PMR-Funk

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PMR-Funkgerät

PMR446 ist eine Jedermannfunkanwendung für analoge und digitale Sprachübertragung, der der UHF-Frequenzbereich 446,000–446,200 MHz zugeteilt ist. PMR446 ist das europäische Pendant zum amerikanischen FRS, kurz für Family Radio Service.

Frequenzbereich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kanal Frequenz
in MHz
Nutzung (Inoffiziell)
1 446,00625 Standardfrequenz, unterstützt von jedem Gerät,
immer Kanal 1
2 446,01875 Geocachingkanal
3 446,03125
4 446,04375 Bei Dreikanal-PMR-Funkgeräten Kanal 2.
5 446,05625 Contestkanal
6 446,06875 Kanal für Veranstaltungen
7 446,08125 Bei Dreikanal-PMR-Funkgeräten Kanal 3.
8 446,09375 Fahrzeugkanal
9 446,10625 neu seit 28.09.2016
10 446,11875 neu seit 28.09.2016
11 446,13125 neu seit 28.09.2016
12 446,14375 neu seit 28.09.2016
13 446,15625 neu seit 28.09.2016
14 446,16875 neu seit 28.09.2016
15 446,18125 neu seit 28.09.2016
16 446,19375 neu seit 28.09.2016

Für analoge PMR446-Sprachübertragung ist der Frequenzbereich in sechzehn Kanäle im 12,5-kHz-Raster unterteilt (siehe nebenstehende Tabelle).

Für digitale PMR446-Sprachübertragung (alte Bezeichnung:DMR446) stehen 16 Kanäle im 6,25-kHz-Raster und 8 Kanäle im 12,5 kHz-Raster zu Verfügung. Ab 1.1.2018 können für digitale Sprachübertragung 32 Kanäle im 6,25-kHz-Raster und 16 Kanäle im 12,5-kHz-Raster genutzt werden. Die Digitalkanäle befinden sich im selben Frequenzraum wie die Analogkanäle.

Auf den 16 Analogkanälen können durch die Verwendung von Pilottonverfahren Benutzergruppen gebildet werden. Im Allgemeinen werden dafür CTCSS (Continuous Tone Coded Subaudio Squelch oder Continuous Tone Coded Squelch System), ein analoges Verfahren, oder die digitale Rauschsperre Digital-Coded Squelch (DCS) eingesetzt. Bei CTCSS ist zu beachten, dass nur das eingegangene Signal blockiert wird. Beim Senden wird neben der Sprache der CTCSS-Ton ausgesandt, und das empfangende Funkgerät öffnet bei übereinstimmender Codierung die CTCSS-Rauschsperre.

Hat man das Funkgerät z. B. auf Kanal 4 und CTCSS-Codierung 13 eingestellt, hört man nur die Stationen, die auch den gleichen CTCSS-Ton aussenden. Alle Benutzer, die Kanal 4 ohne CTCSS-Subcodierung, bzw. CTCSS 0 eingestellt haben, können die Aussendungen mithören, jedoch werden sie von den anderen dann nicht gehört. DCS-/CTCSS-Kodierungen dürfen also nicht mit „Abhörsicherheit“ verwechselt werden, denn wer sich auf dem „Hauptkanal“ CTCSS 0 befindet, hört alle Sendungen der „Unterkanäle“ mit. Diese Kodierverfahren dienen also lediglich dazu, andere Teilnehmer auf demselben Kanal auszublenden.

Reichweite[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die maximale Reichweite eines PMR446-Gerätes hängt stark von der Umgebung ab. Unter optimalen Bedingungen kann man bis zu zehn Kilometer überbrücken (z. B. zwischen zwei Berggipfeln). In stark verbauten Gebieten kommt man oft nicht einmal einen Kilometer weit. In Wäldern liegt die Reichweite meist zwischen zwei und drei Kilometer. Die meisten Handgeräte schaffen in bebauten Gebieten nur knapp 200 m.

Gateways[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitunter wird analoges PMR446 auch dazu verwendet, um über HF-Gateways mittels VoIP weite Distanzen via Internet zu überbrücken. Dafür wird ein Programm (z. B. eQSO, FRN, TeamSpeak oder Mumble) eingerichtet, das die empfangenen Audiosignale ins Internet einspeist und an einem anderen Ort über ein CB-Funk-, PMR-, Freenet- oder LPD/SRD-Funkgerät wieder aussendet.

siehe auch VoIP

Rechtliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die für PMR446 benutzten Geräte müssen den Anforderungen des „Gesetzes über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen“ (FTEG) genügen. Die Geräte müssen für den Betrieb in Deutschland vorgesehen und mit dem CE-Kennzeichen versehen sein. Dem Gerät muss eine Bedienungsanleitung und eine Konformitätsbescheinigung beiliegen.

Im Gegensatz zu SRD- oder Freenet-Geräten ist der Betrieb von PMR-446-Geräten in vielen europäischen Ländern gestattet.[1] In Deutschland ist die Frequenzzuteilung PMR-446 bis zum 31. Dezember 2026[2] befristet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Auflistung der Länder, in denen die Benutzung der Funkanwendung gestattet ist (European Communications Office)
  2. Allgemeinzuteilung von Frequenzen im Frequenzbereich 446,0 MHz – 446,2 MHz für die Nutzung durch die Allgemeinheit für Funkanwendungen für die Sprachkommunikation über kurze Entfernungen mit Handsprechfunkgeräten (Stand September 2016)