Palombara Sabina

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Palombara Sabina
Wappen
Palombara Sabina (Italien)
Palombara Sabina
Staat Italien
Region Latium
Metropolitanstadt Rom (RM)
Koordinaten 42° 4′ N, 12° 46′ OKoordinaten: 42° 3′ 58″ N, 12° 45′ 58″ O
Höhe 372 m s.l.m.
Fläche 75 km²
Einwohner 13.269 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte 177 Einw./km²
Postleitzahl 00018
Vorwahl 0774
ISTAT-Nummer 058075
Volksbezeichnung Palombaresi
Schutzpatron San Biagio
Website Palombara Sabina

Palombara Sabina ist eine Gemeinde in der Metropolitanstadt Rom in der italienischen Region Latium mit 13.269 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015).

Luftbild von Palombara

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Palombara liegt 36 km nordöstlich von Rom und 17 km nördlich von Tivoli. Der Ort liegt am Fuß des Monte Gennaro am Westrand der Monti Lucretili. Es ist Mitglied der Comunità Montana Monti Sabini e Tiburtini. Der Parco regionale naturale die Monti Lucretili hat seinen Sitz in Palombara.

Die Altstadt von Palombara liegt auf einem runden Hügel und gruppiert sich um die große mittelalterliche Burg der Savelli. Zur Gemeinde gehören auch die Dörfer Cretone und Stazzano.

Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Höhe von 25 bis 1.271 m s.l.m.

Die Gemeinde liegt in der Erdbebenzone 3 (mittel gefährdet).[2]

Die Nachbarorte sind Guidonia Montecelio, Mentana, Monteflavio, Montelibretti, Monterotondo, Moricone, San Polo dei Cavalieri und Sant’Angelo Romano.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Staatsstraße 636 verbindet Palombara mit Tivoli und der Autobahn A24, Auffahrt Tivoli. Die Via Palombarese führt dagegen schon seit der Antike direkt nach Rom. Der Bahnhof Palombara-Marcellina (10 km vom Ortskern entfernt) liegt an der Bahnstrecke Rom–Avezzano.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1029 wurde ein Castrum Palombarum erstmals erwähnt. 1276 fiel die Herrschaft an die Familie Savelli. 1556 wurde der Ort von den Truppen des Herzogs von Alba geplündert und die Burg teilweise niedergebrannt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1861 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001
Einwohner 3.346 3.847 4.517 5.352 5.662 6.064 6.703 8.726 10.659

Quelle: ISTAT

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paolo Della Rocca wurde im April 2005 zum Bürgermeister gewählt und 2010 im Amt bestätigt. Seine Bürgerliste stellt mit 13 Gemeinderäten die Mehrheit gegenüber 7 Gemeinderäten des Mitte-links-Bündnis.[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf blauem Schild drei gelbe Berge auf deren Spitze eine weiße Taube mit einem Olivenzweig im Schnabel sitzt. Es handelt sich um ein redendes Wappen da der Name Palombara vom lateinischen Palumba für eine Taube hergeleitet wird.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der älteste Teil des Castello Savelli ist der Turm aus dem 9. Jahrhundert. Im Castello sind noch Fresken des 16. Jahrhunderts aus der Schule Raffaels zu besichtigen. In der Burg ist heute ein Naturkundemuseum untergebracht.
  • Nordöstlich des Ortskerns befindet sich die eindrucksvolle Ruine des Castello Castiglione, das 1276 erstmals erwähnt wurde.
  • Die Basilika San Giovanni in Argentella gehört zu einer heute verlassenen Benediktinerabtei. Sie bewahrt noch im Wesentlichen ihre Bausubstanz der Romanik (10. – 11. Jahrhundert).

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Palombara ist für seine Kirschen bekannt. Anfang Juni findet jedes Jahr die Sagra delle Cerase, das Kirschenfest statt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Palombara Sabina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. Italienischer Zivilschutz
  3. Information des Innenministeriums