Pamhagen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Pamhagen
Wappen von Pamhagen
Pamhagen (Österreich)
Pamhagen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Neusiedl am See
Kfz-Kennzeichen: ND
Fläche: 33,02 km²
Koordinaten: 47° 42′ N, 16° 54′ O47.70222222222216.906666666667121Koordinaten: 47° 42′ 8″ N, 16° 54′ 24″ O
Höhe: 121 m ü. A.
Einwohner: 1.675 (1. Jän. 2015)
Bevölkerungsdichte: 51 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7152
Gemeindekennziffer: 1 07 16
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 7
7152 Pamhagen
Website: www.gemeinde-pamhagen.at
Politik
Bürgermeister: Josef Tschida (ÖVP)
Gemeinderat: (2012)
(21 Mitglieder)
13
8
13 
Von 21 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Pamhagen im Bezirk Neusiedl am See
Andau Apetlon Bruckneudorf Deutsch Jahrndorf Edelstal Frauenkirchen Gattendorf Gols Halbturn Illmitz Jois Kittsee Mönchhof Neudorf bei Parndorf Neusiedl am See Neusiedl am See Nickelsdorf Pama Pamhagen Parndorf Podersdorf am See Potzneusiedl Sankt Andrä am Zicksee Tadten Wallern im Burgenland Weiden am See Winden am See Zurndorf Bezirk Neusiedl am SeeLage der Gemeinde Pamhagen im Bezirk Neusiedl am See (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Kirchplatz
Kirchplatz
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Wollschwein im Steppentierpark Pamhagen

Pamhagen (ungarisch Pomogy) ist eine Gemeinde mit 1675 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015) im nördlichen Burgenland im Bezirk Neusiedl am See in Österreich.

Geografie[Bearbeiten]

Pamhagen liegt am Rande des nordburgenländischen Teilgebietes Waasen, zwischenzeitlich auch Wasen (ungar.:Hanság). Das Gemeindegebiet grenzt an Ungarn, wobei etwa die Hälfte der Grenze entlang des Einser-Kanals verläuft.

Nach dem Schließen der Grenzübergänge (Bahn und Straße) zu Ungarn im Jahr 1955 war es nur mit Visum (insbesondere ungarische Arbeitspendler) möglich per Bahn ein- und auszureisen. 1990 wurde die Neusiedler Seebahn für Grenzübertritte geöffnet.

Insbesondere für Radverkehr war die Wiedereröffnung des Grenzübergangs Pamhagen-Fertöd auf flachem, kurzem Weg nach Ungarn für Nichtmotorisierte um 1991 ein großer Gewinn. 1995 wurde der Übergang auch für land- und forstwirtschaftlichen Verkehr geöffnet, später auch allgemein für Motorisierte.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

1268 wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt. 1380 wird ein Pfarrer Johann ecclesiae de Pomog genannt. 1547 erfolgte die Niederschrift eines Bann-Taidings (Gerichtstag). Die erste Erwähnung einer Schule erfolgt 1652.

Die Komitat-Konskription des Jahres 1713 gibt den ersten Hinweis auf Weinbau in Pamhagen. Von 1778 bis 1780 erfolgten der Bau eines Straßendammes durch den Waasen mit 14 hölzernen Brücken von Pamhagen nach Esterház (Länge 7,5 km) und Ende des 19. Jahrhunderts (1897) die Errichtung der Fertövide-er Lokal-Eisenbahn (Neusiedler Seebahn).

Wenige Jahre später, 1909, wird die Pamhagener Kreditgenossenschaft gegründet.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Pomogy verwendet werden. Dabei gehörte Pamhagen (Pomogy) zum Komitat Wieselburg (Moson Vármegye).

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

1948 teilte der „Eiserne Vorhang“ Europa, Pamhagen verlor den Zugang zu Grundeigentum auf ungarischem Territorium.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

  • Bürgermeister ist Josef Tschida von der ÖVP.
  • Die Mandatsverteilung (21 Sitze) in der Gemeindevertretung ist ÖVP 13, SPÖ 8, FPÖ 0, Grüne 0 und andere Listen 0 Mandate.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Pamhagen
  • Steppentierpark Pamhagen: Der naturbelassene Tierpark mit 50 Tierarten in der unberührten Steppenlandschaft im burgenländischen Seewinkel existiert seit 1975, auf einer Fläche von 13 Hektar. Er ist von März bis Ende Oktober geöffnet.
  • Pfarrkirche:
  • Türkenturm: ist das Wahrzeichen des Ortes. Der Türkenturm ist ein ehemaliger Glockenturm aus der Zeit, als die Kirche noch außerhalb des Ortes stand.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pamhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.turus.net/fotostrecke/reise/ungarn/grenzuebergang-fertoed-pamhagen-grenze-zwischen-ungarn-und-oesterreich-5779.html Bild Grenzübergang Pamhagen-Fertöd, turus.net, abgerufen am 22. April 2014