Pampasfuchs

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Pampasfuchs
Lycalopex gymnocercus.jpg

Pampasfuchs (Lycalopex gymnocercus)

Systematik
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
Familie: Hunde (Canidae)
Tribus: Echte Hunde (Canini)
Gattung: Lycalopex
Art: Pampasfuchs
Wissenschaftlicher Name
Lycalopex gymnocercus
(Fischer von Waldheim, 1814)
Verbreitungsskizze

Der Pampasfuchs (Lycalopex gymnocercus; Syn.: Pseudalopex gymnocercus) ist eine südamerikanische Art der Echten Hunde. Möglicherweise stellt er keine eigenständige Art dar, sondern ist dem Andenschakal zuzurechnen.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kopf-Rumpflänge des Pampasfuchses beträgt etwa 65 cm, seine Schulterhöhe etwa 40 cm. Das Fell ist einfarbig grau meliert. Auf der unteren Hälfte des Hinterteils befindet sich ein charakteristischer schwarzer Fleck. Der Schwanz ist lang, grau mit 2 schwarzen Flecken, einer an der Schwanzwurzel, der andere an der Spitze. Auffällig sind die Augen: schräg und nach vorne gestellt. Der durchschnittliche Rüde wiegt 6 kg, die Fähe 4,6 kg.[1]

Lebensraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet des Pampasfuchses sind Chaco, die argentinische Monteregion, sowie die Pampas, es reicht von Ostbolivien, Westparaguay, östliche Provinzen Argentiniens: Salta, Catmarca, San Juan, La Rioja und Mendoza bis zum Atlantik und von Südostbrasilien bis zur argentinischen Rio-Negro-Provinz im Süden.

Die Pampasgrasländer sind der typische Lebensraum. Offene Gebiete mit hohem Gras mit feuchtem bis trockenem Klima werden bevorzugt.[1]

Die IUCN listet die Art als nicht gefährdet (Least Concern).[2]

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hier ist noch einiger Forschungsbedarf. Die Nahrungszusammensetzung ist abhängig vom Verbreitungsgebiet sehr variabel. Selbst Früchte können bis zu 25 % der Nahrung ausmachen. Es wird angenommen, dass Pampasfüchse dauerhafte Paarbindungen eingehen. Sein Streifgebiet ist abhängig von den Bedingungen und kann zwischen 130 und 270 Hektar liegen. Die Paarungszeit liegt zwischen August und Oktober. Im Alter von drei Monaten verlassen die Jungen ihre Kinderstube. In der Regel ist der Rüde für die Futterbeschaffung zuständig. Die Fähen werden mit 8 bis 12 Monaten geschlechtsreif.[1]

Systematik und Evolution[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zurzeit stehen 3 mögliche Unterarten zur Diskussion:

  • L.g.gymnocercus – subtropische Grasländer Nordostargentinien, Paraguay, Südostbrasilien
  • L.g.antiquous – Graspampas, Gestrüpplandschaften des Monte und der offenen Espinalparkländer, Zentralargentinien
  • L.g.lordi – Tacco, tropische Ökosysteme in den Bergen der argentinischen Provinzen Salta und Jujuy.

Die Grenzen sind nicht klar und können dort hybridisieren.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pampasfuchs – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Mauro Lucherini: Wilde Hunde. Hrsg.: Udo Gansloßer, Claudio Silleo-Zubiri. Filander Verlag, 2006, ISBN 3-930831-63-5, Der Pampasfuchs, S. 147 ff.
  2. Pseudalopex gymnocercus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2008. Eingestellt von: Jiménez, J.E. et al., 2008. Abgerufen am 25. Januar 2009