Palpuognasee

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Lai da Palpuogna
Palpuognasee
Palpuognasee rb1.jpg
Geographische Lage Albula-Alpen
Kanton GraubündenKanton Graubünden GR SchweizSchweiz CH
Zuflüsse Albula
Abfluss Albula
Daten
Koordinaten 779865 / 161592Koordinaten: 46° 34′ 53″ N, 9° 47′ 8″ O; CH1903: 779865 / 161592
Palpuognasee (Albula-Alpen)
Palpuognasee
Höhe über Meeresspiegel 1918 m ü. M.
Länge 500 mdep1
Breite 100 mdep1
Maximale Tiefe 25 m

Besonderheiten

Stausee

Palpuognasee.jpg
Vorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-SEEBREITEVorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-MAX-TIEFE

Der Palpuognasee (rätoromanisch Lai da Palpuogna) liegt in den Albula-Alpen auf 1918 m ü. M. oberhalb von Preda im Schweizer Kanton Graubünden.

Lage / Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bedeutung des Namens Palpuogna ist nicht bekannt, gilt aber als ältester überlieferter Name im Zusammenhang mit der Geschichte von Bergün und wird bereits im Jahr 1139 im Zusammenhang mit der Abgrenzung des bischöflichen Gebiets erwähnt.

Der See liegt etwa acht Kilometer oberhalb Bergün auf einer markanten Talstufe am Fuss des Piz Palpuogna und ist über die Albula-Passstrasse zu erreichen. Die rechte Talseite wird markiert durch Piz Üertsch und Piz Muot. Vom See bis zum Albulapass sind es ungefähr fünf Kilometer.

Das Wasser des Sees mit seinen klaren blau-grün Tönen bietet vor allem im Herbst, wenn die ihn umgebenden Lärchen gelb sind, ein Farbenspiel.

Besonderes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wasser des ursprünglich natürlichen Sees wurde schon ab 1898 zur Erzeugung elektrischen Stroms genutzt. Dazu wurde das Niveau durch ein Mäuerchen geringfügig (ca. 30 cm) erhöht. Somit ist der Palpuognasee seither ein Stausee. Das Wasser wird durch eine Druckleitung nach Preda geführt, wo elektrischer Strom erzeugt wird. Das Werk entstand damals, um Strom für den Bau des Albulatunnels zu gewinnen, und ist heute im Besitz des Elektrizitätswerks Bergün. Dem See wurde während der Bauzeit von 1899 bis 1903 auch Wasser entnommen, um die Brandtschen-Gesteinsbohrmaschinen des Nordabschnitts zu betreiben. Diese Bohrmaschinen besassen einen Druckwasser-Antrieb.

Der Seegrund hat viele Krater, aus denen natürliche Erdgase austreten. Stellenweise hat der See einen doppelten Boden, sprich, eine unterirdische Seekammer.

Im Juni 2007 wurde der See in einer Umfrage von SF 1 zum „schönsten Flecken der Schweiz“ gewählt.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Palpuognasee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. SRF Player (Memento des Originals vom 25. Juli 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.srf.ch