P 16

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Die Musikgruppe P 16 wurde im Herbst 1981 in einer Garage in Kitzscher bei Borna/DDR unter dem Namen „Schulrock“ gegründet, mit ihrer frechen und respektlosen Art machten sie auf sich aufmerksam. Nach einiger Probenzeit stellten sie sich Hartmut Lorenz vor. Er arbeitete damals als DJ und organisierte Konzerte. Die Musik war genau auf die Jugend zugeschnitten. In ihren Liedern spiegelte sich der Alltag der Jugendlichen wider, weshalb sie wahrscheinlich als Schülerband so einen hohen Stellenwert einnahmen. Schnell waren sie auf Festivals, im Rundfunk und im Fernsehfunk vertreten. Ihre Musikrichtung war im Pop angesiedelt.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Wertungssendungen von Rundfunk und Fernsehen erreichten sie gute Platzierungen. 1983 gewannen sie einen Nachwuchsband-Wettbewerb des DDR-Fernsehens, was ihnen im April jenes Jahres einen Auftritt in der Sendung rund bescherte, ihr vorgestellter Titel hieß Bubi. Sie erhielten den Förderpreis des Zentralrats der FDJ, den 3. Preis beim Neues Leben (nl) – Nachwuchspreis 1986. Stern Meißen unterstützte die Band bei vielen Unternehmungen, sei es bei technischen Fragen, Produktionen oder in der Probenarbeit. 1983 traten sie vor 2000 Leuten unter freiem Himmel auf. Sie spielten im Vorprogramm von Karussell. Texter der Band war der damals 15-jährige Neukieritzscher Schüler Andreas Hähle (* 1967), der jedoch im Sommer 1983 nach Stralsund zog und dort bald für andere junge Talente schrieb. Ab 1986 arbeitete P 16 mit dem Bornaer Liedtexter Jens Vojtech zusammen (Als wär es gerade jetzt passier, Nur an dich gedacht, Wild ist der Wind u. a.) Die Musik schrieben sie gemeinsam. Beim Nationalen Jugendfestival (Pfingsttreffen) 1984 in Ost-Berlin hatte P 16 einen Auftritt als Vorband von Berluc und Karat.

Neben ihrer Musik erlernten drei Bandmitglieder Elektriker, Michael Naß Instrumententischler, Jeanette Sakel strebte eine Ausbildung zur Musiklehrerin an.

Der Mitbegründer Jens Streifling spielte von 1996 bis 2003 als Saxophonist bei der Rockgruppe BAP. Zu BAP folgte ihm 1999 Bandkollege Michael Naß (* 1966, Keyboard). Letzterer spielt noch heute dort; nach dem Ausstieg bei P 16 im Jahre 1985 war er zunächst bei Mona Lise, später bei Stern Meißen, Gundermann & Seilschaft sowie der Veronika Fischer-Band. Stephan Görner spielte nach seinem Ausstieg unter anderem bei Babylon und Dirk Michaelis. Heute findet man Stephan Görner als Toningenieur in diversen Fernseh- und Tonstudios; so zeichnete er sich unter anderem verantwortlich für einige CD- und Filmmusik-Produktionen von Tangerine Dream, den Sendeton von Veronas Welt, Nur die Liebe zählt, Big Brother (1. Staffel), Hans Meiser und Oliver Geissen. Des Weiteren ist Stephan Görner als Live- und Studiomusiker für diverse Projekte unterwegs.

Bandmitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Naß (Keyboard)
  • Jens Streifling (Gitarre bis 1986)
  • Stefan Görner (Gitarre, Gesang ab 1986)
  • Jeanette Sakel (Sängerin)
  • Sven Hofrichter (E-Bass bis 1986)
  • Frank Straßberger (E-Bass ab 1986)
  • Sven Jaschob (Sänger, Schlagzeug)
  • Thomas Bürkigt (Schlagzeug)

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1985 LP – Auf dem Wege 4 (Amiga)

Titelauswahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • P 16
  • Sag mir, wo du bist
  • Durch die Wüste
  • Du sagst kein Wort
  • Als wär’ es grade jetzt passiert
  • Wild ist der Wind

Noch nicht veröffentlicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alles wegen dir
  • Bubi, entstanden 1983 (erschienen auf der CD Die DT64-Story Vol. 6)
  • Fünf wilde Tage, entstanden 1986
  • Klassenfahrt
  • Manchmal Nachts
  • Nur an dich gedacht
  • Schlaraffenland

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]