PRIMIUM

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Der Forschungsverbund PRIMIUM – Prozessinnovation mit Unternehmenssoftware – zielt auf eine nachhaltige Verbesserung inner- und zwischenbetrieblicher Prozesse in der Entwicklung und Nutzung von Unternehmenssoftware. In drei Konsortien engagieren sich rund 25 baden-württembergische Hochschulinstitute, Forschungseinrichtungen, Softwareunternehmen und Industriepartner.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bedeutung von Unternehmenssoftware wird in Zukunft weiter steigen, da die Beziehungen und Abhängigkeiten sowohl in Unternehmen als auch zwischen Unternehmen zunehmen. Um zukünftig effizientere Geschäftsprozesse zu gestalten, hat der Forschungsverbund PRIMIUM – Prozessinnovation mit Unternehmenssoftware – das Ziel, Softwarelösungen im Bereich Unternehmenssoftware systematisch zu erforschen und für die Praxis nutzbar zu machen.

Die angestrebten Prozessinnovationen sollen vorrangig auf Veränderungen in der Softwaretechnologie, insbesondere durch Komponententechnologie und durch webgestützte Kooperationsplattformen, aufbauen. Hieraus werden neue Möglichkeiten zur inner- sowie zwischenbetrieblichen Kooperation für die Unternehmenssoftware erwartet.

Das Projekt „Forschungsverbund Unternehmenssoftware“ wurde vom baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst im Oktober 2003 im Rahmen einer Ausschreibung veröffentlicht. Nach Beendigung der Ausschreibung wurde die Einrichtung von insgesamt drei Konsortien bewilligt: AristaFlow, CollaBaWue und SIKOSA. Die Konsortien haben im Sommer 2004 mit ihren Forschungsaktivitäten begonnen. Die Projektlaufzeit für PRIMIUM endet im Dezember 2007.

Im Forschungsverbund PRIMIUM untersuchen Wissenschaftler gemeinsam mit Praxispartnern aus der Wirtschaft die Möglichkeiten, die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen durch den Einsatz und die Nutzung von Unternehmenssoftware zu steigern. Im Fokus stehen innovative Technologiekonzepte wie die kollaborative, semantikbasierte und komponentenorientierte Softwareentwicklung und Themen wie Prozess- und Qualitätsmanagement. An den drei Konsortien, AristaFlow, CollaBaWue und SIKOSA, sind neben führenden Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus Baden-Württemberg – darunter das Forschungszentrum Informatik Karlsruhe (FZI), die Universitäten Ulm, Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe, Freiburg und Hohenheim – auch 14 Praxispartner beteiligt.

Konsortien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AristaFlow[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Konsortium AristaFlow untersucht und entwickelt adaptive Prozess-Management-Technologien zur optimalen Gestaltung von Geschäftsabläufen. Im Fokus steht die Zusammenführung innovativer Techniken mit dem Konzept der komponentenorientierten Softwareentwicklung. Wandlungsfähige, prozessorientierte Informationssysteme, die auf Änderungen per „Plug&Play“ reagieren, sollen es den Softwareherstellern und Anwendern zukünftig ermöglichen, Entwicklungskosten und -zeit zu sparen, ohne die Flexibilität des Unternehmens einzuschränken. Zu den Aktivitäten des Konsortiums zählt die Weiterentwicklung des bereits seit mehreren Jahren existierenden Prozess-Management-Systems[1], das derzeit zu den mächtigsten lauffähigen Informationssystemen zählt.

CollaBaWue[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegenstand der interdisziplinären Forschungsaktivitäten des Konsortiums CollaBaWue ist die kollaborative, komponentenorientierte und semantikbasierte Entwicklung von Unternehmenssoftware mit der Zielsetzung, domänenspezifische Anwendungen produktiver zu erstellen. Den Kern bildet der Prozess zum Erstellen von Unternehmenssoftware aus Komponenten auf der Grundlage eines kollaborativen, komponentenbasierten Vorgehensmodells und passender Werkzeuge zur Unterstützung der zwischenbetrieblichen Erstellung von Unternehmenssoftware.

SIKOSA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SIKOSA steht für Sichere Kollaborative Softwareentwicklung und Anwendung. Ziel des Projekts ist die Untersuchung und Entwicklung von Vorgehensweisen, Methoden und Werkzeugen zum Qualitätsmanagement in der kollaborativen Erstellung und Nutzung von Unternehmenssoftware. Hierzu werden vor allem Aspekte der kooperativen Entwicklung und Anwendung komponentenbasierter Systeme mit den entsprechenden spezifischen lebenszyklus-, versions-, varianten- und konfigurationsbedingten Problemen betrachtet. Darüber hinaus werden auch die damit verbundenen betriebswirtschaftlich-organisatorischen Zusammenhänge berücksichtigt. Das skizzierte Forschungsinteresse leitet sich dabei aus der besonderen Schwierigkeit der Realisierung qualitativ hochwertiger Unternehmenssoftware ab, die generell für jede Art betrieblicher Anwendungssysteme besteht und vor allem für den Schnittbereich zwischen Kommunikationssystemen und Anwendungssoftware relevant ist.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ADEPT1 - Flexible Workflow Management ADEPT1-Projektseite der Universität Ulm

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]