Palladium(II)-sulfid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Palladium(II)-sulfid
__ Pd2+     __ S2−
Allgemeines
Name Palladium(II)-sulfid
Andere Namen

Palladiumsulfid

Verhältnisformel PdS
Kurzbeschreibung

braunes Pulver, als Mineral blaue Kristalle[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 12125-22-3
EG-Nummer 235-190-6
ECHA-InfoCard 100.031.979
PubChem 82926
Wikidata Q2047949
Eigenschaften
Molare Masse 138,486 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

6,7 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

950 °C (Zersetzung)[1]

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser und Säuren,[2] in (NH4)2S löslich[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [4]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338 [4]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Palladium(II)-sulfid ist eine chemische Verbindung der Elemente Palladium und Schwefel. Es ist ein braunes Salz, das sich bei 950 °C zersetzt.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Palladium(II)-sulfid kommt in der Natur als blaues Mineral mit dem Namen Vysotskit[5] vor.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Palladium(II)-sulfid kann aus den Elementen gewonnen werden:[3]

Beim Erwärmen von Palladium mit Schwefel bildet sich beim Molverhältnis 1:1 Palladium(II)-sulfid.

Man kann es auch durch Versetzen von Palladium(II)-Salzlösungen mit Schwefelwasserstoff erhalten (hier als Beispiel Palladium(II)-chlorid):[2]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Palladium(II)-sulfid kristallisiert im tetragonalen Kristallsystem in der Raumgruppe P42/m (Raumgruppen-Nr. 84)Vorlage:Raumgruppe/84 mit den Gitterparametern a = 643 pm und c = 661 pm sowie acht Formeleinheiten pro Elementarzelle.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Palladium(II)-sulfid bei webelements.com
  2. a b Werner Schröter, Karl-Heinz Lautenschläger, Joachim Teschner, Hildegard Bibrack: Taschenbuch der Chemie. 18., korrigierte Auflage. Harri Deutsch-Verlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 978-3-8171-1655-3, Kap. Palladium und Palladiumverbindungen (Leseprobe (Memento vom 19. August 2005 im Internet Archive)).
  3. a b A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1734.
  4. a b Datenblatt Palladium(II) sulfide bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 16. April 2011 (PDF).
  5. Vysotskit. In: Mineralienatlas Lexikon. Stefan Schorn u. a., abgerufen am 30. Juli 2016.
  6. N. E. Brese, P. J. Squattrito, J. A. Ibers: Reinvestigation of the structure of PdS. In: Acta Cryst. C 1985, 41, S. 1829–1830, doi:10.1107/S0108270185009623.