Pakua Shipu

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Bei den Pakua Shipu oder Montagnais de Pakua Shipi handelt es sich um eine der 39 kanadischen First Nations, die in der Provinz Québec leben. Sie leben im Osten der Provinz und werden von den übrigen, etwa 16.000 Innu, zu deren Stammesgruppe sie gehören, als Pakua-shipiunnuat bezeichnet[1] Sie gelten als die konservativsten unter den Innu. Nur etwa jeder zwanzigste von ihnen spricht Französisch, der Rest Innu. Gleichzeitig gehören sie dem seit 2000 bestehenden Innu-Stammesrat, dem Mamit Innuat an, dem neben den Pakua Shipu noch die Ekuanitshit, die Nutashkuan und die Unamen Shipu angehören.[2]

Die über 350 Angehörige zählende ethnische Gruppe lebt am Westufer der Rivière Saint-Augustin 550 km nordöstlich von Sept-Iles. Pakua Shipu ist der Name des Flusses in der Sprache des Stammes; er bedeutet etwa ‚ausgetrockneter Fluss‘. Das Gebiet des Innu-Stammes ist ausschließlich mittels Flugzeug oder per Boot zu erreichen. Derzeitiger Häuptling - die letzte Wahl fand 2012 statt - ist Denis Mestenapéo. Im Dezember 2011 waren 339 Menschen als Angehörige des Stammes registriert, im März 2014 waren es 357. Davon lebten 26 im eigenen Reservat, 12 in anderen Reservaten, 315 auf eigenem Kronland sowie 4 außerhalb.[3]

Im Juli 1949 bot die Provinzregierung dem Stamm ein Reservat (Indian reserve) von 1,3 ha Fläche an, doch die Regierung in Ottawa lehnte dies ab, da sie den Stamm für zu klein hielt. Um eine Grundversorgung zu sichern wurde die Gruppe Anfang der 1960er Jahre nach La Romaine oder Unamenshipit umgesiedelt und mit den dort ansässigen Indianern vereint. Doch sie kehrte trotz eines schweren Sturms in ihr angestammtes Gebiet zurück. Erst am 4. Juni 1971 veranlasste die Provinzregierung den Bau von Häusern.

Am 27. Juli 1987 nahm der bisher Saint Augustin Band genannte Stamm den Namen Pakua Shipi Montagnais Band an. 1991 zählte man 211 Stammesangehörige, 1996 242, 2001 waren es 228, 2006 bereits 289, im März 2014 waren es 357.

Die einzige Schule in der Siedlung ist die École Pakuashipish, die 2009 88 Schüler hatte. Sie reicht von der Krippe bis zum Secondary grade 4.

Literatur[Bearbeiten]

  • Sylvie Vincent: Utilisation par les Innus de Unamen Shipu et de Pakua Shipu de la zone d'exclusion proposée par le Ministère de la Défense nationale (Région du lac Minipi), Sept- îles, Assemblée Mamu Pakatatau Mamit, 2002.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Gouvernement du Québec (Hrsg.): Noms et lieux du Québec, 1994, S. 531.
  2. Mathieu d' Avignon, Camil Girard: A-t-on oublié que jadis nous étions "frères"? Alliances fondatrices et reconnaissance des peuples autochtones dans l'histoire du Québec, Presses de l'Université Laval, 2009, S. 160.
  3. Montagnais de Pakua Shipi