Pablo Correa

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Pablo Correa
Spielerinformationen
Voller Name Pablo Correa Velasquez
Geburtstag 14. März 1967
Geburtsort MontevideoUruguay
Größe 171 cm
Position Stürmer
Vereine in der Jugend

1979–1986
Corinto
Nacional Montevideo
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1986–1988
1988–1990
1990–1991
1991–1993
1993–1994
1994–1995
1995–2000
1995–2000
Club Atlético Rentistas
Peñarol Montevideo
Club Atlético Rentistas
Defensor Sporting
CA San Lorenzo
Montevideo Wanderers
AS Nancy
AS Nancy B
0
0
0
0
3 0(0)
mind. 8 0(1)
119 (28)
31 (17)
Stationen als Trainer
2001–2002
2002
2002–2011
2012
2013–
AS Nancy (Scout)
AS Nancy (Co-Tr.)
AS Nancy
FC Évian Thonon Gaillard
AS Nancy
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Pablo Correa Velasquez, auch als Pablo Correa-Velázquez geführt, (* 14. März 1967 in Montevideo) ist ein uruguayischer Fußballtrainer und ehemaliger Stürmer.

Karriere[Bearbeiten]

Spielertätigkeit[Bearbeiten]

Correa, der Mittlerste von drei Geschwistern, gehörte mit seiner Familie ab Februar 1974 zu den ersten Bewohnern des im Barrio Aires Puros gelegenen Parque Posadas. Dort spielte er auf dem Fußballplatz hinter Häuserblock 10 in seiner Kindheit Fußball, besuchte die Schule des Stadtteils und setzte seine schulische Ausbildung später am Liceo 18 fort. Im Verein begann sein sportlicher Werdegang im Alter von sieben Jahren beim Verein Corinto. Sodann durchlief er die Jugendmannschaften des Club Nacional. Für seine Zeit bei den Bolsos sind die Jahre 1979 bis 1986 hinterlegt.[1] 1986 debütierte er dann im Profibereich in Reihen von Rentistas.[2] Anschließend war er wechselnd für den Club Atlético Peñarol, Rentistas und Defensor Sporting aktiv. In der Clausura 1993 absolvierte er drei Spiele in der Primera División für den argentinischen Club CA San Lorenzo de Almagro. Clausura 1994 und Apertura 1995 verbrachte er sodann in Reihen der Montevideo Wanderers. Im zweiten Halbjahr kam er dort zu acht Einsätzen (ein Tor) in Uruguays höchster Spielklasse.[1] 1995 wechselte Correa zu AS Nancy,[3] wo er als Sturmpartner von Tony Cascarino zum Publikumsliebling wurde.[4] Seine erfolgreichste Saison war 1997/98 als er mit 14 Ligatoren viel zum Aufstieg Nancys in die Ligue 1 beitrug, jedoch in der Folge nur noch selten zum Einsatz kam und zum Jahreswechsel 2000/01 seinen Rücktritt vom aktiven Fußball erklärte und in den Trainerstab Nancys eintrat.[3]

Trainerlaufbahn[Bearbeiten]

Er war seit 2002 Cheftrainer des seinerzeitigen Zweitligisten, sowie seit 2007 zusätzlich Sportdirektor des französischen Erstligisten AS Nancy, gehörte dem Club als Spieler und Co-Trainer aber bereits seit 1995 an.[3] 2006 und 2007 wurde er jeweils zum französischen Fußballtrainer des Jahres gewählt.[5] Correa wird zum Teil wegen seines hohen taktischen Geschicks gelobt,[6] während er von anderen wegen seines sehr defensiven bis destruktiven auf Spielkontrolle basierenden Taktiksystem mit bis zu fünf Abwehrspielern heftig kritisiert wird, er sei der schlimmste der schrecklichen Trainer der Ligue 1, denen die Verhinderung von Gegentoren wichtiger sei, als der eigene Sieg; auswärts würde stets ein 0:0 angestrebt.[4]

Als Nancy im November 2002 auf einem Abstiegsplatz in der Ligue 2 stand, ersetzte Correa den heutigen palästinensischen Nationaltrainer Moussa Bezaz als Chef der ersten Mannschaft, ihm gelang durch eine große Leistungssteigerung in der Rückrunde der Klassenerhalt und zwei Jahre später als Meister der Ligue 2 sogar der Wiederaufstieg in die Ligue 1 nach sechs Jahren.[3] 2006 gewann man den Coupe de la Ligue.

In der Saison 2007/08 konnte er mit Nancy bis in den Frühling um die Tabellenführung mitspielen, fiel jedoch auch wegen Verletzungspech im letzten Saisonviertel auf den fünften Platz zurück.[6] Im März 2009 bot er - schon damals dienstältester Trainer der Ligue-1-Clubs - dem Präsidium des akut abstiegsbedrohten Vereins seinen Rücktritt an, dieser wurde aber von der Clubspitze abgelehnt.[7]

Im Juni 2011 trennte Nancy sich von Correa; der folgte im Januar 2012 dem Angebot, beim Erstligaaufsteiger FC Évian Thonon Gaillard die Nachfolge von Bernard Casoni anzutreten.[8] Nach dem schlechten Saisonstart 2012/13 wurde er auch dort entlassen. Zu diesem Zeitpunkt belegte seine Mannschaft den 18. Tabellenplatz.[9][10]

Am 12. Oktober 2013 wurde seine Rückkehr als Cheftrainer von AS Nancy-Lorraine, das in der Vorsaison in die Ligue 2 abgestiegen war, bekanntgegeben. Er übernahm den Posten von Patrick Gabriel, der schlecht in die Saison gestartet war. Correa wird im Trainergespann mit Vincent Hognon, Arnaud Lesserteur und Torwarttrainer Christophe Miranda zusammenarbeiten und band sich vertraglich bis Juni 2016.[11]

Im Laufe seiner Trainertätigkeit erwarb er zudem das Trainer-Diplom "DEPF".[12]

Erfolge[Bearbeiten]

  • Meister der Ligue 2: 2004/05
  • Coupe de la Ligue: 2006

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Profil auf www.playerhistory.com, abgerufen am 28. Oktober 2012
  2. Entrevista a Pablo Correa (spanisch), abgerufen am 25. Mai 2013
  3. a b c d Pablo Correa - Entraîneur de l'équipe professionelle depuis novembre 2002. In: Le staff de l'équipe pro. AS Nancy-Lorraine, abgerufen am 2. Februar 2010 (französisch).
  4. a b Motherwell face Nancy in Uefa Cup. In: BBC-Sport. 29. August 2008, abgerufen am 2. Februar 2010 (englisch).
  5. Erik Garin und José Luis Pierrend: France - Footballer of the Year. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation, 21. Dezember 2009, abgerufen am 2. Februar 2010 (englisch).
  6. a b Des einen Glück ist des anderen Leid. FIFA, 18. Mai 2008, abgerufen am 17. März 2009 (deutsch).
  7. Correa to stay at Nancy. In: The World Game. Special Broadcasting Service, 29. August 2008, abgerufen am 17. März 2009 (englisch).
  8. siehe den Artikel vom 2. Januar 2012 bei France Football
  9. etgfc.com: COMMUNIQUÉ DE PRESSE, 3. September 2012, abgerufen am 3. September 2012
  10. Uruguayo Pablo Correa, destituido del Evian francés - Au revoir (spanisch) auf www.futbol.com.uy vom 3. September 2012, abgerufen am 3. September 2012
  11. Nachricht auf der offiziellen Homepage Correa de retour (französisch), vom 12. Oktober 2013
  12. Entrevista a Pablo Correa (spanisch), abgerufen am 25. Mai 2013