedacht ist. Zu den Computern zählen moderne Modelle, wie PC oder MAC, aber genauso die älteren Modelle Amiga, Robotron und C64.“
  6. A. D. Astinus: Der Retro- und Kult PC-Spiel Report – Von Klassikern wie Donkey Kong, Pitfall Centipide, Scramble und Moon Patrol. neobooks Self-Publishing, 2013, ISBN 978-3-8476-5001-0 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche): „Ultima … Frühe Teile der Serie (bis Teil V) wurden auf dem Apple II entwickelt und für die wichtigsten zur jeweiligen Zeit verbreiteten Heimcomputer und Spielkonsolen herausgebracht (v. a. Apple II, Atari 8-bit, Commodore 64/128, Amiga, Atari ST, Mac, IBM PC und Kompatibel, FM Towns, Nintendo, Sega Master System), die späteren Spiele (ab Teil VI) wurden auf PC entwickelt und erschienen meist auch nur noch für PCs, in Japan teilweise auch noch für Spielkonsolen à la SNES.“
  7. Native Clients für Linux. In: RuneScape FAQ. Jagex, abgerufen am 23. Dezember 2021: „In diesem Artikel geht es darum, wie man RuneScape mit Linux spielen kann. … Unterstützte Plattformen: Linux, Mac, BSD, Solaris, Windows & Wine; Architektur: 32 Bit, 64 Bit, SPARC & ARM“
  8. Gunnar von Boehn: Robin Hood : The Legend of Sherwood. Abgerufen am 23. Dezember 2021 (englisch): „Now available for PowerPC Linux“
  9. Liane M. Dubowy: Steam Beta lässt Windows-Spiele unter Linux laufen. In: Heise online. 22. August 2018. Abgerufen am 23. Dezember 2021.
  10. PC-Spiele unter Linux 7 Häufig gestellte Fragen und Bedenken. ephesossoftware.com, abgerufen am 23. Dezember 2021.
  11. Liane M. Dubowy: c’t stellt vor: GameHub – die Linux-Spielebibliothek. In: Heise online. 14. Oktober 2020. Abgerufen am 23. Dezember 2021.
  12. Alexander Spier: Raspberry Pi 4: So schnell ist er bei Retro-Spielen. In: Heise online. 12. Juli 2019. Abgerufen am 23. Dezember 2021.