Padingbüttel

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Padingbüttel
Wappen von Padingbüttel
Koordinaten: 53° 41′ 56″ N, 8° 31′ 34″ O
Höhe: 1 m ü. NHN
Fläche: 9,42 km²[1]
Einwohner: 485 (2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2015
Postleitzahl: 27639
Vorwahl: 04742
Padingbüttel (Niedersachsen)
Padingbüttel

Lage von Padingbüttel in Niedersachsen

Padingbüttel in der Gemeinde Wurster Nordseeküste
Padingbüttel in der Gemeinde Wurster Nordseeküste
Luftaufnahme St.-Matthäus-Kirche

Padingbüttel (niederdeutsch Padingbüddel) ist eine Ortschaft der niedersächsischen Gemeinde Wurster Nordseeküste im Land Wursten im Landkreis Cuxhaven. Zur Ortschaft gehören neben dem Hauptort Padingbüttel die Ortsteile Altendeich und Rotthausen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt in der Nähe der Nordsee. Der eigentliche Ortskern ist etwa drei Kilometer von der Nordsee entfernt. Allerdings liegen Teile des verstreuten Marschendorfes ihr näher.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten sächsischen Wurten wurden etwa im 1. bis 5. Jahrhundert aufgeworfen. Im Laufe der Völkerwanderung verließen die Sachsen das Land Wursten und Friesen besiedelten die alten Wohnplätze.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes fand dann 5. März 1365 statt. Zur Ortsnamenendung siehe -büttel.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. März 1974 schlossen sich die Ortschaften Padingbüttel, Cappel, Midlum, Misselwarden, Dorum, Mulsum und Wremen zur Samtgemeinde Land Wursten zusammen.[2]

Zum 1. Januar 2015 bildeten die Samtgemeinde Land Wursten und die Gemeinde Nordholz die neue Gemeinde Wurster Nordseeküste im Landkreis Cuxhaven.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1888: 516 Einwohner
  • 1964: 595 Einwohner
  • 1978: 613 Einwohner
  • 1988: 595 Einwohner
  • 1993: 549 Einwohner
  • 1998: 534 Einwohner
  • 2008: 483 Einwohner
  • 2010: 479 Einwohner
  • 2011: 483 Einwohner
  • 2012: 497 Einwohner
  • 2013: 485 Einwohner
  • 2017: 485 Einwohner

(Quellen: von 1888 bis 2013 jeweils zum 31. Dezember[4] und 2017[1])

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf kommunaler Ebene wird Padingbüttel vom Rat der Gemeinde Wurster Nordseeküste vertreten.

Ortsvorsteher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsvorsteher von Padingbüttel ist Eide Lübs.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entwurf des Padingbütteler Wappens stammt von dem in Belgien geborenen und später in Otterndorf lebenden Heraldiker und Wappenmaler Albert de Badrihaye, der auch schon die Wappen von Hetthorn, Holte-Spangen, Wanhöden und vielen anderen Ortschaften im Landkreis Cuxhaven entworfen hat.[6]

Wappen von Padingbüttel
Blasonierung:[A]Gespalten, vorn in Grün drei silberne Kleeblätter (2:1), hinten in Silber ein goldbewehrter und gekrönter schwarzer Adler.“[6]
Wappenbegründung: Das Wappen lehnt sich an das des hervorragenden Oberdeichgrafen Eibe Siade Johans (1659–1720) an, eines der größten Söhne der Gemeinde.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft führt eine waagerecht in gleichen Teilen grün-weiß-grün gestreifte Flagge, in deren Mitte das Wappen abgebildet ist.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St.-Matthäus-Kirche

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits im 13. Jahrhundert war die Matthäus-Kirche als Wehrkirche errichtet worden. Sie besitzt eine Kanzel aus dem Jahre 1652 sowie einen Flügelaltar aus der Zeit um 1480. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche um den Westturm erweitert. Das Fundament ist auf Findlingen gegründet, auf dem ein Sandsteinsockel aufsetzt, während der eigentliche Kirchenbau aus Backstein besteht.

Baudenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste der Baudenkmale in Padingbüttel

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist heute hauptsächlich Wohnort mit einigen landwirtschaftlichen und handwerklichen Betrieben. Durch die Lage am Weserradweg und die Nähe zur Nordseeküste sowie die Nachbarschaft zu den Küstenorten Wremen und Dorum-Neufeld werden Ferienunterkünfte auch touristisch genutzt. Seit 1993 besteht zudem ein Windpark beim Ort, der mit zehn Rotoren eine Leistung von 4,8 Megawatt erzeugt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Ortschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedhelm Bartels, Birgit Deppe, Renate Grützner, Wolfgang Köthe, Wilfried Kuhl: Land Wursten und Nordholz – gestern & heute – Wurster Nordseeküste. Kellner Verlag, Bremen 2017, ISBN 978-3-95651-128-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Padingbüttel – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Friedhelm Bartels, Birgit Deppe, Renate Grützner, Wolfgang Köthe, Wilfried Kuhl: Land Wursten und Nordholz – gestern & heute – Wurster Nordseeküste. Kellner Verlag, Bremen 2017, ISBN 978-3-95651-128-8, S. 224.
  2. Friedhelm Bartels, Birgit Deppe, Renate Grützner, Wolfgang Köthe, Wilfried Kuhl: Land Wursten und Nordholz – gestern & heute – Wurster Nordseeküste. Kellner Verlag, Bremen 2017, ISBN 978-3-95651-128-8, S. 35.
  3. Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Wurster Nordseeküste, Landkreis Cuxhaven vom 8. November 2012, Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.) Nr. 26/12, ausgegeben in Hannover am 16. November 2012.
  4. LSKN-Online
  5. Der Ortsvorsteher von Padingbüttel. In: Internetseite der Gemeinde Wurster Nordseeküste. Abgerufen am 7. September 2017.
  6. a b Landkreis Wesermünde (Hrsg.): Wappen des Landkreises Wesermünde. Grassé Offset Verlag, Bremerhaven/Wesermünde 1973, ISBN 3-9800318-0-2.