Pamhagen

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Pamhagen
Wappen von Pamhagen
Pamhagen (Österreich)
Pamhagen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Neusiedl am See
Kfz-Kennzeichen: ND
Fläche: 33,02 km²
Koordinaten: 47° 42′ N, 16° 54′ OKoordinaten: 47° 42′ 8″ N, 16° 54′ 24″ O
Höhe: 121 m ü. A.
Einwohner: 1.665 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 50 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7152
Gemeindekennziffer: 1 07 16
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 7
7152 Pamhagen
Website: www.gemeinde-pamhagen.at
Politik
Bürgermeister: Josef Tschida (ÖVP)
Gemeinderat: (2012)
(21 Mitglieder)
13
8
13 
Von 21 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Pamhagen im Bezirk Neusiedl am See
Andau Apetlon Bruckneudorf Deutsch Jahrndorf Edelstal Frauenkirchen Gattendorf Gols Halbturn Illmitz Jois Kittsee Mönchhof Neudorf bei Parndorf Neusiedl am See Neusiedl am See Nickelsdorf Pama Pamhagen Parndorf Podersdorf am See Potzneusiedl Sankt Andrä am Zicksee Tadten Wallern im Burgenland Weiden am See Winden am See Zurndorf Bezirk Neusiedl am SeeLage der Gemeinde Pamhagen im Bezirk Neusiedl am See (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Türkenturm
Türkenturm
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Pamhagen (ungarisch Pomogy) ist eine Gemeinde mit 1665 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im nördlichen Burgenland im Bezirk Neusiedl am See in Österreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pamhagen liegt am Rande des nordburgenländischen Teilgebietes Waasen, zwischenzeitlich auch Wasen (ungar.:Hanság). Das Gemeindegebiet grenzt an Ungarn, wobei etwa die Hälfte der Grenze entlang des Einser-Kanals verläuft.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1268 wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt. 1380 wird ein Pfarrer Johann ecclesiae de Pomog genannt. 1547 erfolgte die Niederschrift eines Bann-Taidings (Gerichtstag). Die erste Erwähnung einer Schule erfolgt 1652.

Die Komitat-Konskription des Jahres 1713 gibt den ersten Hinweis auf Weinbau in Pamhagen. Von 1778 bis 1780 erfolgten der Bau eines Straßendammes durch den Waasen mit 14 hölzernen Brücken von Pamhagen nach Esterház (Länge 7,5 km) und Ende des 19. Jahrhunderts (1897) die Errichtung der Fertövide-er Lokal-Eisenbahn (Neusiedler Seebahn).

Wenige Jahre später, 1909, wird die Pamhagener Kreditgenossenschaft gegründet.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Pomogy verwendet werden. Dabei gehörte Pamhagen (Pomogy) zum Komitat Wieselburg (Moson Vármegye).

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

1948 teilte der „Eiserne Vorhang“ Europa, Pamhagen verlor den Zugang zu Grundeigentum auf ungarischem Territorium.

Nach dem Schließen der Grenzübergänge (Bahn und Straße) zu Ungarn im Jahr 1955 war es nur mit Visum (insbesondere ungarische Arbeitspendler) möglich per Bahn ein- und auszureisen. 1990 wurde die Neusiedler Seebahn für Grenzübertritte geöffnet.

Insbesondere für den Radverkehr war die Wiedereröffnung des Grenzübergangs Pamhagen-Fertöd auf flachem, kurzem Weg nach Ungarn für Nichtmotorisierte um 1991 ein großer Gewinn. 1995 wurde der Übergang auch für land- und forstwirtschaftlichen Verkehr geöffnet, später auch allgemein für Motorisierte.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder.

Bürgermeister
  • bis 2012 Josef Wüger (SPÖ)
  • 2012 Johann Munzenrieder (SPÖ)
  • seit 2012 Josef Tschida (ÖVP)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Pamhagen
  • Pfarrkirche Pamhagen: Sie wurde von 1745 bis 1754 errichtet und Mitte der 1950er Jahre erweitert sowie umgebaut.
  • Türkenturm: Der Turm ist das Wahrzeichen des Ortes. Der Türkenturm ist ein ehemaliger Glockenturm aus der Zeit, als die Kirche noch außerhalb des Ortes stand.
Wollschwein im Steppentierpark Pamhagen

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde
Personen mit Bezug zur Gemeinde
  • Heinz Fischer (* 1938), ehemaliger Bundespräsident, er besuchte in Pamhagen die Volksschule

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pamhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.turus.net/fotostrecke/reise/ungarn/grenzuebergang-fertoed-pamhagen-grenze-zwischen-ungarn-und-oesterreich-5779.html Bild Grenzübergang Pamhagen-Fertöd, turus.net, abgerufen am 22. April 2014