Palaestina

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Die Provinzen Palaestina I, II und III

Palaestina war ursprünglich der Name einer Provinz des Römischen Reiches und leitet sich von der Volksgruppe der Philister her. Sie wurde in den Jahren 193 und 194 in einem Teil der damaligen Provinz Syria Palaestina eingerichtet. Entsprechend der Provinz Palaestina entstand der Begriff Palästina als Region.

Um 395 wurde Palaestina in drei Teile geteilt:

  1. Palaestina Prima (Palaestina I), bestehend aus Judaea, Samaria, dem dazugehörigen Küstenstreifen und Peraea mit der Hauptstadt Caesarea.
  2. Palaestina Secunda (Palaestina II), bestehend aus Galilaea, der Jezreel-Ebene und dem westlichen Teil der Decapolis mit der Hauptstadt Skythopolis.
  3. Palaestina Tertia (Palaestina III), bestehend aus dem Negev, dem Süden des heutigen Jordanien und dem größten Teil des Sinai mit der Hauptstadt Petra. Palaestina Tertia war auch als Palaestina salutaris bekannt.

In den Jahren 614 bis 628 waren alle Teile Palaestinas vom Reich der Sassaniden besetzt. Nach dem Sieg des Byzantinischen Reiches wurde die Rückgabe vereinbart. Ob diese jedoch tatsächlich vollzogen wurde oder ob die Provinz bis zum Eindringen der Araber sich selbst überlassen blieb, ist unklar.

Die arabischen Überlieferungen über Eroberungen halten einer kritischen Überprüfung nur schwer stand. Yehuda D. Nevo und Judith Koren gehen davon aus, dass eine Eroberung nie stattgefunden hat, sondern dass die Araber ohne größeren Widerstand eindrangen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Yehuda Nevo, Judith Koren: Crossroads to Islam: The Origins of the Arab Religion and the Arab State. Prometheus Books, Amherst, New York 2003, ISBN 978-1-591-02083-7 (englisch: Negev Archaeological Project for the Study of Ancient Arab Desert Cultures).