Pamela Anderson

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Pamela Anderson (2019)

Pamela Denise Anderson (* 1. Juli 1967 in Ladysmith, British Columbia, Kanada) ist eine kanadisch-US-amerikanische Schauspielerin und ein Pin-up-Girl. In ihrer Rolle als Rettungsschwimmerin in der Erfolgsserie Baywatch wurde sie international zum Star. Sie gilt als das Sexsymbol der 1990er Jahre.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anderson im Jahr 2009

1989 bei einem Footballspiel entdeckt, bekam Anderson sofort Angebote für Werbeaufnahmen, mit denen sie solchermaßen Aufsehen erregte, dass noch im selben Jahr das erste Playboy-Cover folgte. Im Jahr darauf zog sie nach Los Angeles, um sich dort als Schauspielerin zu versuchen.

Im Fernsehen wurde Anderson erstmals bekannt durch ihren Auftritt als Lisa in der US-amerikanischen Comedy-Serie Hör mal, wer da hämmert mit Tim Allen. Berühmt wurde sie jedoch durch die Fernsehserie Baywatch, in der sie von 1992 bis 1997 die Rettungsschwimmerin Casey Jean „C. J.“ Parker verkörperte. In dieser Zeit war sie auch in den TV-Spielfilmen Snapdragon, Good Cop, Bad Cop (1994) und Naked Souls zu sehen.

Ihr erster Kinofilm Barb Wire – Flucht in die Freiheit (1996) war ein kommerzieller Erfolg, jedoch erhielt sie für ihre schauspielerische Leistung den Negativpreis Goldene Himbeere als schlechteste Newcomerin sowie zwei weitere Nominierungen. Danach spielte sie in der selbstproduzierten Serie V.I.P. – Die Bodyguards die Hauptrolle der Valery Irons, die Galionsfigur eines Bodyguard-Unternehmens.

2003 synchronisierte sie die Cartoon-Serie Stripperella, deren Hauptfigur ihre eigene Person zugrunde liegt. Danach folgte die Sitcom Stacked, in der Anderson die Hauptrolle der attraktiven Buchverkäuferin Skyler Dayton spielte.

Nachdem sie sich für Bryan Adams' Buch Made in Canada in einer kanadischen Flagge hatte fotografieren lassen, sang sie als „Ersatz“ für Melanie C. auf seinem im Oktober 2005 erschienenen Greatest-Hits-Album in dem Duett When You’re Gone.

2007 war sie fünf Monate lang Assistentin des Magiers Hans Klok in der Las-Vegas-Show „The Beauty of Magic“.

Seit 2009 ist Anderson das Gesicht der Werbekampagnen von Designerin Vivienne Westwood.

Im Frühjahr 2010 nahm sie an der zehnten Staffel der US-amerikanischen Fernsehshow Dancing with the Stars teil. Die Staffel erreichte die höchsten Einschaltquoten seit Beginn der Show.

Anfang 2013 nahm sie an der achten Staffel der britischen Eiskunstlaufshow Dancing on Ice teil.[1] Am 24. September 2013 zog sie als „Besucherin“ in das deutsche Promi-Big-Brother-Haus.[2] Davor hatte sie 2011 bereits in Australien, Bulgarien, Großbritannien und Indien am Celebrity Big Brother teilgenommen.[3]

2016 spielte Anderson im Musikvideo zur Single Le Lac des französischen Sängers Julien Doré mit.

2018 nahm sie an der neunten Staffel der französischen Tanzshow Danse avec les stars teil.[4]

Ehen und Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anderson und Kid Rock, 2003

Für Schlagzeilen in der Boulevard-Presse sorgte Andersons Ehe (19. Februar 1995 bis 28. Februar 1998) mit Tommy Lee, dem Schlagzeuger und Skandalrocker der Heavy-Metal-Band Mötley Crüe. In der reißerischen Regenbogenpresse war das publicityträchtige Paar ein beliebtes Thema. Als Anderson mit Ehemann Tommy Lee eine Fehlgeburt erlitt, unternahmen die Paparazzi den Versuch, den Krankenwagen zu stoppen und Fotos von Patientin Pamela Anderson zu machen.[5] Berühmtheit erreichte auch ihr privat gedrehtes Amateur-Porno-Video, das sie mit Tommy Lee während eines Urlaubs auf einem Hausboot am Lake Mead im Jahr 1995 aufgenommen hat. Das prominente Ehepaar bewahrte das Videoband in einem 500 Pfund schweren Tresor auf, der in den Fußboden des heimischen Tonstudios von Tommy Lee, das sich im Keller seiner Villa befand, eingelassen und mit einem Teppich abgedeckt war. Als sich Anderson und Lee auf London-Reise befanden, hielten sich Handwerker in ihrer Villa auf, darunter ein Elektriker, der früher Pornodarsteller war und gute Kontakte zur Erotikindustrie besaß. Als das Ehepaar von der Reise zurückkehrte, war der massive Tresor gestohlen, in dem neben dem Sextape auch Schmuck lag. Lee und Anderson vermuten, dass der Elektriker mit der Pornovergangenheit das Videoband entwendete und weiterverkaufte. Kurze Zeit später veröffentlichte die Firma Internet Entertainment Group das Urlaubsvideo mit den Sexszenen des Ehepaars im damals noch neuen Medium Internet und als Kopie in hoher Auflage im Handel. Das Paar ging juristisch dagegen vor, unterlag jedoch vor Gericht: Der Richter urteilte, dass Pamela Anderson und Tommy Lee berühmte Persönlichkeiten von öffentlichem Interesse sind und die Verbreitung eines solchen Videofilms deshalb legitim sei.[6] 1998 musste Lee vier Monate[7] im Gefängnis verbringen, da sie ihn wegen Körperverletzung angezeigt hatte. Schließlich wurde die Ehe geschieden. Sie haben zwei gemeinsame Söhne.

Zwischen 2000 und 2001 hatte sie eine Beziehung mit dem schwedischen Topmodel Marcus Schenkenberg.

Ende Juli 2006 ging sie mit Kid Rock ihre zweite Ehe ein, doch bereits im November 2006 reichte sie die Scheidung ein. Im selben Monat erlitt Anderson wiederholt eine Fehlgeburt.

Am 6. Oktober 2007 heiratete sie den Produzenten Rick Salomon. Sie ließen sich in Las Vegas während einer Bühnenpause des Magiers Hans Klok trauen, in dessen Show sie zum damaligen Zeitpunkt als Assistentin tätig war.[8] Ende März 2008 wurde die Ehe jedoch annulliert.[9]

Anfang 2014 heiratete sie Rick Salomon erneut,[10] reichte jedoch bereits nach sechs Monaten Ehe wieder die Scheidung ein.[11]

Seit 2016 war sie mit dem französischen Fußballnationalspieler Adil Rami liiert.[12] im Juni 2019 trennte sie sich von ihm.[13]

Am 20. Januar 2020 heiratete sie den Filmproduzenten Jon Peters.[14] Am 1. Februar 2020 wurde bekannt, dass die beiden sich wieder getrennt haben.[15]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anderson lebt vegan und ist Fürsprecherin für Tierrechte und aktives Mitglied der Tierrechtsorganisation PETA.[16][17] Bereits seit dem Teenageralter ist sie Vegetarierin gewesen. Darüber hinaus ist sie Vorsitzende der Sea Shepherd Conservation Society.[18]

Insgesamt 14-mal schaffte es Anderson auf das Cover des Playboy. Damit ist sie das populärste Playmate aller Zeiten.

Das Guinness-Buch der Rekorde verzeichnete sie in den Jahren 1996, 1997, 1998 und 1999 als die am häufigsten im Internet erwähnte Frau.

Sie lief 2013 den New-York-City-Marathon zugunsten einer Hilfsorganisation für Erdbebenopfer in Haiti, für die sie 75.000 US-Dollar eingesammelt hatte, in einer Zeit von 5:41 Stunden.[19] Ihr Bruder Gerry begleitete sie auf dem Lauf.[20]

Im März 2002 gab Anderson bekannt, dass sie an Hepatitis C leide.[21] Im Mai 2014 machte sie öffentlich, dass sie in ihrer Kindheit und Jugend mehrfach vergewaltigt worden sei. Ihre Tierliebe habe ihr bei der Verarbeitung dieser Erlebnisse geholfen.[22]

Anderson rief 2017 zur Wahl von Jean-Luc Mélenchon auf. Zu den Aktionen der Gelbwestenbewegung sagte sie: „Ich hasse Gewalt, aber was ist diese Gewalt all dieser Menschen und was sind brennende Luxusautos im Vergleich mit der strukturellen Gewalt der französischen – und globalen – Eliten?“[23] Anderson, die Julian Assange regelmäßig in der ecuadorianischen Botschaft in London besucht hatte und ihn mehrfach auf ihrem Twitter-Benutzerkonto als „Helden“ bezeichnet hatte, empörte sich über dessen Festnahme am 11. April 2019 durch die britische Polizei.[24]

Zitat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

“My breasts have had a brilliant career. I've just tagged along for the ride.”

„Meine Brüste hatten eine fabelhafte Karriere − ich bin einfach immer nur mitgetrottet.“

Pamela Anderson

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehserien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stephen Wayda, Bibi Jordan: Pamela Anderson (OT: Pamela Anderson). S&L MedienContor, Hamburg 1996, ISBN 3-931962-07-5.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pamela Anderson first out of Dancing on Ice competition, 7. Januar 2013, www.bbc.co.uk (englisch).
  2. Bunte: Pamela Anderson zieht in den Container!, 23. September 2013.
  3. Pamela Anderson makes fourth Big Brother appearance, abgerufen am 24. September 2013.
  4. DALS 9: Les futurs partenaires des stars dévoilés!, 7. September 2018, www.non-stop-people.com (französisch).
  5. Mötley Crüe: The Dirt. Autobiographie der Glam-Metal-Band Mötley Crüe verfasst mit Co-Autor Neil Strauss, aus dem Amerikanischen von Kirsten Borchardt, Hannibal Verlag, Höfen, 2nd edition, 2002. S. 387
  6. Mötley Crüe: The Dirt. Autobiographie der Glam-Metal-Band Mötley Crüe verfasst mit Co-Autor Neil Strauss, aus dem Amerikanischen von Kirsten Borchardt, Hannibal Verlag, Höfen, 2nd edition, 2002. S. 389–391
  7. Mötley Crüe: The Dirt. Autobiographie der Glam-Metal-Band Mötley Crüe verfasst mit Co-Autor Neil Strauss, aus dem Amerikanischen von Kirsten Borchardt, Hannibal Verlag, Höfen, 2nd edition, 2002. S. 427
  8. Spiegel Online: Pam Anderson heiratet Paris Hiltons Ex.
  9. Spiegel Online: Pamela Anderson und Rick Salomon offiziell getrennt.
  10. Pamela Anderson Remarries Ex-Husband Rick Salomon (englisch).
  11. Pamela Anderson reicht Scheidung ein. In: Spiegel Online vom 9. Juli 2014, abgerufen am 9. Juli 2014.
  12. Pamela Anderson: Ein Baby mit 51?, abgerufen am 9. August 2018.
  13. Pamela Anderson trennt sich von Adil Rami auf spiegel.de vom 25. Juni 2019, abgerufen am 26. Juni 2019.
  14. Pamela Anderson traut sich zum fünften Mal auf spiegel.de vom 22. Januar 2020, abgerufen am 22. Januar 2020.
  15. Ehe-Aus nach zwölf Tagen, Nürnberger Nachrichten, 4. Februar 2020, S. 24.
  16. Pamela Anderson's Vegan Diet. Vegnews.com. Abgerufen am 1. Februar 2011. (englisch)
  17. I'd Rather Go Naked Than Wear Fur (englisch).
  18. Prominente verbünden sich in Hollywood, um unsere Meere zu retten, sea-shepherd.ch, abgerufen am 21. Mai 2019.
  19. Ergebnisse des ING New York City Marathon 2013.
  20. stern.de, Pamela Anderson doch nicht im Badeanzug, 4. November 2013.
  21. Pamela Anderson says she has hepatitis C, cnn.com, abgerufen am 21. Mai 2019 (englisch).
  22. Spiegel Online: Auftritt in Cannes: Pamela Anderson spricht über ihre Vergewaltigungen; abgerufen am 18. Mai 2014.
  23. HuffPost: „Gelbwesten“-Krawalle: So überraschend kommentiert Pamela Anderson das Chaos. In: Huffington Post. 3. Dezember 2018, abgerufen am 8. Dezember 2018.
  24. Stinksauer nach Julian-Assange-Verhaftung. In: Stern. 11. April 2019, abgerufen am 13. April 2019.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Pamela Anderson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien