PZL Bielsko SZD-36

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PZL Bielsko SZD-36 Cobra 15
SZD-36 Cobra sailplane.jpg
Typ: Hochleistungssegelflugzeug
Entwurfsland: PolenPolen Polen
Hersteller: PZL
Erstflug: 30. Dezember 1969
Indienststellung: 1970
Produktionszeit: 1969 – 1977
Stückzahl:
  • 2 SZD-36 (Prototyp)
  • 288 SZD-36A (Serie)

Bei der PZL Bielsko SZD-36 Cobra 15 handelt es sich um ein einsitziges Hochleistungssegelflugzeug, das vorwiegend für Training und Wettkämpfe in der 15-m-Standardklasse eingesetzt wurde. Die Abkürzung SZD (Szybowcowy Zakład Doświadczalny) bedeutet übersetzt „Segelflugzeug-Entwicklungswerk“.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anstoß für die von Władysław Okarmus geleitete Entwicklung waren die 1970 in Marfa stattfindenden XII. Weltmeisterschaften im Segelflug. Ein Parallelentwurf war die SZD-39 Cobra 17. Adam Zientek absolvierte mit dem ersten Prototyp (SP-2538) am 30. Dezember 1969 den Erstflug. Ein zweiter mit dem Kennzeichen SP-2538 flog am 25. Februar 1970 erstmals. Im gleichen Jahr begann die Serienfertigung unter der Bezeichnung SZD-36A. Den Start der ersten Serien-Cobra (SP-2579) führte Jerzy Popiel am 29. Oktober 1970 durch. Zusammen mit den beiden Prototypen wurden insgesamt 290 Flugzeuge produziert. In Marfa wurde Jan Wróblewski mit der SZD-36 in der Standardklasse Vizeweltmeister, Franciszek Kępka belegte den dritten Platz.

Technische Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der freitragende Schulterdecker ist aus Holzwerkstoffen und teilweise aus Kunststoffen (GFK) hergestellt. Der zweiteilige Trapezflügel mit durchgehendem Holm und doppelten Schempp-Hirth-Bremsklappen besteht aus Holz mit einer Kunststoffbeschichtung. Die Seitenflosse des T-Leitwerks ist gepfeilt, das Höhensteuer ist als Pendelruder ausgelegt. Die „Cobra“ besitzt ein einziehbares, bremsbares Hauptrad, welches auf einer sich in Flugrichtung befindlicher Achse in den Rumpf gedreht wird und einen gefederten Hecksporn. Der Fahrwerksschacht wird von einem einteiligen GFP-Teil verschlossen, das bei ausgefahrenem Fahrwerk teilweise in den Rumpf einfährt. Das Einziehfahrwerk der Cobra neigt zum Zurückschnellen des Fahrwerks in den Rumpf.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngröße Daten
Baujahre 1969–1977
Hersteller PZL Bielsko
Konstrukteur(e): Władysław Okarmus
Spannweite 15,00 m
Länge 6,98 m
Höhe 1,59 m
Flügelfläche 11,60 m²
Flügelstreckung 19,40
Flügelpfeilung 1,5°
V-Stellung
Tragflächenprofil Strak FX 61-168 auf FX 60-1261
Gleitzahl 38 bei 97 km/h
Geringstes Sinken 0,68 m/s bei 73 km/h
Leermasse 275 kg
Nutzlast ca. 130 kg
Startmasse maximal 405 kg
Flächenbelastung 34,9 kg/m²
Besatzung 1
Mindestgeschwindigkeit 67 km/h
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h (zulässig)
150 km/h (im Flugzeugschlepp)
130 km/h (im Windenschlepp)
Lastenvielfache +6/–3 g

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  •  Kazimierz Wojciech Chudzinski: Polnische Segelflugzeuge. Band 1: 1945–1970. Verlag für Technik und Handwerk, Baden–Baden 2014, ISBN 978-3-88180-454-7.
  •  Heinz A. F. Schmidt: SZD-36 „Cobra 15“. In: Flieger-Jahrbuch 1972. Transpress, Berlin 1971, S. 97.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]